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Open Directory Project (ODP)

Das Open Directory Projekt (ODP), besser bekannt als DMOZ (Directory Mozilla) gehörte zu den weltweit größten Webverzeichnissen, ehe es nach über 18 Jahren am 17. März 2017 plötzlich vom Betreiber AOL abgesetzt wurde. Ziel des nicht-kommerziellen Projektes war es, den umfangreichsten redaktionell gepflegten Webseiten-Katalog der Welt aufzubauen. Das multilinguale Verzeichnis dmoz.org wurde von einer hohen Zahl ehrenamtlicher Editoren gepflegt, die zum Teil noch heute in mehreren Communitys organisiert sind. Selbst Editor zu werden und bei der Arbeit an DMOZ zu helfen stand jedem offen.

Vorteile und Struktur des Webverzeichnisses

Das Besondere an DMOZ war, dass die Arbeit der vielen freiwilligen Editoren Nutzern bereits ab Ende der 90er das Auffinden von relevanten Informationen im Word Wide Web stark vereinfachte, und zwar ohne kommerziellen Hintergrund. Da die Inhalte in dem Webverzeichnis den Richtlinien des Open Content unterlagen, konnten die Nutzer diese zudem teilen, ohne Verstöße gegen Urheberrechte zu befürchten. Gerade dieser Aspekt trug stark zum Wachstum beziehungsweise der Verbreitung des Verzeichnisses bei.

Zuletzt stand DMOZ in über 90 Sprachen zur Verfügung und ging auf diverse Dialekte ein. Aufgebaut war das Open Directory Project in einer klassischen Hypertext-Baumstruktur. Von der Startseite aus gliederte sich das System in thematische Über- und Unterkategorien auf. Hierbei spielten auch lokale sowie altersbedingte Aspekte eine Rolle. Mehrfacheintragungen beziehungsweise eine mehrfache Relevanz eines Eintrages war ebenfalls möglich. Das Motto der riesigen ODP-Gemeinschaft aus zuletzt über 90.000 Editoren lautete: Humans do it better.

Ein DMOZ-Eintrag bestand aus einem Titel und einer Kurzbeschreibung. Der Titel enthielt in der Regel die Bezeichnung der Website oder des Unternehmens. Die Beschreibung gab Auskunft über den Inhalt, das Angebot sowie gegebenenfalls die Besonderheiten der Website. Des Weiteren wurde die entsprechende Seite verlinkt. Um einen ODP-Eintrag zu erhalten, musste die eigene Website bestimmte Aufnahmekriterien erfüllen. Hierzu gehörte ein relevantes Webangebot das Nutzern gehaltvolle, seriöse und zuordnungsfähige Informationen als eigene Inhalte lieferte. Hiebei definierte sich der Informationsgehalt einer Website unter anderem aus dem Verhältnis aus eigenen Inhalten und Werbung.

Kategorisch ausgeschlossen wurden rassistische, pornografische und gewaltverherrlichende Inhalte sowie Seiten, die zu kriminellen Handlungen aufforderten. Nachträgliche Verstöße gegen die DMOZ-Kriterien führten ebenfalls zum Ausschluss. Solche Missbräuche wurde durch Meta-Editoren überprüft.

ODP in der Suchmaschinenoptimierung

Die klaren Richtlinien für einen Eintrag in das Open-Directory-Project / DMOZ-Webverzeichnis sowie die händische Kontrolle beziehungsweise die redaktionelle Pflege gefiel nicht nur den Nutzern, sondern auch Suchmaschinen – allen voran Google. So galt ODP/DMOZ der Suchmaschine als vertrauenswürdige Quelle.

Bis 2011 griff Google selbst auf die Daten des Verzeichnisses zurück, um beispielsweise den eigenen Suchindex anzureichern oder SERP-Snippets wie die Description zu kreieren, wenn der entsprechenden Website die Daten fehlten oder die Suchmaschine diese nicht adäquat auslesen konnte. Mit anderen Worten: Website-Betreiber waren lange gut beraten, sich einen Eintrag im ODP/DMOZ-Verzeichnis inklusive entsprechend wertvollem Backlink zu sichern. Mit zunehmender Kompetenz der Suchmaschine Websites adäquat zu bewerten sowie der professionelleren Suchmaschinenoptimierung (bspw. Erstellung passender Descriptions) griff Google offenbar immer seltener auf die Dienste des Webverzeichnisses zurück. Vielen Experten galt ODP/DMOZ daher schon lange als tot – zumindest aus der Sicht der Suchmaschinenoptimierung.

Zukunft des Open Directory Projects

Zwar gibt es Bestrebungen ehemaliger Editoren das Projekt wiederzubeleben, aber aktuell steht lediglich eine statische Kopie des Webverzeichnisses unter http://dmoztools.net/ zur Verfügung. Da die Rechte an der Domain dmoz.org beim ehemaligen Betreiber AOL bleiben, würde eine Wiederbelebung zudem wahrscheinlich unter neuer URL erfolgen müssen

Für die Suchmaschinenoptimierung wäre eine Belebung wahrscheinlich weiterhin wenig interessant. Den vielen engagierten Editoren, die unzählige Stunden freiwilliger Arbeit in das wertvolle Projekt gesteckt haben, sowie dem freien-nicht-kommerziellen Internet sei es allerdings zu wünschen, dass das Open Directory Project einen neuen, öffentlich zugänglichen und dauerhaften Platz im Word Wide Web erhält.

Einzelnachweise

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