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Meta-Suchmaschine

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Meta-Suchmaschinen führen eine Suchanfrage bei mehreren Suchmaschinen, Verzeichnissen und anderen Quellen wie Lexika, News-Diensten etc. gleichzeitig durch. Sie haben also keinen eigenen Datenbestand, sondern beziehen die Daten von externen Quellen. Während einzelne Suchmaschinen jeweils nur einen Teil des gesamten Datenbestandes im Internet abdecken, kann mithilfe einer Meta-Suchmaschine ein größerer Bereich durchsucht werden. Sie greifen dabei nicht nur auf die großen Anbieter wie Google oder Bing zurück, sondern nutzen auch die Daten von kleineren Spezialsuchmaschinen. Nützlich kann dies vor allem bei speziellen Fachbegriffen sein, da so oftmals umfassendere Ergebnisse geliefert werden können. Bei einigen ist es Betreibern auch möglich, eine Auswahl zu treffen und nur die Suchdienste zu wählen, die benötigt werden. Außerdem versprechen viele Meta-Suchmaschinen besondere Zusatzleistungen, so werden die Daten der Nutzer beispielsweise nicht erfasst oder gespeichert.

Einige Meta-Suchmaschinen aus dem deutschsprachigen Raum:

Laut einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes aus dem Jahre 2013 gelten die Metadienste als rechtswidrig, wenn:

  • die Suchanfragen in Echtzeit weitergeleitet werden
  • in der Suchergebnisdarstellung Dubletten zusammengeführt werden
  • die durchsuchte Plattform ein vergleichbares Suchformular anbietet
  • die durchsuchte Plattform mit der Verwendung der Daten nicht einverstanden ist.

Daher ist die Zukunft der bisherigen Metasuchdienste ungewiss. Generell ist die Bedeutung von Meta-Suchmaschinen mittlerweile relativ gering, da aufgrund von regelmäßigen Aktualisierungen des Suchalgorithmus bei Google hier meist bessere Ergebnisse geliefert werden können.

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