Anfang Februar führte Google die neue Bildersuche auch in Deutschland ein. Schon bald wurden Aufschreie aus den Reihen von Urheberrechtlern und SEOs laut. Angst ums Recht am eigenen Bild und um geringeren Traffic machte die Runde. Alles viel Lärm um nichts?

Werfen Sie einen Blick auf die Veränderungen bei den Google-Bildern und ziehen Sie mit uns ein Fazit – jetzt da sich der Staub etwas gelegt hat.

Google Bildersuche Ergebnisseite

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YouTube und die GEMA befinden sich im Clinch. Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte sieht sich durch die Standardmeldung diffamiert, die oftmals bei YouTube erscheint wenn aus Deutschland ein lizenziertes Musikstück aufgerufen wird. In dieser heißt es: „Leider ist dieses Video in Deutschland nicht verfügbar, da es Musik enthalten könnte, für die die GEMA die erforderlichen Musikrechte nicht eingeräumt hat. Das tut uns leid.“

Die Mitteilung auf Englisch. (Quelle: YouTube.com)
Die Mitteilung auf Englisch. (Quelle: YouTube.com)

Bislang keine Einigung bei den Verhandlungen

Durch diese Formulierung, so die Argumentation der GEMA, wird die Schuld komplett auf die Verwertungsgesellschaft abgewälzt, was unter anderem einen bleibenden Imageverlust bewirkt. Tatsächlich befinden sich YouTube und die GEMA seit mittlerweile über drei Jahren in Verhandlungen betreffend der Musik, die per YouTube abgerufen wird. Ein Vertrag wurde zwar bereits 2007 abgeschlossen, dieser lief 2009 jedoch aus. Seitdem konnte keine Übereinkunft erzielt werden.

Somit reiht sich ein weiterer Punkt in die lange Liste der Themen bei Verhandlungen zwischen YouTube und der GEMA ein. Der Beliebtheit von YouTube in Deutschland konnte die fehlende Verfügbarkeit einiger Musiktitel jedoch bislang keinen Abbruch tun.

Seit neuestem sollten deutsche Betreiber von Facebook Fan-Pages noch besser darauf achtgeben, welche Inhalte sie posten. Das Landgericht Stuttgart hat ein Urteil beschlossen, laut welchem die Haftung bei einem Rechtsverstoß auf Seiten des Fanseiten-Betreibers liegt. Dies betrifft das veröffentlichen urheberrechtlich geschützter Inhalte wie Bildern, Texten, Videos und Musik.

Diese Rechtsverstöße beziehen sich nicht auf Beiträge, die Nutzer auf der Fanseite veröffentlichen. Lediglich Beiträge, die vom Betreiber der Seite selbst ausgehen können belangt werden.

Immer im Auge behalten: Urheberrecht. (Bildquelle: MikeBlogs/Wikimedia)

Eine Löschung von Beiträgen muss erst ab Kenntnis einer Rechtswidrigkeit erfolgen. Dies gilt auch für Beiträge, die Nutzer erstellt haben. Aus diesem Grund sollte man Hinweise auf Rechtsverstöße immer ernst nehmen und ihnen die nötige Beachtung schenken. Wird man auf eine Urheberrechtsverletzung aufmerksam gemacht und reagiert nicht, so folgt in der Regel zunächst eine Abmahnung. Wird auch der Abmahnung nicht Folge geleistet, so folgt das letztliche Urteil.

Es wird empfohlen, die eigene Facebook-Seite stets im Blick zu behalten und den Posteingang regelmäßig auf Hinweise bezüglich Rechtsverstöße zu kontrollieren. Da man für Beiträge anderer Nutzer zunächst nicht haftet, empfiehlt es sich, nicht auf Beiträge zu reagieren, die eine mögliche Gefahrenquelle darstellen. Dies beinhaltet das Liken, Kommentieren oder Teilen verdächtiger Beiträge. Wird man auf Verstöße hingewiesen, gilt es allerdings, umgehend zu reagieren. So riskiert man keine teuren Strafen.


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Anmerkung: Dieser Beitrag ist nur als Information zum uns bekannten, aktuellen Sachstand zu betrachten und wir übernehmen in dieser Sache keine juristische Gewähr.