Vorweihnachtliche Überraschung – Google aktualisiert den PageRank doch noch 2013!

Eigentlich hatten sich die SEO-Welt und die vielen wartenden Webmaster längst damit abgefunden, dass der PageRank in diesem Jahr nicht mehr aktualisiert werden würde. Mehr noch, nicht Wenige gingen davon aus, dass der immer mehr an Bedeutung verlierende Wert längst „tot“ sei. Doch wie tragend seine Rolle unter den zahlreichen Faktoren, die für das Google Suchmaschinenranking verantwortlich sind, auch noch sein mag, das Eine steht jetzt fest, so ganz verschwunden ist der PageRank noch nicht.

PageRank Update Dezember 2013

Vielleicht war es als vorweihnachtliche Überraschung geplant, vielleicht wird es aber auch der einen oder anderen Website die feierliche Vorfreude nehmen: Google hat den PageRank öffentlich aktualisiert.

Entgegen aller Vermutungen:

Vor einigen Wochen hatte Matt Cutts noch getwittert, dass er ein Update in diesem Jahr für unwahrscheinlich halte. Sie erinnern sich, wir hatten darüber berichtet. Jetzt kommt überraschend (mehr …)

Google hat ein neues Update auf den Weg gebracht, welches die SERPs erneut mächtig durchwirbelt haben dürfte. Die inoffizielle Bezeichnung des Updates lautet „Google Pony Update“ in Anlehnung an ein allgemein bekanntes Sprichwort bezüglich des Lebens und Ponyhöfen. Seiten aus den verschiedensten Bereichen sind durch das Update betroffen. Unter anderem zählt auch der Googlewatchblog zu den Verlierern. Er musste einen Visibility-Verlust von fast 33 Prozent hinnehmen.

In eingeschränktem Maß gibt es auch bei diesem Update Gewinner, was sich durch verstärkten Traffic äußern dürfte.

Es bleibt abzuwarten, ob es sich tatsächlich um ein Update seitens Google handelt oder ob wir es mit einem „Schluckauf“ der Suchergebnisse zu tun haben. Im Falle eines tatsächlichen Updates dürfte uns noch eine offizielle Bezeichnung ins Haus stehen.

Update: John Mueller von Google Switzerland hat in einem Hangout festgehalten, dass es in dieser Woche, der 47. Kalenderwoche 2012, kein größeres Update bei Google gab. Scheinbar handelte es sich beim angeblichen Pony doch nur um ein leichtes Magengrummeln.

Update No. 2: Neuesten Informationen zufolge hat Google am 21. 11. 2012 wohl doch ein SERP-Update live gebracht. Hierbei handelte es sich allerdings um einen Refresh bei Googles Panda, welcher etwa 0,4 % der internationalen Suchanfragen betrifft.

Die Optimierung der Suchqualität ist ein ewiges Projekt bei Google, dem man Monat für Monat viele Ressourcen zukommen lässt. Seit einiger Zeit veröffentlicht Google hierzu Listen, die aufführen, woran man in letzter Zeit gearbeitet hat. Für die Monate Juni und Juli 2012 wurden nun insgesamt 86 Änderungen und Projekte kurz im Google Inside Search Blog vorgestellt.

Die unserer Meinung nach wichtigsten Neuerungen aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung dürften den Panda Algorithmus betreffen. Dieser wurde laut Google weiter verfeinert und aktualisiert. Auch ging Panda nun in Japan und Korea an den Start. Insgesamt befindet sich Panda hiermit aktuell bereits in der Version 3.9.

Auch die semantische Suche wurde weiter verbessert. Die Konsequenz ist, dass besser auf Synonyme eingegangen werden kann und hierdurch eine generelle Genauigkeit der Suche ermöglicht werden soll. Unter dem Projektnamen „Query Understanding“ hat man zudem daran gearbeitet, Long Tail Suchen besser zu verstehen und hier bessere Ergebnisse zu liefern.

Auch scheint es in absehbarer Zeit eine Erweiterung für den „Knowledge Graph“ zu geben, welche für Fußballfans interessant sein dürfte.

Beispiel eines Google Knowledge Graph: Zusatzinformationen zur Suchanfrage im Suchmaschinenergebnis bei der Suche nach dem Medaillenspiegel zur Olympiade 2012

Bei Google heißt es, man arbeite für das Projekt „Answers“ an einer Live-Spielstandanzeige für die beliebten Ballsportarten Baseball und europäisches Football. Demnächst sehen wir dann womöglich die aktuellen Bundesliga-Ergebnisse direkt innerhalb des Suchmaschinenergebnisses.


Quelle: Google InsideSearch Blog

Google schaltet Update live

In der Nacht hat Google eine bereits angekündigte SERP-Optimierung durchgeführt. In Zukunft wird dieses Update weiterhin überoptimierte Seiten erwischen, die den Nutzern wenig sinnvolle und nicht hilfreiche Inhalte liefern.

Von Matt Cutts selbst wurden im Google Webmaster Central Blog Beispiele gegeben, wie sogenannter Webspam in den Augen von Google aussieht. Betreffen wird das Update laut Cutts etwa 3% der deutschsprachigen Suchergebnisse.

Neu ist hierbei, dass nicht nur Keywordstuffing abgestraft wird, sondern auch weniger offensichtliche Spam-Texte. Als Beispiel führt Cutts einen Text über Fitness an, der einerseits wenig hilfreiche Informationen bereit hält und andererseits nach einem bestimmten Muster auf Anbieter von Krediten verlinkt. In dem Beitrag von Matt Cutts wird auch gesagt, dass es nicht ganz einfach und mit einer simplen Analysen getan ist, solche Texte zu erkennen. Durch die vielen Keywords und Keywordlinks hebt sich der Text jedoch von üblichen White Hat Inhalten ab, so dass hierdurch ein Rückschluss auf eine Black-Hat-Optimierung, die gegen die Google Richtlinien verstößt, gezogen werden kann.

Weiterhin wohlmeinend steht Google laut Cutts der White Hat Optimerung gegenüber, die auf ein besseres Web-Erlebnis abzielt und auf hilfreiche und gut vermittelte Informationen setzt. Zitat Matt Cutts: „We want people doing white hat search engine optimization (or even no search engine optimization at all) to be free to focus on creating amazing, compelling web sites.“

Vorgestern veröffentlichten wir einen Post über ein kommendes Update beim Google Suchalgorithmus. Im Netz hat das Zitat von Matt Cutts schnell die Runde gemacht und bei vielen Seitenbetreibern mag sich eine leichte Panik breit gemacht haben.

Hierfür wollen wir an dieser Stelle Entwarnung geben. „Überoptimierung von Seiten“ meint im Grunde Spam-Verhalten. Also zum Beispiel die Verwendung von versteckten Keyword-Ketten, an der Stelle von gutem Content. Nachzulesen sind Googles eigene Ratschläge zur sinnvollen Optimierung von Seiten in diesem Dokument.

Wie es bei Yoast treffend festgehalten wurde: „As Matt said on that same panel one more time, they have nothing against SEO, they have something against spamming.”

Googles Änderungen im Suchalgorithmus gehen meist unbemerkt vonstatten. Es werden laufend viele kleine Verbesserungen am Zusammenspiel der mehreren hundert berücksichtigten Signale vorgenommen, die für sich betrachtet kaum Auswirkungen auf die Ergebnisse vom durchschnittlichen Internet-Nutzer haben. Doch immer mal wieder beschließt Google auch ein Update, das mal größere, mal kleinere Wellen schlägt. Als Beispiel sei hier das letztjährige Panda-Update genannt.

Nun steht laut Matt Cutts das nächste große Update im Suchalgorithmus an, welches vor allem überoptimierte Seiten betreffen soll. Entsprechend wird es auch schon inoffiziell als „Anti-SEO“ Update betitelt. Zu beachten ist bei dieser Meldung, dass Google lediglich „übermäßigen“ SEO-Gebrauch abstrafen wolle. Für Webmaster, die hochwertigen Content schaffen, soll so der Boden geebnet werden.

Zitiert nach Matt Cutts:

„What about the people optimizing really hard and doing a lot of SEO. We don’t normally pre-announce changes but there is something we are working in the last few months and hope to release it in the next months or few weeks. We are trying to level the playing field a bit. All those people doing, for lack of a better word, over optimization or overly SEO – versus those making great content and great site. We are trying to make GoogleBot smarter, make our relevance better, and we are also looking for those who abuse it, like too many keywords on a page, or exchange way too many links or go well beyond what you normally expect. We have several engineers on my team working on this right now.“

via Search Engine Roundtable


Update: Mittlerweile haben wir einen Nachtrag zum Update des Suchalgorithmus‘ verfasst. Darin findet ihr auch einen Verweis zu Googles eigener Anleitung zur Optimierung von Seiten.

Es ist wieder so weit: Google beglückt die Welt der Suchenden mit neuen Updates. Die wichtigsten sollen im Folgenden vorgestellt werden. Zugegeben, manche davon sind recht schick.

Besser, schneller, frischer

Beginnen wir mit allgemeinen Algorithmus-Verbesserungen. Google hat erneut an seinem Algorithmus geschraubt und will künftig

  • noch frischere Ergebnisse liefern
  • bessere (und nicht mehr so leicht manipulierbare) Suchvorschläge machen
  • bessere „verwandte Suchanfragen“ liefern
  • Spam besser erkennen
  • Synonyme besser erkennen
  • aktuelle Themen schneller als solche erkennen

Außerdem haben sie die Auswertung von Links überarbeitet und werden das Thema einer verlinkten Seite künftig auf eine etwas andere Art einschätzen als bisher. Es ist ein Jammer, dass Google gerade in diesem Zusammenhang sehr vage bleibt. Man erfährt nur, dass eine Methode, die „einige Jahre lang“ verwendet wurde, keine Anwendung mehr findet.

Doch sprechen wir von einem Lieblingsthema Googles der letzten Monate: der Personalisierung der Suchergebnisse. (mehr …)

Wie die WordPress-Entwickler kürzlich bekanntgaben, wird die im Dezember erwartete Version 3.1 der populären Blogsoftware nicht mehr auf Webservern genutzt werden können, die nur PHP 4 unterstützen.

Für Version 3.2, die im ersten Halbjahr 2011 erscheinen soll, soll die Messlatte für die Mindestanforderungen zudem weiter auf PHP-Version 5.2 angehoben werden. Gleichzeitig wird bei diesem Schritt auch der Support für die mittlerweile in die Jahre gekommene Version 4 des Datenbanksystems MySQL gestrichen, als niedrigste Versionsnummer wird dann 5.0.15 zum Einsatz kommen können.

Dieser Schritt kommt keineswegs übereilt: Auch die Software-Versionen der neuen Mindestanforderungen haben schon sechs (PHP) bzw. fünf (MySQL) Jahre auf dem Buckel und werden von ihren Herstellern schon nicht mehr supportet – eine kleine Ewigkeit im von Sicherheitslücken gebeutelten Internet. Website-Betreiber sollten sich frühzeitig darüber Informieren, ob ihr Hosting-Anbieter die neuen Anforderungen unterstützt.

Unter dem Namen Caffeine startete Google Anfang letzter Woche einen öffentlichen Testlauf der weiterentwickelten Architektur der Suchmaschine. In Googles Webmaster Blog teilt das Unternehmen mit, dass an diesem zuvor geheimen Projekt bereits seit mehreren Monaten gearbeitet wurde. Zu vermuten ist, dass Google angesichts der aktuellen Bewegung auf dem Suchmaschinenmarkt („Microhoo – Microsoft übernnimmt die Yahoo Suche“) mit „schnelleren und relevanteren“ Ergebnissen selbst im Gespräch bleiben will. Google verspricht, mit diesem Update „die Grenzen hinsichtlich der Indexierungs-Geschwindigkeit, der Genauigkeit, des Umfangs und anderer Dimensionen zu erweitern“:

It’s the first step in a process that will let us push the envelope on size, indexing speed, accuracy, comprehensiveness and other dimensions.

So, was fällt also nach den ersten Gehversuchen hinsichtlich dieser Kriterien auf?

Ein bisschen schwammig erscheint der Begriff „Indexierungs-Geschwindigkeit“ (indexing speed) – ist hiermit die Geschwindigkeit gemeint, mit der Google neue Seiten findet und indiziert oder aber die Geschwindigkeit, mit der Caffeine Suchergebnisse präsentiert? Letzteres mal angenommen, lassen sich tatsächlich z.T. erhebliche Unterschiede in der Geschwindigkeit feststellen, in der der „aktuelle“ und „neue“ Google-Code die Ergebnisse präsentieren.

Im Bereich unseres Testings ist Caffeine teils deutlich schneller als der aktuelle Google-Algo – allerdings nur ablesbar anhand der von Google selbst angegebenen Geschwindigkeit in der Ergebnisleiste. Diese letztlich subjektiv nicht mehr zu fassenden zeitlichen Unterschiede im Millisekundenbereich sind jedoch für den normalen User kaum bemerkbar. Mehr Geschwindigkeit könnte zukünftig aber ggf. auch mehr Features in den Suchergebnissen zulassen.

Ein anderer Nutzen wäre da schon die versprochene Genauigkeit und Keyword-Relevanz der Suchergebnisse. Mit den URL-Parametern &hl=de (für die deutsche Sprache) und &gl=de (für das deutsche Targeting) lässt sich auch mit deutschen Ergebnissen ein wenig rumspielen. In der aktuellen Pre-Beta scheinen News und Kommunikation ein stärkeres Gewicht zu erhalten, so werden z.B. die News-Ergebnisse in der Sandbox meistens prominenter angezeigt. Wikipedia-Einträge hingegen, die derzeit häufig auf den Top-Plätzen zu finden sind, rücken oft weiter nach hinten. Genaueres wird sich aber erst zeigen, wenn die Änderungen in den Live-Betrieb gehen.

Weitere Unterschiede lassen sich am Umfang der präsentierten Suchergebnisse ausmachen. Hier fährt Caffeine einen deutlich erweiterten Index vor. Wahrscheinlich lässt sich so zukünftig ggf. die ein oder andere zusätzliche Perle im Long-Tail finden, die es vorher noch nicht in den Index geschafft hat.


Fazit
Insgesamt ist es zum heutigen Zeitpunkt schwer, ein abschließendes Fazit zu ziehen – zu viele Fragen in der Definierung der Neuerungen weist die aktuelle Prä-Beta-Version noch auf. So bleibt natürlich abzuwarten, welche Änderungen in Caffeine noch einfließen werden oder wie sich der Index der neuen Version erweitern bzw. verändern wird. Aktuell macht es eher den Eindruck, als ob der Index noch etwa vier bis sechs Wochen hinter dem Live-Algo herhinken würde.

Aber auch wie sich die AdWords-Einblendungen auf die Suchergebnisse auswirken werden, welche weiteren Änderungen in das Update einfließen. Man kann jedoch sicher davon ausgehen, dass sich in Zukunft noch einiges tun dürfte. Webentwickler, Power Sucher und interessierte Nutzer sollten auf jeden Fall einen Blick riskieren.