Social Media: Pay with a Social Share!Ein Trend, der langsam an Fahrt aufnimmt?

Zugegeben, das Bezahlen für beispielsweise den Download eines Artikels per sozialer Empfehlung ist nichts ganz Neues – das gibt es sogar bereits seit einigen Jahren, aber es scheint immer häufiger Verwendung zu finden. Längst haben sich einige Modelle wie „Pay with a Tweet“ (laut eigener Aussage, der führende Anbieter zur Generierung von Social-Buzz) hier einen regelrechten Namen gemacht.

Doch kurz zur Info, worum geht es genau? Stellen Sie sich Folgendes vor:

Sie bekommen von einem Freund in einem sozialen Netzwerk den Link zu einer Website, auf der Sie sich einen Song aus dem neuen Album Ihrer Lieblingsband „kostenlos“ herunterladen können. Sie folgen dem Link und kommen zum Download. Nun ploppt eine „Paywall“ (Bezahl-Schranke) auf und fordert von Ihnen vor dem Download das Teilen in einem sozialen Netzwerk. Zur Auswahl stehen vielleicht Facebook, Google+ und Twitter. Sie folgend der Aufforderung, anders kommen Sie natürlich nicht an Ihren „kostenlosen“ Musiktitel, und teilen somit Ihrem Bekanntenkreis im entsprechenden Netzwerk mit, dass Sie sich zum einen den Song gezogen haben (was genau genommen natürlich noch gar nicht passiert ist) und zum anderen suggerieren Sie damit im Grunde, dass Ihnen das Musikstück gefällt. Einige Ihrer „Freunde“ folgen dann wahrscheinlich wiederum Ihrer „Empfehlung“ und müssen vor dem Genuss des Stücks in den Kreislauf eintreten.

Pay with a tweet
Quelle: paywithatweet.com

So in etwa könnte es – absichtlich etwas spitz formuliert – ablaufen. Diese Form der Bezahlung (Pay with a Social Share, auch PWA* abgekürzt) für einen Inhalt funktioniert vom Prinzip her für alles Mögliche wie MP3s, Videos, Artikel, spezielle Links, E-Books oder auch Gutscheine. Sinn des Ganzen aus der Sicht eines Anbieters ist es eben nicht, Inhalte kostenfrei zur Verfügung zu stellen, sondern (mehr …)

Twitter steht als soziales Netzwerk in einem solchen Maß für die zeitnahe und unkomplizierte Versorgung mit Neuigkeiten und sonstigen Meldungen, wie es bislang kaum einem anderen Dienst möglich ist. In letzter Zeit kamen immer wieder Neuerungen ans Tageslicht, welche die Bedienung von Twitter unkomplizierter, die Oberfläche schöner und die Menge der Informationen innerhalb eines Tweets dichter machten.

Am 13. Juni hat Twitter im hauseigenen Blog eine weitere Neuerung bekannt gegeben. Geöffnete Tweets, die zu Artikeln bestimmter Partner verlinken, zeigen nun Auszüge aus eben diesen Artikeln und gegebenenfalls die Twitter-Adresse des Autors an. Zu den bisherigen Partnern zählen Nachrichtengrößen wie die New York Times und Spiegel Online.

Generell wird so die Content-Preview von Tweets vergrößert. So können Nachrichten besser selektiert werden, indem man direkt aus Twitter heraus die Inhalte einzelner Meldungen überfliegt. Auch Bilder, Videos und Streams werden nach Möglichkeit eingebunden.

Scheinbar befindet sich die Funktion noch in einer Testphase, weshalb sie noch nicht bei allen Nutzern angezeigt wird. In nächster Zeit  dürfte die Neuerung allerdings umfassend Anwendung finden.

Wer sich selbst als Partner vorschlagen möchte und seine Seite so besser in Twitter integrieren möchte, kann sich unter folgender Adresse direkt bewerben: Participate in Twitter Cards

Original-Meldung im Twitter-Blog: Link