Mit den Social Connections von Google ist es möglich, die verschiedensten Beziehungen aus Sozialen Netzwerken wie Google+ oder etwa Twitter in die Suchergebnisse persönlich einfließen zu lassen. Dies wird von Google schon aktiv umgesetzt, wenn man sich einmal die Suchergebnisse eines sozial vernetzten Users in der englischsprachigen Suche anschaut. Die Social Connections leitet Google von freiwillig eingetragenen Daten bei Google+ und Google Mail sowie anhand weiterer sozialer Netzwerke ab, die mit dem jeweiligen Nutzer in Verbindung gestellt werden können.

Das Thema personalisierte Suche wurde von uns bereits an anderen Stellen mehrmals behandelt. Man kann die Bedeutung dieser Neuerung, die Google von langer Hand geplant hat, auch nicht unterschätzen. Erfreulich ist aber, dass es die Möglichkeit geben wird, Suchergebnisse ohne persönliche Treffer zu bekommen. Dies wird mit einem einzelnen Knopfdruck erledigt.

Per Knopfdruck die persönlichen Ergebnisse deaktiveren
Mit einem Knopfdruck lassen sich persönliche Ergebnisse deaktivieren.

Je mehr man also in sozialen Netzwerken von sich preis gibt, desto persönlicher kann die Suche werden. Vielleicht bietet gerade dies die Chance, noch passendere Ergebnisse noch schneller liefern zu können. Auf dieser Seite kann man Einblicken, wie gut Google bereits das individuelle soziale Netz kennt: Google Social Connections


Update vom 27. 06. 2012: Vor kurzem wurde dieser Bereich bei Google wieder Offline genommen. Der Link zu Google Social Connections führt zur üblichen 404-Seite von Google. Warum dies passiert ist, ist nicht bekannt. Google hat sich zur Einstellung des Projekts nicht geäußert.

Google hat beschlossen, die seit einigen Monaten laufende verschlüsselte „SSL“-Suche von google.com auf die restlichen weltweiten Google-Domains zu übertragen. Das bedeutet, dass jede Suchabfrage über Google in Zukunft gesichert abläuft und auch die Ergebnisse verschlüsselt abgerufen werden. Jedenfalls so lange die betreffenden User bei Google eingeloggt sind.

So kann man etwa auch im Café, am Flughafen, in der Bibliothek oder an sonstigen Orten mit öffentlichen WLAN-Spots sichere Suchanfragen starten. Was Google so in Sachen Datenschutz verbessert, dürfte sich allerdings als Schlag für Website-Vermarkter entwickeln, da durch die Änderung keine Informationen über Suchbegriffe über den Referrer übertragen werden.

Wieviele Nutzer heute mit einem Google-Account surfen und suchen durchführen, ist nicht bekannt. Spätestens wenn die Änderung auf google.de eingeführt wird, werden wir sehen, wie sich dies auf die Analysen auswirken wird. In einem vorherigen Eintrag zur Google SSL-Suche versuchten wir bereits eine Prognose. Der größte Anteil des Traffics wird wahrscheinlich weiterhin SEO-relevante Daten enthalten. Es besteht die Möglichkeit, dass der Rest möglicherweise dann nur noch mit Einschränkungen analysiert werden kann, soll heißen: vermutlich exklusiv für Google Analytics (Premium)?

Es ist wieder so weit: Google beglückt die Welt der Suchenden mit neuen Updates. Die wichtigsten sollen im Folgenden vorgestellt werden. Zugegeben, manche davon sind recht schick.

Besser, schneller, frischer

Beginnen wir mit allgemeinen Algorithmus-Verbesserungen. Google hat erneut an seinem Algorithmus geschraubt und will künftig

  • noch frischere Ergebnisse liefern
  • bessere (und nicht mehr so leicht manipulierbare) Suchvorschläge machen
  • bessere „verwandte Suchanfragen“ liefern
  • Spam besser erkennen
  • Synonyme besser erkennen
  • aktuelle Themen schneller als solche erkennen

Außerdem haben sie die Auswertung von Links überarbeitet und werden das Thema einer verlinkten Seite künftig auf eine etwas andere Art einschätzen als bisher. Es ist ein Jammer, dass Google gerade in diesem Zusammenhang sehr vage bleibt. Man erfährt nur, dass eine Methode, die „einige Jahre lang“ verwendet wurde, keine Anwendung mehr findet.

Doch sprechen wir von einem Lieblingsthema Googles der letzten Monate: der Personalisierung der Suchergebnisse. (mehr …)

Es ist nichts Neues, dass Google zunehmend die eigenen Produkte in den Suchergebnissen platziert. Nun ist Google jedoch dazu übergegangen und hat in der Hauptnavigation den früheren Navigationspunkt zur Videosuche komplett durch das eingekaufte Videoportal YouTube ersetzt.

Erst wenn man innerhalb der Hauptnavigation auf „Mehr“ klickt, erhält man zukünftig die Möglichkeit in weiteren Videodiensten neben YouTube zu suchen.

Für normale Benutzer dürfte diese Änderung nicht allzu schlimm sein. YouTube konnte sich, unter anderem dadurch dass es ein Google Unternehmen ist, ohnehin am besten unter den Videoportalen positionieren. Durch dieses neue Vorgehen macht Google jedoch wieder mehr als deutlich, dass sie zukünftig mehr auf ihre eigenen Produkte setzen möchten.

Einen störenden Nebeneffekt hat die neue Navigationsmöglichkeit jedoch für die Nutzer: Der unbesonnene Klick auf „YouTube“ schickt die Suchenden direkt auf die Suchoberfläche von YouTube und reißt die Benutzer damit aus dem laufenden Suchprozess in der bekannten Google-Umgebung.

Schon seit der grauen Vorzeit ist es Aufgabe der Suchmaschinen, die passendsten und besten Treffer auf die Suchanfragen zu liefern. Ein Aspekt der Algorithmen ist daher das identifizieren von Qualität, um tatsächlich den gesuchten Mehrwert an die Frau oder den Mann zu bringen. Die lukrativen Plätze an der Spitze der Suchergebnisse sind aber auch immer eine Verlockung gewesen, schnelles Geld auf einfachem Wege machen zu wollen, indem die Algorithmen überlistet werden sollen.

Es geht also um die Qualität der Suchergebnisse oder, dreht man den Spieß um, den Spam des Internets, der an die Oberfläche schwappt. Die Qualität der Treffer ist ein wichtiges Kriterium im Konkurrenzkampf der Suchmaschinen, und dieses Thema ist zuletzt in den Vordergrund gerückt.

Neuer Webspam zwischen dem 01. und 27.01.2011

(mehr …)

Suchoperatoren sind vielen Nutzern von Suchmaschinen unbekannt – dabei sorgen sie dafür, Suchvorgänge spezifischer zu gestalten und dadurch genauere Ergebnisse zu erhalten – wie z.B.  durch AROUND(n).

Was bedeutet AROUND(n)?

Der Begriff AROUND bedeutet hier so viel wie „ringsherum“ oder „in der Nähe“ und eignet sich bei der Suche nach mehreren Begriffen, denn mit dem AROUND-Operator legt man den Abstand zwischen den gesuchten Begriffen fest.

Dadurch reduziert man in erster Linie die Gesamtmenge der gefundenen Ergebnisse und muss oft weniger Suchen, um die gewünschten Ergebnisse zu erhalten.

Verwendung:

Fußball AROUND(3) Berlin = Fußball [Begriff 1] [Begriff 2] [Begriff 3] Berlin

Damit der Operator wirklich greift und von Google nicht als Suchbegriff verarbeitet wird, muss dieser unbedingt groß geschrieben werden. In den Klammern dahinter legt man den entsprechenden Abstand zwischen den beiden Begriffen fest.

Findet Google im abgegrenzten Bereich keine Suchergebnisse, werden Ergebnisse ohne Einbeziehung des Operators geliefert.

Beispiel:

Suche nach „Fußball Berlin“ (ohne Operatoren):

ca. 29.700.000 Ergebnisse, unspezifisch

Suche nach „Fußball AROUND(3) Berlin“

ca. 13.800.000 Ergebnisse, spezifischer

Ob Google nun der gefürchtete Datenkrake ist, oder einfach nur seinen Kunden das bestmögliche Suchergebnis bieten möchte, darüber kann man sich streiten. Gänzlich unstrittig ist aber, dass Google schon schon lange Klicks über die Google eigenen Services wie bspw. auf Suchergebnis-Seiten, AdWords-Anzeigen oder auch über die Nutzung der Google-Toolbar protokolliert. Eingeloggte Nutzer können im Webprotokoll beispielsweise alle Suchen der letzten 180 Tage einsehen.

Bisher bekam man nur leicht angepasste Ergebnisse zwischen eingeloggtem und ausgeloggtem Zustand von Google präsentiert. Nun will Google aber zukünftig die Klickhistorie des Nutzers verwenden, um individuelle, personalisierte Ergebnisse auszugeben, unabhängig davon, ob man einen Google-Account benutzt, oder nicht. Nur wenn sich ein Nutzer aktiv gegen (!) die Protokollierung entscheidet, erhält er die „neutralen“ Ergebnisse.

So werden zukünftig Seiten, die man schon häufig angeklickt hat oder nach Googles Meinung zum persönlichen Nutzerprofil passen, weiter oben erscheinen. Unklar ist aktuell, wie groß der Einfluss der persönlichen Ergebnisse auf das Suchergebnis tatsächlich ausfallen wird. Wenn man bspw. nach Kino sucht, ist das Ergebnis zukünftig nicht nur lokal, sondern schlägt Google einem nun auch einen bestimmten Film mit der Lieblingsschauspielerin oder Lieblingsgenre vor? Wird man zukünftig nichts, wenig oder doch weiterhin einiges Neues entdecken können?

Darüber hinaus ist natürlich auch spannend, ob und wie Datenschützer auf diese voreingestellte Protokollierung der Nutzungsdaten reagieren werden, denn auch jetzt schon lässt sich dieser Webprotokoll-Service als Überwachungsinstrument missbrauchen.

Nun ist es Offiziell: Microsoft übernimmt die Suchsparte von Yahoo

Kurz nach der Einführung seiner neuen Suchmaschine Bing (vorher Microsoft Live Search), macht der amerikanische Softwarekonzern Microsoft erneut im Suchmaschinenbusiness auf sich aufmerksam. Microsoft und Yahoo werden für die nächsten 10 Jahre in der Suchsparte eng zusammenarbeiten. Das bedeutet konkret: Yahoo! wird Microsoft seine Suchmaschinentechnologie überlassen und zukünftig die Suchergebnisse von Bing auf den eigenen Seiten nutzen.

Als Gegenzug für diese Freigabe übernimmt Yahoo! einen Großteil der Werbevermarktung innerhalb des Suchmaschinenzusammenschlusses. Dabei kommt dieser Deal nicht ganz so überraschend. Bereits seit über drei Jahren buhlt der Softwarekonzern um Bill Gates um den Suchmaschinenkonkurrenten. Ursprünglich hatte man vor, das Unternehmen für eine Summe von über 44 Milliarden Dollar ganz zu übernehmen, doch die Kalifornier blockten immer wieder ab. Jetzt hat man sich auf den Zusammenschluss der Suchmaschinentechnologien geeinigt. Aus Yahoo! Search wird damit Bing.

microhoo

Doch was bedeutet das für den Suchmaschinen-Anwender? Diese Frage lässt sich bislang noch nicht genauer klären. Fest steht nur, dass Microsoft einen weiteren Schritt getan hat, um dem bisher klar als Monopolist geltenden Suchgiganten Google ein Stückchen näher zu kommen. Normalerweise belebt Konkurrenz das Geschäft, doch in diesem Fall wird aus zwei Mitbewerbern nur noch einer.

Fraglich ist auch, was das für Yahoo! bedeutet. Mit der Suchmaschinentechnologie fällt der Großteil des Konzerns an einen Mitbewerber. Viele Medien sprechen dahingehend schon von einer Kapitulation Yahoos, das den harten Kampf um den Suchmaschinen-Markt damit aufgegeben hat. Kann Yahoo ohne eigene Suchmaschine weiterhin überleben oder ist der erste Schritt zur vollständigen Übernahme durch Microsoft hiermit getan? Und aus Marketing-Sicht: Wie wird sich das nun entstandene Konglomerat zukünftig präsentieren?

Es bleibt spannend für die Internetnutzer.

Am 3. Juni ging die neue Microsoft-Suchmaschine „bing“ an den Start und sorgte in den ersten Wochen nicht nur für reichlich Furore, sondern direkt auch für eine nicht unerhebliche Steigerung des US-Marktanteils von Microsoft auf 12,1 Prozent (12. Juni). Die Suchmaschine ist nach wie vor lediglich in der Beta-Version verfügbar, bietet derzeit aber bereits alle grundlegenden Funktionen, die der Google-verwöhnte Benutzer von einer Suchmaschine erwartet. Zeit für eine Zwischenbilanz!

Bing adaptierte das typische, minimalistische Google-Interface: ein unübersehbarer Suchschlitz, als Radio-Buttons repräsentierte Filter, die Links zur Spezialsuche als dezente horizontale Linkleiste oben links – perfekt zugeschnitten auf all diejenigen, die Googles Übersichtlichkeit und Usability gewohnt sind. Auch die Links zu „gesponserten Seiten“ werden wie die Google Adwords am rechten Rand sowie über den Ergebnissen der natürlichen Suche angezeigt. Hinzugefügt wurde eine Spalte auf der linken Seite, die verwandte Suchvorgänge aufzeigt. Bei Google findet sich diese oft praktische Funktion am Seitenende – bei bing entfällt daher das Scrollen, um per Klick die gestellte Suchanfrage zu verfeinern.
Ein weiterer, bestechender Unterschied zu Google stellt das täglich wechselnde Design in Form von hinterlegten Fotos dar, was die netten Google-Doodles in Sachen optische Ansprache um Längen schlägt.

In der Fehlertoleranz steht Bing dem Vorbild Google nach erstem Anschein auch in nichts nach: Tippfehler werden durch Nutzung eines internen Lexikons souverän erkannt, daraufhin werden die Suchergebnisse für den korrekten Suchbegriff (selbstverständlich nach Relevanz sortiert) angeboten:

bing Screenshot

Die Unterschiede zwischen Bing und Google stecken im Detail – u.a. in den Spezialsuchen, wie der Bilder- und Videosuche. Hier glänzt Bing mit ausgefeilter Technik und pfiffigen Filtermöglichkeiten: Vor allem das elegante Nachladen durch AJAX bei Bildern und das Anspielen von Videos per Mouseover wirken bestechend frisch.

Momentan tut sich fast jeden Tag etwas Neues bei bing. Microsoft gibt sich anscheinend alle Mühe, das beta-Stadium hinter sich zu lassen. Noch sind Funktionen wie Maps oder xRank (das Nachverfolgen der Beliebtheit von Personen-Suchabfragen) auf Grund fehlender Daten für den Benutzer zwar nicht zu gebrauchen, aber auch diese Funktionen wird Microsoft wohl in naher Zukunft ähnlich den Google-Funktionen ausbauen und dementsprechend anpassen. Mit geeigneten Partnern wie ciao! in der Produktsuche wird man bestimmt schnell einig werden.

Fazit: bing kann sich derzeit in Sachen Usability, Design und Funktionalität durchaus mit Google messen. Vor allem das ansprechende Design und die teilweise AJAX-basierte Umsetzung sind eine willkommene Abwechslung im Google-Alltag. Bleibt abzuwarten ob und wie Google kurzfristig auf die gelungene Konkurrenz reagiert, und ob sich bing weiter entwickeln und durchsetzen kann.

Demnächst erscheint an dieser Stelle ein Vergleich der Suchergebnisse von Google und bing – wer nicht so lange warten möchte, bilde sich sein eigenes Urteil auf hello-engines.de bzw. blindsearch.fejus.com.