Die Lesegeschwindigkeit bei Online-Medien unterscheidet sich stark von derjenigen bei Print-Medien. Diese Tatsache ist schon des längeren bekannt, nun hat sich Google ein Patent zur Messung der Lesegeschwindigkeit im Internet zusprechen lassen.

Wie schnell wir am Monitor Texte lesen? Das weiß bald Google. (Bildquelle: Jeremy Keith / flickr CC-BY)

Laut dem Patent benötigt es je nach Sprache einer unterschiedlichen Anzahl von Worten und Zeichen, um ein und denselben Sachverhalt darzulegen. Der Plan von Google sieht folgendes vor: in bestimmte Dokumente sollen Marker zur Messung der Lesegeschwindigkeit eingepflegt werden. Anhand dieser Marker soll die durchschnittliche Lesegeschwindigkeit bestimmt werden können. Diese Daten sollen, so Googles Vorhaben, später auf andere Inhalte übertragen werden. Interessant ist dieses Patent auch im Zusammenhang mit dem sog. Author-Rank, zu dessen Bemessungsgrundlage auch die Verweil- und daher auch die mutmaßliche Lesedauer gehört.

Ob und wie sich diese Technologie auf den Bereich der Suchmaschinenoptimierung auswirken wird, bleibt abzuwarten. Dieses neue Patent macht jedoch deutlich, dass Google nach wie vor daran gelegen ist, seinen Nutzern nützliche Inhalte zu liefern. Ein Faktor nützlicher Inhalte ist verständlicherweise der Komfort, mit dem sich diese rezipieren lassen.

Das komplette Patent lässt sich online nachlesen: Link

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