Wieder wurde ein soziales Netzwerk Opfer einer großen Hacking-Aktion. 6,5 Millionen Accounts wurden bei LinkedIn gehackt, heißt es bei Internetworld.de. Die Passwörter, welche allesamt nur leicht verschlüsselt, sehr kurz oder schlicht sehr geläufig waren, wurden auf einer russischen Webseite veröffentlicht. Die Nachricht macht wieder darauf aufmerksam, dass komplexe Passwörter im Internet immer zu bevorzugen sind, auch wenn das Merken derselben weniger komfortabel sein mag.

Passwörter bei LinkedIn geleaked
Auch bei LinkedIn wurden nun viele Passwörter geknackt. (Foto: Angel Arcones / flickr.com CC BY)

Im offiziellen Blog des Karrierenetzwerks LinkedIn wurde bestätigt, dass eine gewisse Anzahl von Accounts kompromittiert sei, eine genaue Zahl wurde dort jedoch nicht genannt. Das weitere Vorgehen von LinkedIn sieht wie folgt aus:

Die betroffenen Konten wurden gesperrt; die Kontoinhaber wurden per E-Mail darüber informiert, dass und wie sie ihre Passwörter zurücksetzen/ändern müssen und in einer zusätzlichen Mail wird die genaue Situation näher erläutert. Die Wahl eines komplexeren Passwortes wird empfohlen.

Wer sich eine Einführung zur Erstellung sicherer Passwörter zu Gemüte führen möchte, findet bei Verivox eine ausführliche Anleitung. Wessen Passwörter zu kurz sind oder zu leicht erraten werden können, sollte hier einen Blick riskieren. Sichere Passwörter: Eine Anleitung

Photoquelle: Link

Lautes Geschrei in der Agentur. Was war passiert? Einige Kollegen die heute morgen ihren Browser Firefox gestartet haben, wurden vom Auto-Update begrüßt und die neueste Version von Firefox wird automatisch installiert. Laut Release-Notes soll das Update einige Sicherheitslücken schließen und weniger häufig abstürzen – man lässt das Update also durchlaufen.

Auf den ersten Blick sieht alles aus wie immer. Doch dann wurde die erste Seite mit einem Passwortschutz aufgerufen – kein Problem mit dem eingebauten Passwortmanager von Firefox – aber nix passiert! Das Passwort wird nicht eingetragen. Ein prüfender Blick in die Einstellung besagt, dass der Manager-Dienst aktiviert ist, doch funktionieren tut es nicht.

Eine kurze Recherche im Internet ergab, dass dieses Problem bei vielen Firefox-Benutzern aufgetreten ist und es auch bald einen weiteren Patch geben wird.

Als kurzfristige Lösung muss man aktuell die „alte“ Firefox Version 3.0.1 installieren, welches alle Passwörter wieder wie gewohnt zum Vorschein bringt. Wer also das gleiche Problem hat, sollte diesen Downgrade durchführen. Die Passwörter werden nämlich nicht von der Version 3.0.2 gelöscht, sondern können lediglich nicht gefunden werden.

Wir empfehlen des Weiteren, die Passwörter regelmäßig zu sichern. Dies kann man ganz einfach anstellen:

Dazu kopiert man das Verzeichnis
c:Dokumente und EinstellungenDEIN BENUTZERNAMEAnwendungsdatenMozillaFirefox an einen sicheren Ort, zippt und speichert das Archiv ggf. mit einem Passwort.

Für einen allgemeinen Passwort-Safe, zur übergreifenden Ordnung über die eigenen Passwörter für unterschiedlichste Zugänge, empfiehlt sich KeePass. Hiermit braucht man sich nur noch ein „Master“-Passwort zu merken und hat alle weiteren Zugänge im Schnellzugriff zur Verfügung.

Fazit: Wir wussten schon immer, dass 301 besser ist als 302. 😉