Bei gleichbleibendem Angebot und stabilen Preisen gibt es drei wesentliche Faktoren im Onlinehandel, die Umsätze des Shops zu steigern. Traffic ist der erste wichtige Baustein. Nutzer müssen zum Shop gelangen – am besten gleich in rauen Mengen. Konversion ist das zweite Schlagwort. Aus Besuchern müssen Kunden werden. Der dritte mögliche Hebel ist das durchschnittliche Ordervolumen. Hier geht es darum, die Warenkörbe der Kunden so prall zu füllen, wie es nur möglich ist.

Die drei angesprochenen Hebel sind untrennbar miteinander verbunden. Müßig scheinen daher die Diskussionen, was wichtiger ist. Sicherlich steht das Generieren von Traffic in ausreichender Menge am Anfang aller Überlegungen. Traffic ist wichtig für alles Weitere. Überlegungen dazu, wie aus Besuchern Kunden werden sind wenig sinnvoll, hat der Shop schlichtweg keine Besucher. Zu Beginn heißt es also immer: Traffic generieren. Traffic für Shops lässt sich auf vielfältige Weise erzeugen: Möglichst gute Platzierungen in den SERPs, Affiliate- und Advertising-Programme, Engagement auf sozialen Plattformen, Aktionen und Rabatte die möglichst umfassend publik gemacht werden – all das und noch viel mehr lässt sich nutzen, um Besucher in den eigenen Shop zu locken.

Die vielen Besucher nützen jedoch recht wenig, wenn es nicht gelingt, den Traffic in Umsatz umzuwandeln. Im zweiten Schritt steht also die Konversions-Optimierung im Fokus. Auch hier stehen wieder zahlreiche Mittel und Best Practices zur Auswahl. Einen Überblick darüber gibt es in unseren Tipps zur Optimierung der Conversion-Rate.

Hat man es geschafft, Traffic auf den Shop zu lenken und diesen Besucherstrom in Kundschaft umzuwandeln, bleibt noch ein letzter, entscheidender Hebel, die eigenen Umsätze deutlich zu steigern: kurbeln Sie das Umsatzvolumen pro Bestellung und/oder Kunde an. Hier finden sich erprobte Best Practices, einige längst bekannt von klassischen, stationären Anbietern – ja sogar vom Bäcker um die Ecke.

1. Cross- und Upselling

Dier Klassiker im Handel. Cross- und Upselling – Praktiken sind keine Neuerfindungen des Internets. Schon im stationären Handel werden diese Techniken von klugen Verkäufern genutzt, um die eigenen Umsätze anzukurbeln.

Nehmen wir an, ein Bekleidungsgeschäft geht mit einem spektakulären Angebot an die Öffentlichkeit. Eine eigentlich teure und begehrte Handtasche ist zum stark rabattierten, erschwinglichen Preis zu haben. Für die Dauer der Aktion kann sich der kluge Verkäufer nun ausrechnen, weshalb das Gro der (Neu-) Kunden sein Geschäft besuchen wird: man (oder besser: Frau) will die Handtasche.

Der kluge Verkäufer platziert also die reduzierte Ware möglichst weit weg von der Kasse, so dass jeder Kunde, der die Handtasche kaufen möchte, noch einem weiten – und darauf kommt es an: genau gesteuerten – Weg durch das Geschäft bis zur Kasse zurücklegen muss. Der Verkäufer kennt seine Kundschaft und er weiß selbstredend auch, in welchen Farben er die reduzierte Tasche anbietet. Was liegt also näher, als die überglücklichen Kundinnen auf ihrem Weg zur Kasse gezielt vorbei an den passenden Schuhen oder auf die Taschen abgestimmte Accessoires zu lenken?

Online lassen sich solche Praktiken viel leichter umsetzen, als es im klassischen Handel der Fall ist. Der Vorteil: Hier braucht es gar kein spezielles Angebot, um zu erfahren, weswegen die Kunden gerade den Shop besuchen. Ist eine Cross/Upselling Technik implementiert, können Informationen darüber, was sich in den Warenkörben der Kunden befindet, jederzeit automatisch ausgelesen und verwertet werden. Auch muss, anders als im klassischen Handel, der Weg zur Kasse nicht verlängert oder im Vorfeld verändert werden. Indem die Produkte in den Warenkörben erkannt werden, können in Echtzeit dazu passende (Relevanz ist ganz wichtig!) Produkte angeboten werden. Sorgen Sie also unbedingt dafür, dass die notwendigen Cross- und Upselling Routinen in Ihren Shop implementiert sind. In vielen Shopsystemen, wie etwa in Magento, lassen sich solche Zusatzfunktionen einfach in Form eines oft sogar kostenlosen Moduls hinzufügen.

2. Versandkostenbefreiung

Sie haben Up- und Crosselling – Routinen eingebunden? Super. Dann können Sie jetzt zusätzliche Anreize schaffen, damit ihre Kunden davon Gebrauch machen. Ein gern genutztes Mittel ist die Befreiung von Versandkosten ab einem bestimmten Bestellwert. Amazon etwa hat eigens dafür Mini-Artikel, wie einzelne Schokoladentafeln, in das Programm aufgenommen, die den Kunden dabei helfen sollen, den geforderten Wert von 20€ zu erreichen.

Bieten Sie Ihren Kunden die Möglichkeit, durch einen höheren Bestellwert einen Vorteil für sich zu generieren und sie werden davon Gebrauch machen. Natürlich dürfen Sie nicht vergessen, diese Option auch bekannt zu machen. Ganz sicher fährt man dabei mit einer direkten Ansprache während des Bestellvorgangs. Informieren Sie Ihren Kunden nicht nur über die anfallenden Versandkosten, sondern zeitgleich auch darüber, dass er nur noch für Summe X zusätzlich kaufen müsste, um von einem kostenlosen Versand zu profitieren – und versorgen Sie Ihn dann auch gleich mit relevanten Vorschlägen, womit der Warenkorb noch gefüllt werden könnte.

Auf ähnlichem Wege lässt sich auch eine längere Kundenbindung erreichen. Einige Shops bieten bereits Versand-Flatrates an. Für eine jährliche Gebühr kann sich der Kunde so von den eigentlich anfallenden Versandkosten befreien. Die Chancen stehen dann gut, dass der Kunde, der diese Flatrate gebucht hat, ihren Shop weit mehr als einmal aufsuchen wird und so zu einem Stammkunden wird, der gern bereit ist, Ihre Angebote auch innerhalb seines sozialen Netzwerkes weiterzuempfehlen.

3. Im Dutzend Billiger

Ein weiterer Weg, die Cross- und Upselling Angebote weiter zu befeuern, besteht darin Rabatte in Abhängigkeit von der gekauften Menge/Artikelanzahl zu gewähren. Hierzu lassen sich gleich mehrere Umsetzungsmöglichkeiten integrieren.

Sie können einen Rabatt an ein bestimmtes Produkt binden. Statt eine DVD stumpf mit 50% Rabatt als Angebot zu offerieren, könnten sich die Kunden einen ganz eigenen Rabatt auf diese DVD verdienen. Vielleicht bietet es sich ja an, 20% Rabatt auf diese DVD pro weiteren gekauften Artikel anzubieten. So können sich Ihre Kunden die DVD selbst zum Geschenk machen – sie müssen dazu lediglich fünf zusätzliche Filme in ihren Warenkorb legen.

Weitere Spielarten dieser Strategie sind der altbekannte Mengenrabatt oder geschenkte Artikel ab einer bestimmten Bestellmenge/einem bestimmten Bestellwert. Rabatte lassen sich im Prinzip an fast jede Handlung knüpfen, die ein Kunde in Ihrem Shop ausführen kann (Zusatzkäufe, Empfehlungen, Likes, Bewertungen und Kommentare, Aufnahme eines Artikels auf seine Wunschliste, Bestellwert…). Hier darf man ruhig einmal seiner Kreativität freien Lauf lassen.

4. Spenden

Solche Rabatte zeigen aber nicht nur dann Wirkung, wenn sie auf den Kunden übertragen werden. Rabatte geben in erster Linie ein gutes Gefühl beim Einkauf. Dieses gute Gefühl lässt sich jedoch auch anders erzeugen. Jede eben angesprochenen Möglichkeiten, mehr Umsatz über Vergünstigungen zu generieren, lässt sich auch auf Spenden im Namen der Kunden übertragen. Sie können jeden Cent Rabatt ebenso gut in einen Spendencent umrechnen.

Statt dem Kunden Verbilligungen beim (Mehr-) Kauf anzubieten, kann es genauso Effektiv sein, den Kunden dadurch zum Kauf zu animieren, dass Teile des Umsatzes direkt an eine wohltätige Organisation weitergegeben werden. Sein eigener Rabatt wird dann quasi für einen guten Zweck zur Verfügung gestellt. Besonders effektiv sind solche Maßnahmen dann, wenn man sich für eine Sache einsetzt, die ohnehin gerade sehr populär ist. Saisonale Aktionen, wie etwa der Red Nose Day liefern aufgrund der ohnehin hohen Medienpräsenz die optimale Gelegenheit, mehr Umsatz zu generieren, indem man einen Teil dieses Umsatzes an eine gute Sache weitergibt.

5. Erleichterungen

Immer mehr Aufgaben und immer mehr Informationen bei immer weniger Zeit. Der (Einkaufs-) Alltag ist komplexer geworden. Kunden freuen sich daher über alles, was diese Komplexität wieder zu reduzieren vermag. Alles, was den Alltag ein wenig übersichtlicher gestaltet ist gern gesehen und gern gekauft.

Ein einfacher Weg Ihren Kunden das Leben ein wenig zu erleichtern und dabei den eigenen Absatz anzukurbeln, besteht darin, passende Produktpakete anzubieten. Viele Produkte gehören einfach zusammen, d.h. man kann davon ausgehen, dass ein Kunde der sich Maler-Pinsel in seinen Warenkorb legt, auch nach Schutzfolien, Abklebeband und  vielleicht einem Teleskopstab suchen wird. Unter Umständen würde sich unser Heimwerker vielleicht all diese Produkte in Ihrem Shop zusammensuchen – vielleicht würde er aber auch für jedes einzelne auf eine neue Preisvergleichssuche gehen. Helfen Sie dem Kunden dabei, die Besorgungen für sein Renovierungsvorhaben möglichst einfach zu erledigen und behalten Sie ihn so in Ihrem Shop. Bieten Sie das entsprechende Komplettpaket, vielleicht mit einem speziellen Rabatt an. Im besten Fall kauft der Kunde dann einzelne Paketteile bei Ihnen zu einem höheren Preis, einfach, weil die Erleichterung seines Alltags ein paar Euro wert ist.

6. Spielen Sie mit Ihren Kunden

Ein wenig Unterhaltung, ein kleiner Appell an das Kind im Kunden, ein wenig die Sammelleidenschaft befeuern: auch das steigert das durchschnittliche Ordervolumen. Vom Kaufhaus, über den Bäcker bis zur Tankstelle – Payback ist längst Standard und die Kunden sammeln gern. Verleihen Sie Ihrem Payback Angebot noch eine spielerische Note. Lose und Bilder statt digitaler Punkte, vielleicht ein virtuelles Puzzle. Ihre Kunden können dann die einzelnen Puzzleteile als Zugabe zu jeder Bestellung erhalten. Je nach Ordervolumen gibt es einmal ein Teil mehr, mal ein Teil weniger, so dass die Sammelleidenschaft Ihrer Kunden und der in Aussicht gestellte Gewinn dafür sorgen, dass doch einmal ein Artikel mehr eingepackt wird, um ein weiteres, noch fehlendes Puzzleteil zu erhalten.

Auch hier sind Ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Schaffen Sie einen Mehrwert, indem Sie Ihre Kunden unterhalten und kurbeln Sie so Ihren Umsatz an. Wenn es Ihnen gelingt, das Angebot besonders ausgefallen oder witzig zu gestalten, können Sie hier sogar auf virale Effekte hoffen.

7. Der Klassiker zum Schluss – Cashback

Gutschriften sind eigentlich nichts weiter als Rabatte. Aber Gutschriften sind greifbarer. Eine Gutschrift fühlt sich fast so an, wie bares Geld. Bieten Sie Ihren Kunden einfach mal den Klassiker unter den Verkaufsfördernden Maßnahmen an. „Jetzt für 50€ einkaufen und für den nächsten Einkauf gibt es 10€ geschenkt“, ist ein Versprechen, das nicht nur dafür sorgen kann, dass Ihre Kunden den aktuellen Warenkorb bis zum geforderten Limit füllen. Wer das getan hat, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch ein zweites Mal in Ihrem Shop einkaufen. Regelmäßige Besuche mit vollen Warenkörben. Mehr kann sich ein Shopbetreiber kaum wünschen.

Fazit:

Neben all den wichtigen Fragen, die sich damit befassen, wie man Besucher in seinen Shop lenkt, werden Überlegungen zur Optimierung von Konversion und Ordervolumen gerade von Einsteigern oft vernachlässigt. Aber was kann für einen Shopbetreiber vielversprechender sein, als Kunden zu gewinnen, die oft und entsprechend viel einkaufen. Je mehr Umsatz ein einzelner Kunde für den Shop generiert, umso stärker rentieren sich die Anstrengungen, die unternommen werden mussten, den Kunden zu gewinnen – trivial aber wichtig und hin und wieder übersehen.

Wenig spricht dagegen einmal die gesamte Palette der hier vorgestellten volumensteigernden Maßnahmen auszuprobieren. So lässt sich schnell herausfinden, welche der Strategien, bzw. welcher Strategien-Mix für den eigenen Shop am besten funktioniert und in verschiedenen Spielarten zum Dauerbrenner der eigenen Marketingstrategie werden kann.

Heute möchten wir wieder einmal einen ganz besonderen Kunden vorstellen, den wir in allen Disziplinen des Online Marketings, in der Webentwicklung sowie im Social Media Marketing rundum betreuen. Die Rede ist von ZOO & Co., dem bekannten Spezialisten für Heimtierbedarf. Neben den über 160 Märkten die sich über das ganze Bundesgebiet verteilen, verdienen insbesondere die Website mit ihrem umfangreichen Ratgeber-Bereich, als auch der neue Onlineshop große Beachtung.

ZOO & Co. Logo

Im ZOO & Co. Onlineshop wird dem begeisterte Tierfreund einiges geboten, denn hier findet sich hochwertiger Heimtierbedarf bekannter Marken. Ob Trockenfutter oder Kratzbaum, von Pflegeprodukten hin zu Aquarien, Spielzeug und nützlichem Zubehör – hier bleibt kein Wunsch offen.

Der ausgedehnte ZOO & Co. Ratgeber bietet Hilfestellungen und Tipps zu allen erdenklichen Fragen rund um Ihr Heimtier.

Treue ZOO & Co. Kunden können bei ihren Einkäufen für ihre flauschigen Vierbeiner, stolzen Reptilien, flinken Fische oder gefiederten Freunde sogar richtig Prozente machen – die ZOO & Co. freunde-Karte verspricht viele Rabatte und exklusive Sonderaktionen.

Für uns ist sicher, dass ZOO & Co. die Herzen aller Tierfreunde höher schlagen lässt. Daher freuen wir uns besonders über das uns entgegengebrachte Vertrauen und sehen einer angenehmen und erfolgreichen Zusammenarbeit entgegen.

Am 19. und am 21. März laden wir speziell Betreiber von Online Shops in unser Berliner Büro ein, um Schwerpunktthemen in der Suchmaschinenoptimierung von Shops und die neuesten Entwicklungen im Bereich Google Shopping zu besprechen.

Vor allem letztere dürften in letzter Zeit einige Gemüter erregt haben, denn durch die Umstellung der kostenlosen Google Produktsuche auf kostenpflichtige Product Listing Ads hat Google einen weiteren Schritt zur Monetarisierung seines Angebots unternommen. Gleichzeitig unterliegen die neuen Produktanzeigen strengen Anforderungen an die gelieferten Daten. Damit sind die PLAs nicht nur ein zusätzlicher Kostenfaktor im Marketingbudget von Internet-Versandhändlern, sondern machen häufig auch weitreichende Anpassungen am Shopsystem erforderlich.

Dieses und weitere Themen möchten wir mit Ihnen in unserem ca. zweistündigen Workshop genauer beleuchten.Workshop Online Marketing für Shops (mehr …)

Stetiger Wandel und regelmäßige Updates gehören zu Google wie der Fisch ins Wasser. Mit dem heute angekündigten Update vollzieht Google allerdings einen Kurswechsel, der in seiner Form bisher einmalig ist – die Google Produktsuche wird zukünftig kostenpflichtig!

Wann dies in Deutschland der Fall sein wird ist noch nicht bekannt, allerdings wird die Umstellung außerhalb der Vereinigten Staaten nicht mehr im Jahr 2012 erfolgen. Mit der Umwandlung in ein kostenpflichtiges Produkt strebt Google nach eigenen Angaben  eine Verbesserung der Suchergebnisse an. Laut Google wünschen die Nutzer heute mehr, als es ein einfaches Listing aus blauen Links bieten kann.

Die permanente Analyse eingereichter Feeds, das Auffinden und der Abgleich mit entsprechenden Produkten auf der Webseite des Händlers stellt hohe Anforderungen an Googles Ingenieure. Bezieht man ein, dass viele Online-Shops einen bedeutenden Teil Ihres Traffic über die Google Produktsuche beziehen, macht diese Wendung auch aus ökonomischer Sicht für Google Sinn.

Einführung in den USA bis zum Herbst

Eingeführt wird die neue Produktsuche, für Google Updates und neue Services üblich, vorerst in den Vereinigten Staaten und soll dort bis zum Herbst abgeschlossen sein.  Jedoch werden bereits in Kürze erste Veränderungen an der Produktsuche und deren Einbindung mittels Universal Search im freien Feld auf google.com getestet. Hierzu zählt auch, mit als „Sponsored“ gekennzeichneten Produkteinblendungen, auf bisher für die Universal Search Einblendungen vorbehaltenem Platz zu experimentieren. (mehr …)

Bereits vor einiger Zeit berichteten wir über eine anstehende Gesetzänderung zum Bestellbutton. Diese würde momentan eine Vielzahl an deutschen Online-Shops betreffen, was schon bald eine Welle von Abmahnungen auslösen könnte. Denn der Gesetzentwurf wurde nun offiziell aufgenommen und tritt am 1. August 2012 in Kraft.

Symbolische Button-Darstellung
Online-Shops benötigen bald klarere Buttonbeschriftungen als diese. (Foto: Jacob Bøtter / flickr.com CC BY)

Welche Anpassungen müssen Sie jetzt an Ihrem Shop vornehmen?

Es bleibt also noch Zeit, den eigenen Shop an die neuen gesetzlichen Anforderungen anzupassen. Diese sind im Folgenden noch einmal zusammengefasst:

  1. Es gibt neue Einschränkungen hinsichtlich zulässiger Buttonbeschriftungen, die einen Kaufvertrag abschließen. Demnach z. B. zulässig: Kaufen, Kostenpflichtig bestellen, Zahlungspflichtigen Vertrag abschließen. Demnach aber z. B. unzulässig: Anmeldung, Weiter, Bestellen, Bestellung abschicken.
  2.  Es besteht eine gesteigerte Informationspflicht. Das bedeutet, dass alle wesentlichen Informationen, die mit dem Kaufvertrag zusammenhängen, unmittelbar vor einem Abschluss klar und deutlich dargestellt werden. Hierzu zählen: Merkmale der Ware / Dienstleistung, Vertragslaufzeit, Gesamtpreis, Versandkosten / sonstige Steuern und Kosten.
  3. Button und Informationen müssen räumlich unmittelbar zusammen dargestellt werden. Außerdem ist der Bestellbutton so zu positionieren, dass zunächst die oben genannten Informationen wahrgenommen werden.

Nach der neuen Gesetzgrundlage kommt bei Nichterfüllung der aufgeführten drei Punkte kein Vertrag zustande. Auch riskiert man eine Abmahnung und bietet so eine vermeidbare Angriffsfläche für Wettbewerber. Also: Bis spätestens zum 1. August 2012 sollten die geforderten Änderungen implementiert sein.

Der Gesetzentwurf zum Nachlesen: Link

Abschließend sei ergänzt, dass dies bitte nur als Information zum uns bekannten, aktuellen Sachstand zu betrachten ist und wir in dieser Sache keine juristische Gewähr übernehmen.

Photoquelle: Link

Bei gleichbleibendem Angebot und stabilen Preisen gibt es drei wesentliche Faktoren im Onlinehandel, die Umsätze des Shops zu steigern. Traffic ist der erste wichtige Baustein. Nutzer müssen zum Shop gelangen – am besten gleich in rauen Mengen. Konversion ist das zweite Schlagwort. Aus Besuchern müssen Kunden werden. Der dritte mögliche Hebel ist das durchschnittliche Ordervolumen. Hier geht es darum, die Warenkörbe der Kunden so prall zu füllen, wie es nur möglich ist.

Die drei angesprochenen Hebel sind untrennbar miteinander verbunden. Müßig scheinen daher die Diskussionen, was wichtiger ist. Sicherlich steht das Generieren von Traffic in ausreichender Menge am Anfang aller Überlegungen. Traffic ist wichtig für alles Weitere. Überlegungen dazu, wie aus Besuchern Kunden werden sind wenig sinnvoll, hat der Shop schlichtweg keine Besucher. Zu Beginn heißt es also immer: Traffic generieren. Traffic für Shops lässt sich auf vielfältige Weise erzeugen: Möglichst gute Platzierungen in den SERPs, Affiliate- und Advertising-Programme, Engagement auf sozialen Plattformen, Aktionen und Rabatte die möglichst umfassend publik gemacht werden – all das und noch viel mehr lässt sich nutzen, um Besucher in den eigenen Shop zu locken.

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Mitte letzten Jahres erblickte mal wieder eine neue soziale Plattform das Licht der Welt. Soweit nichts Spektakuläres. Soziale Plattformen schießen wie Pilze aus dem Boden und ebenso viele vergehen fast unbemerkt wieder. Pinterest hingegen scheint sich jedoch nicht nur zu etablieren, sondern sich ganz und gar zum „Game Changer“ zu mausern. Noch nichts von Pinterest gehört?

Pinterest und ECommerce

Was ist Pinterest?

Pinterest ist kurz gesagt ein Social Bookmarking Tool dem es auf hervorragende Weise gelungen ist, zwei wesentliche Anforderungen an soziale Netzwerke zu erfüllen: Visualisieren und Teilen.

Was Pinterest ist, erklärt sich bereits, wenn man sich den gut gewählten Namen dieser Plattform einmal genauer ansieht: Pin-terest. Genau! Da verstecken sich zwei Wörter „to pin“ und „interest“. Soll man hier pinnen, was einen interessiert? Exakt so verhält es sich!

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Bei vielen Online-Shops dürfte demnächst eine gesetzlich angeordnete Änderung anstehen. Anfang des Monats, am 02. März 2012, hat der Bundestag einen Gesetzesentwurf zur „Button-Regelung“ beschlossen. Der vollständige Name dieser neuen Regelung lautet „Gesetzesentwurf zur Änderung des Bürgerlichen Gesetzbuchs zum besseren Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher vor Kostenfallen im elektronischen Geschäftsverkehr und zur Änderung des Wohnungseigentumsgesetzes“.

Zunächst bleibt bei dieser Mitteilung zu bedenken: der Gesetzesentwurf ist noch nicht in Kraft. Zunächst muss er vom Bundespräsidenten unterzeichnet werden und wird erst dann nach einer 3-monatigen Frist verpflichtend sein. Man rechnet mit einer kompletten Umstellung zum Sommer 2012.

Doch was genau hat es mit dem neuen Gesetz auf sich?

Einfach ausgedrückt: wird beim endgültigen Bestellbutton nicht ausdrücklich darauf hingewiesen, dass mit einem Klick auf diesen ein Kaufvertrag zustande kommt, so ist eben dieser Kaufvertrag nichtig. Unter einem „ausdrücklichen Hinweis“ versteht man das Zusammenspiel mehrerer Faktoren.

  1. Informationspflicht  – Die wesentlichen Vertragsinformationen müssen vom Verkäufer unmittelbar vor Abschluss eines Bestellvorganges klar und hervorgehoben dargestellt werden. Wesentliche Vertragsinformationen: Merkmale der Ware / Dienstleistung, Vertragslaufzeit, Gesamtpreis, Versandkosten / sonstige Steuern und Kosten
  2. Der Bestell-Button muss eindeutig bezeichnet sein. Zulässig sind nach der neuen Regelung folgende Bezeichnungen: „zahlungspflichtig bestellen“ – „kostenpflichtig bestellen“ – „zahlungspflichtigen Vertrag schließen“ – „kaufen“

Nachfolgend einige Beispiele für Button-Bezeichnung:

Unzulässige Buttons

Zulässige Buttons

Einkaufen im Internet erfreut sich immer größerer Beliebtheit und ist ein Wachstumsmarkt. Immer mehr Kunden genießen es, bequem von zu Hause aus zu bestellen und damit – besonders im Weihnachtsgeschäft – überfüllten Geschäften und langen Warteschlangen vor der Kasse aus dem Weg zu gehen. Oftmals findet man im Internet auch günstigere Preise, da Onlineshops in der Regel geringere Fixkosten haben.

Unternehmen bieten deswegen Ihre Waren oder Dienstleistungen nun öfter auch im Internet an oder konzentrieren sich sogar ausschließlich auf den Onlinehandel. Um im Onlinesegment erfolgreich zu sein, bedarf es aber mehr als nur günstiger Preise. Das Sortiment sollte umfangreich und die Website ansprechend gestaltet sein. Bei der Wahl des Shopsystems sollte man darauf achten, dass eine Suchmaschinenoptimierung möglich ist. Einige Shopsysteme erschweren den Suchmaschinen das Indizieren der einzelnen Seiten z. B. durch Session-IDs oder dynamische URLs. Durch die Suchmaschinenoptimierung wird die Grundlage geschaffen, um in den Suchergebnissen von Google & Co weit vorne zu erscheinen und dadurch möglichst viele Besucher und potentielle Kunden auf die eigene Website und in den eigenen Shop zu locken.

Wenn ein Besucher Ihren Onlineshop gefunden hat und er einen Artikel kaufen möchte, dann ist es wichtig, ihm möglichst viele Zahlungsweisen anzubieten. Die Studie „Erfolgsfaktor Payment – Der Einfluss der Zahlungsverfahren auf Ihren Umsatz“ kam zu dem Ergebnis, dass Vorkasse in Onlineshops sehr unbeliebt ist und potentielle Kunden abschreckt. Wird nur die Zahlung per Vorkasse angeboten, suchen 79% der Kunden nach einem anderen Anbieter. Bietet man dagegen parallel das Lastschriftverfahren und Bezahlung per Kreditkarte an, sinkt die Kaufabbruchquote durchschnittlich um etwa 60%. Darüber hinaus lässt sich die Abbruchquote im Schnitt um ein weiteres Drittel senken, wenn der Anbieter über ein Gütesiegel verfügt.
Somit gilt auch für den Onlinehandel: Nicht alleine der Preis ist entscheidend, sondern auch der Service.