Es besteht keine Frage darüber, dass es gute Gründe für Abmahnungen gibt – auch oder gerade durch die jeweilige Konkurrenz. Dennoch sollten Abmahnwellen nicht das erste Mittel der Wahl sein. Andernfalls artet das Ganze in regelrechten Missbrauch aus.

Und um ungerechtfertigten Abmahnungen entgegenzuwirken, hat der Händlerbund eine Initiative mit dem Titel „FairCommerce – gegen Abmahnmissbrauch“ ins Leben gerufen.„FairCommerce“: Onlinehändler gegen Abmahnmissbrauch. [Infografik]

Wir haben uns das Projekt mal angesehen und zeigen nun, worum es dabei geht. So viel sei schon einmal verraten: FairCommerce erntet jede Menge Zustimmung der Verbandsmitglieder. (mehr …)

Es vergeht kaum ein Tag, an dem in den Medien nicht von einer größeren Cyberattacke oder gar einem „neuen“ Cyberkrieg die Rede ist. Während sich viele Medienberichte sowie entsprechende Angriffe aus dem Netz um aktuelle politische Konflikte drehen, also die Aggressionen u. a. auch politisch oder ideologisch begründet sind, stehen insbesondere Unternehmen mit steigender Tendenz immer wieder im Fokus der virtuellen Attacken. Neben der schlichten monetären Bereicherung beispielsweise durch mafiöse Erpressung spielen im Hintergrund auch verstärkt Konkurrenzkampf und Wirtschaftsspionage eine Rolle. Halt macht das Ganze auch nicht vor kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), die einen Online-Vertrieb betreiben. Grund genug also, sich dem Thema mal ein wenig anzunehmen. (mehr …)

Wieder gibt es Neuigkeiten von Googles obersten Antispam-Beauftragten Matt Cutts. Dieser soll sich auf der SXSW-Konferenz über Internetshops geäußert haben. So soll den „schlechten“ Vertretern ein gutes Ranking in der SERPs erschwert werden. Noch in diesem Jahr soll ein entsprechender Algorithmus eingebaut werden.

Doch was genau macht einen „schlechten“ Online-Shop aus? Bei Google sei man daran interessiert, seine Nutzer vor schlechten Einkaufserfahrungen zu schützen. Das könnte nun bedeuten, dass sich ungünstige Rezensionen stärker auf die Positionierung in den Suchergebnissen auswirken. Allerdings ist man sich wohl auch bei Google bewusst, dass Rezensionen zu immer größeren Teilen auch von konkurrierenden Anbietern oder Agenturen geschrieben werden. Somit ist davon auszugehen, dass weitere Faktoren berücksichtigt werden.

Cutts wartet wieder mit anstehenden Algorithmus-Neuerungen auf.

Cutts zu den Faktoren, die den Algorithmus beeinflussen werden:

We are trying to ask ourselves, are there other signals that we can use to spot whether someone is not a great merchant, and if we can find those, and we think that they are not all that spammable, then we’re more than happy to use those.

Es bleibt abzuwarten, ob, wie und wie stark sich der nun zu erwartende Algorithmus auswirken wird.

Eine neue Erkenntnis macht sich mittels einer Studie zurzeit bekannt. Unter dem Titel „Vertrauensbildende Maßnahmen im E-Commerce auf dem Prüfstand“ untersuchte das ECC, das E-Commerce-Center Handel, die Auswirkungen von Gütesiegeln, Zahlungsverfahren und Kundenbewertungen im Online-Handel. Hierbei konnte sich vor allem folgende Feststellung herauskristallisieren:

„Je teurer die Produkte desto wichtiger das Zahlungsverfahren.“

Auswirkungen auf die Conversionrate
Die Wirkung vertrauensbildender Maßnahmen auf die Konversionsrate nach Produktpreis in Prozent.

So ist die Wirkung von angebotenen Zahlungsverfahren im hohen Preisniveau, also jenseits von 200 Euro, annähernd doppelt so groß wie im mittleren Preisniveau, welches bei ca. 65 Euro liegt. Das Angebot an Zahlungsmethoden, so das ECC in der Pressemeldung zur Studie, wirke sich vertrauensbildend auf den gesamten Online-Shop aus. Besonders die Zahlung per Rechnung als auch das Zahlungsverfahren via PayPal steht hiernach hoch in der Gunst bei potentiellen Käufern.

Generell haben Frauen die Bedeutung der gebotenen Sicherheit durch Zahlungsverfahren höher eingestuft als dies bei Männern der Fall war. Mit zunehmenden Alter wurde ein generell höherer Wert auf die Sicherheit der Zahlungsmethode gelegt. Die Bedeutung von Kundenbewertung hingegen spielt bei der Gruppe eine größere Rolle, die sich gewohnt mit dem Social Web auseinander setzt.

Die komplette Studie wurde in ähnlicher Form bereits 2008 durchgeführt. Jetzt konnten die Ergebnisse aktualisiert und erweitert werden. Durch Maßnahmen zur Steigerung der Vertrauenswürdigkeit konnten laut Studie Steigerungen der Konversionsrate um bis zu 23,4 Prozent erreicht werden.

Ein paar Zahlen zur Studie an sich: Diese wurde unter etwa 750 Probanden durchgeführt, welche insgesamt ca. 19.000 Online-Käufe simuliert haben. Komplettiert wurde das empirische Fundament durch eine Online-Befragung unter etwa 1.000 Online-Shoppern in Deutschland.

Hier kann man die Pressenmitteilung des ECC einsehen und herunterladen: Link