Ist das Ende aller organischen Keyworddaten nun gekommen?

 

Die SEO-Spezialisten in der ganzen Welt schauen schon seit Monaten mit sorgenvollen Blicken auf die zunehmende Verschleierung der Keyworddaten durch Google. Jetzt scheint eine neue Zäsur erreicht zu sein. Über zahlreiche Nachrichtenseiten vermelden Betreiber von Webseiten zunehmend einen deutlichen Anstieg von sogenannten ”not provided“-Angaben. Das heißt, dass der Webseitenbetreiber mit entsprechenden Analysetools (i.d.R. Google Analytics) immer weniger angezeigt bekommt, über welche Suchbegriffe die Besucher auf seine Seite gefunden haben. Google verschlüsselt allerdings nur die organischen Suchanfragen. Wird die Webseite über bezahlte Suchanfragen (Stichwort: Google AdWords) besucht, erhält der Betreiber weiterhin die gewohnte Analyse. Offiziell dient die Verschleierung dem Datenschutz von Internetnutzern. Fraglich bleibt bei der Begründung natürlich, warum die bezahlten Suchanfragen dann nicht auch verschlüsselt werden.

Not Privided

Seit November 2011 liefert die Webseite (Not Provided) Count einen sehr anschaulichen Überblick, über den zunehmenden Wegfall der Keyword-Referrer durch Google. Die Seite veröffentlicht den prozentualen Anteil der Not Provided-Daten von 60 ausgewählten Webseiten. Jetzt zeigt sich, dass der ohnehin stetig steigende Anteil seit Anfang August einen rasanten Anstieg erfahren hat. Wurden auf den besagten Seiten am 30. Juli noch 40,85 Prozent aller organischen Suchanfragen verschlüsselt, so sind es aktuell (Stand 23.09.2013) 75,19 Prozent. Mit einem Zuwachs von satten 84 Prozent hat sich also bei der Auswahl der sechzig repräsentativen Webseiten die Verschlüsselung innerhalb von knapp zwei Monaten gesteigert. Würde sich die Entwicklung so fortsetzen, dann prognostiziert (Not Provided) Count, wären ab dem 5. Dezember dieses Jahres alle organischen Suchanfragen von Google verschlüsselt. (mehr …)