Bei AKM3 hat man sich in der hiesigen SEO-Szene umgehört und darum gebeten, einige Tipps zum Linkbuilding darzulegen. Herausgekommen sind zahlreiche Beiträge. So werden auch einige Taktiken vorgestellt, die vielen neu sein dürften.

Fritz Oberhummer empfiehlt etwa, Linkbaits herzustellen, indem man den Menschen eine Stimme gibt. Er berichtet von einer Volksabstimmung, die rund um die dritte Landebahn am Flughafen München kreiert wurde. Wichtig sei bei einem solchen Verfahren, dass ein öffentliches Interesse besteht und es mindestens zwei widersprüchliche Positionen gibt. Zu diesem Thema wurde eine Landingpage erstellt, die eine Plattform zur Meinungsäußerung für Gegner und Befürworter darstellen sollte. Im Endeffekt wurde Oberhummer von den lokalen Printmedien interviewt und bekam jede Menge Backlinks für sein Projekt von verschiedenen Stellen.

Ein Tipp, den man in ähnlicher Form nicht zum ersten Mal hört, kommt von Simon Pokorny. Er empfiehlt die Macht der Bilder. Die Methode für qualitative Backlinks zielt hierbei auf das Ego der Menschen ab. Man fotografiere Berühmtheiten, verfasse Rezensionen und führe Interviews. Entscheidend ist hierbei natürlich ein guter Riecher für heiße Themen und für die richtigen Promis.

Nicolai Kuban empfiehlt Qualität und Kreativität. Ihm zufolge lohnt es sich, Zeit und Energie in die Produktion ausführlicher Whitepaper zu investieren. Diese sollte nach Möglichkeit natürlich Gebiete behandeln, auf denen man sich Zuhause fühlt. Ist ein Whitepaper fertiggestellt, kann man noch vor der Veröffentlichung eine Backlink-Wunschliste abarbeiten.

Eine weitere Möglichkeit, die ein gewisses Fachwissen voraussetzt, stellt Maik Metzen vor. Er berichtet von seiner Zeit bei Hitmeister, während der er ein Firefox Plugin programmiert hat. Dieses ließ sich kurze Zeit später direkt bei Hitmeister herunterladen und aufgrund seiner witzigen Idee ging das Tool viral. Es zeigte in der Browserzeile an, ob die Firmentoilette derzeit besetzt oder frei war.

Zahlreiche weitere Tipps finden sich direkt bei AKM3.

Infografiken sind gern genommene Traffic- und Backlink-Lieferanten. In sog. Linkbaitaktionen verteilte Infografiken dienen oft genug ausschließlich diesem Zweck. Die Logik dahinter stellt eine oft genug optimale Verbindung zwischen Zahlen-und-Fakten-Content und ansprechender optischer Aufbereitung dar. So werden immer wieder interessante und komplexe Inhalte auf leicht verständliche Weise im Internet herumgereicht.

Nun erreicht die Internetgemeinde via Matt Cutts eine zunächst verblüffende Meldung. Mithilfe von Infografiken generierte Backlinks könnten in nächster Zeit einiges an Wert verlieren. In einem Gespräch mit Eric Enge, das auf stonetemple.com veröffentlicht wurde, äußert Cutts, dass sein Verhältnis zu Infografiken ein kompliziertes sei. Einerseits erkennt er an, dass Infografiken eine interessante Möglichkeit bieten auf sich aufmerksam zu machen. Andererseits gibt Cutts zu bedenken, dass viele Infografiken nicht ausreichend recherchiert scheinen und sich thematisch teils weit vom Thema der eigenen Seite entfernen. Beim Sharen kämen auf diese Weise Links zustande, die ohne die Infografik so nicht gesetzt worden wären.

Beispiel einer Infografik
Stehen Infografiken vor einer Abstrafung? (Bildquelle: Cheryl Lawson / flickr.com CC BY)

Matt Cutts gibt die Schätzung ab, was den Erfolg einer Infografik positiv beeinflussen kann. Zunächst sollte sich die Infografik thematisch an das Thema der eigenen Seite ausrichten.  Des Weiteren müsse ausdrücklich auf die Notwendigkeit eines Backlinks bei der Verwendung der Grafik hingewiesen werden. Der Gegensatz hierzu sei ein versteckter Link, der sich in der Grafik als Verweis verbirgt. Aber: „I would not be surprised if at some point in the future we did not start to discount these infographic-type links to a degree.”

Es gibt der „Abstrafung” von Infografiken einiges entgegenzuhalten. Schließlich kann man argumentieren, dass die Infografik aus der natürlichen Entwicklung des Internets heraus entstanden ist. Sie vermittelt komplexe Informationen auf anschauliche Weise. Ein Link, der durch eine Infografik entstanden ist, entspricht zumindest einer Empfehlung der Grafik an sich und somit auch indirekt einem Lob für den Urheber.

Bildquelle: Link

Google hat beschlossen, es wäre einmal mehr an der Zeit, einen Tipp zum Content zu geben. Der Ratschlag des Tages lautete in seiner Quintessenz: Schaffe guten Content, dann schaffst du gute Positionierungen.

Natürlich ist es so: Seiten, die schlechten Content bieten, haben textlich keinen Mehrwert für ihre Besucher. Somit ist es unwahrscheinlich, dass sich diese Seiten herumsprechen und weiterempfohlen bzw. verlinkt werden. Zumindest, was ihren Text angeht.

Googles Beispiel für schlechten Content:

Ein Bett ist ein wichtiges Möbelstück, denn man kann darin schlafen. Die meisten Leute schlafen nachts. Man kann billige Decken im Laden kaufen. Eine Decke hält nachts warm. Man kann aber auch einen günstigen Heizlüfter kaufen. Der Heizlüfter ist in vielen Fällen die bessere Option, denn er produziert mehr Wärme und kann im Sommer abgestellt werden, wenn man den Frankreich Urlaub bucht.“

Wenn man z.B. ein unschlagbares Angebot parat hat oder ein besonders witziges oder hippes Produkt führt, stehen die Chancen für Fangenerierung nicht schlecht.

Dennoch. Als Faustregel gebietet schon der gesunde Menschenverstand, dass guter Content ein angenehmer Pluspunkt für Besucher ist. Man muss es zwar nicht gleich mit Wikipedia oder der Encyclopædia Britannica aufnehmen, nützliche Informationen in einwandfreier Grammatik zahlen sich aber vor allem auf lange Sicht aus.

Um tatsächlich und aktiv Links und somit Aufmerksamkeit zu generieren empfiehlt sich ein Crashkurs im Verfassen von Linkbaits. Die einfachste Methode hierfür sind Artikel im Stil von „Wie mache ich…“ oder „10 Tipps rund um…“. Sollte man an exklusive und frische Informationen gelangen, kann man hieraus auch seinen Nutzen ziehen – Wer zuerst kommt, holt sich auch zuerst die Besucher ab. Gerne genommen sind auch Übersetzungen von erfolgreichen fremdsprachigen Artikeln.