Larry Page, einer der beiden Gründer von Google, hat sich für das Magazin Wired interviewen lassen. In diesem Interview äußert er sich zur Mitarbeiterführung bei Google und gibt Einblicke in die Unternehmensphilosophie.

So sagt Page, dass es ihm wichtig ist, Risiken einzugehen und seinen Mitarbeitern Freiräume für große Projekte zu bieten. Gmail, so Page, kam schließlich auch zustande, als Google noch eine reine Suchmaschine war. Natürlich ist ihm neben der Schaffung neuer Angebote und neuer Projekte auch die Weiterentwicklung und Optimierung bestehender Angebote wichtig.

Hinsichtlich seiner Unternehmensphilosophie hält Page fest, dass er sich Gedanken rund um das Konkurrenzdenken zwischen Unternehmen und in Chefetagen gemacht hat. So sei es ihm wichtig, sich davon abzuwenden immer nur den Konkurrenten auszustechen. Auch in dieser Hinsicht sei der Mut zur Innovation von Bedeutung.

„I worry that something has gone seriously wrong with the way we run companies. If you read the media coverage of our company, or of the technology industry in general, it’s always about the competition. The stories are written as if they are covering a sporting event. But it’s hard to find actual examples of really amazing things that happened solely due to competition. How exciting is it to come to work if the best you can do is trounce some other company that does roughly the same thing? That’s why most companies decay slowly over time. They tend to do approximately what they did before, with a few minor changes.“

Bildquelle: Rex Sorgatz / flickr.com CC-BY

Vor mittlerweile 15 Jahren entwickelten die Studenten Sergey Brin und Larry Page ihre erste Suchmaschine, aus der dann 1998 Google entstand. Nachdem im Jahre 2001 Eric Schmidt die Leitung des Unternehmens als Chairman of the Executive Committee and Chief Executive Officer übernahm, geht  die Führung nun wieder zurück in die Hände von Firmengründer Larry Page.

„Klarere Aufgabenverteilung“

Der Übergang soll am 4. April geschehen, an dem dann Eric Schmidt die Rolle des Vorsitzenden des Verwaltungsrats übernimmt. Die Aufgabenverteilung soll nach Firmenangaben wie folgt gestaltet werden:
Larry Page führt das Tagesgeschäft, Sergey (Michailowitsch) Brin – aktuell President of Technology – die strategische Ausrichtung der Produkte und Eric Schmidt übernimmt den Bereich Kooperation und Übernahmen.

Zur Person Larry Page

larry-pageLawrence Edward Page (38), besonders durch den von ihm entwickelten und benannten PageRank bekannt, ist studierter Informatiker der renommierten Stanford University, auch wenn er seine Promotion nie abgeschlossen hat. Auch wenn sein genaues Vermögen nicht bekannt ist, darf man davon ausgehen, dass er mit 38.000.000 Google-Aktien zu den reichsten Menschen der Welt gehört. Anders als Eric Schmidt, der schon viele Unternehmen (Sun, Novell, Apple) geführt hat und auch zum offiziellen Beraterteam von Präsident Obama gehört, hat er aber keine Erfahrungen außerhalb Google Inc. sammeln können.

Scheinbar zur Feier des Tages gab es zudem ein PageRank-Update. 😉

Bild-Quelle: Wikipedia