In den Medien führt aktuell kaum ein Weg vorbei an den Statements amerikanischer Präsidentschaftskandidaten. Und beim Hype um Clinton, Sanders und Trump mischen nun auch die Google SERPs direkt mit – und zwar mit Twitter-artigen Meldungen, die unmittelbar in die Suchergebnisse eingeblendet werden.

Google Posts, Google Tweets

Erfahren Sie jetzt in unserem Blogbeitrag mehr über das interessante Google Experiment, dass gegebenenfalls bald elementarer Bestandteil der Suchergebnislisten werden könnte. Viel Vergnügen! (mehr …)

Zurzeit scheint der Internetriese ganz besonderen Spaß an Veränderungen der Suchergebnisse zu haben. Erst verwandeln sich die URLs testweise in Domainnamen, dann taucht eine Option auf, bei der in den AdWords-Anzeigen intern weiter gesucht werden kann, und nun folgt die nächste Bastelei auch schon auf dem Fuße. Google kündigt offiziell eine Testphase an, bei der es um das Einbinden von Deeplinks in die SERPs geht, die direkt zu passenden Applikationen weiterleiten.

Die direkte Verknüpfung von App-Inhalten und der Google Suche

Mit anderen Worten, Sie suchen beispielsweise eine neue Unterkunft in Mountain View (”Google Town“) und nutzen dazu natürlich Ihr mobiles Endgerät. Die Suchergebnisse werden Ihnen inklusive Deeplink zu einer bereits installierten Markler-App angezeigt. Sie verwenden den Link, der ”passende“ Inhalt der App öffnet sich und zeigt Ihnen mögliche Angebote und deren Preise. So ungefähr soll das Ganze laufen. Zu der fiktiven Geschichte liefert Googles Webmaster Central Blog auch gleich das passende Bild. (mehr …)

Erneutes Google-Experiment zur reinen Domain-Anzeige in den USA

Bereits 2011 teste Google ein Feature, welches dafür sorgte, dass statt der URL bei den SERPs der Domainname angezeigt wurde. Im Mai war die Selbige dann testweise ganz verschwunden und jetzt spielt der Internetriese dieser Tage wieder einmal damit rum und zeigt (zumindest in den USA) was möglich wäre und längst allgemeine Tendenz ist: Domainname statt URL.

Allgemein scheint nämlich die gute und alte URL immer unpopulärer zu werden – ”http“ fehlt bei einigen Browsern bereits kategorisch, manche verbannen die URL aus der Adressenleiste und wiederum andere haben sich vom uniformen Quellenanzeiger mehr oder weniger ganz verabschiedet, also rein optisch zumindest. Und jetzt folgt diesem Trend bald die Google Suche?

Google SERPs ohne URL

Möglich wäre es, denn viele würden der URL wohl keine Träne nach weinen, da sie bei nicht wenigen Menschen als zu kompliziert gilt und unattraktiv wirkt. Allerdings enthalten gut gemachte URLs unter Umständen auch nützliche Informationen wie bspw. den Namen und das Datum zu einem Artikel, die in dem Fall nicht mehr direkt angezeigt werden würden. Google Operation System hat die Problematik mit folgendem sehr anschaulichem Screenshot verdeutlicht:

Google SERPs ohne URL 2

Nun, sagen wir mal wertneutral ”gewöhnungsbedürftig“ dazu und schauen, was da kommen wird. Solange die URL noch optisch präsent ist, gilt aber in jedem Fall für alle Betreiber von Websites weiterhin, dass sprechende URLs auch der Nutzerfreundlichkeit dienen.

Neuer Suchalgorithmus, verbesserter Knowledge Graph, mobile Suche vereinfacht

Die Google Suche ist stolze 15 Jahre alt geworden, und ob man nun ein Freund der Suchmaschine ist oder eben nicht, ändert nichts daran, dass sich der Erfolg mehr als nur sehen lassen kann – herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Und wie wird das markante Jubiläum vom Internetriesen gefeiert? Natürlich gebührend, mit einigen Verbesserungen und Erweiterungen der Suchfunktionen. Zunächst aber folgt, wie könnte es anders sein, ein Blick zurück auf einen fulminanten Aufstieg und eine beachtliche Entwicklung der Google Suche, die den Internetkonzern zu einem Marktführer der ganz besonderen Art gemacht hat. Dankenswerterweise liefert der offizielle Google Search blog Inside Search hier eine anschauliche Übersicht der bedeutendsten Veränderungen.

Search Timeline 1997 - 2013

Als 1997 die Domain google.com registriert wurde, kannte hierzulande noch kaum jemand überhaupt den Begriff, der sich hinter dem Markennamen verbirgt. Heute dürfte das Verb ”googeln“ jedem Internetnutzer so geläufig sein wie das Wort Webseite. Google hat mit seiner Suchmaschine nicht nur das Internet revolutioniert, sondern es massiv zu dem gemacht, was es heute ist. Mit einem Marktanteil von weltweit circa 80% bestimmt die Google Suche maßgeblich, wie eine Webseite aufgebaut sein muss, damit sie für die User sichtbar wird. Das hat ohne Frage auch zu deutlich mehr Qualität im Netz beigetragen, macht Google aber auch zu einem der einflussreichsten Konzerne überhaupt.

Zu den aktuelleren Veränderungen zählen: ein neuer Algorithmus namens Hummingbird, Verbesserungen am Knowlege Graph und Verfeinerungen für die mobile Suche.

Hummingbird (zu dt. Kolibri) verfeinert ebenfalls, und zwar die Suche im Allgemeinen. Neben dem PageRank, der die Linkpopularität von Webseiten bewertet, ist der neue Algorithmus noch um weitere Faktoren reicher und soll vor allem die Kombination von Suchbegriffen stärker gewichten. Hummingbird versucht u.a. den Zusammenhang von sogenannten Longtail-Suchbegriffen besser zu verstehen und die Suche dahin gehend zu optimieren.

Nexus 4 - Butter v Olive Oil
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Die Neuerungen beim Knowlege Graph stehen zwar noch aus, doch auch hier soll es in Richtung Verfeinerung des Angebotes gehen. Mit speziellen Filtern und neuen Vergleichsmöglichkeiten werden dem Nutzer weitere Suchoptionen an die Hand gegeben. So sollen User beispielsweise in der Lage sein, bestimmte Suchbegriffe in einen direkten Vergleich zu setzen (siehe Bild).

Durch die Verbesserung des Designs wurde außerdem die mobile Suche auf Smartphones und Tablets vereinfacht. Die Ergebnisse sollen schlanker und auf die Touch-Bedienung optimiert worden sein. Noch intensiver als bisher setzt Google auch auf die Verwendung von Sprache. Die ”Konversation mit Google“ soll dabei natürlicher und alltäglicher werden.

google konversation

 Neben den vielen feinen ”Verfeinerungen“ der Google Suche sei abschließend noch auf das vermeintliche Motto des 15. Geburtstages hingewiesen: „After all, we’re just getting started.“ Die weitere Entwicklung – auch oder gerade aus SEO-Sicht – bleibt also definitiv spannend.