Twitter und Facebook machen es vor – Google+ zieht nach

Das Einbinden interessanter Postings in die eigene Webseite ist eine wichtige Möglichkeit Ankündigungen, Informationen und sonstige Neuigkeiten sozialer Netzwerke weiter zu verbreiten und vor allem auch weiterhin zu nutzen. Erst vor wenigen Wochen machte es Facebook seinen Usern in diesem Bereich einfacher und ermöglichte das sehr bequeme Einbinden von Postings auf Webseiten für alle Nutzer. Jetzt zieht Google+ nach und bietet die Möglichkeit ebenfalls an. Damit holt das soziale Netzwerk von Google nicht nur einen Rückstand auf und macht einen wichtigen Schritt, um sich selber weiter im Netz zu verbreiten, sondern bietet vor allem den eigenen Nutzern die praktische und wichtige Funktion an. Ist ein Post in die vorgesehene Webseite eingebunden, steht er auch weiterhin und außerhalb von Google+ für alle Interaktionsmöglichkeiten zur Verfügung.

google+ Beitrag einbinden

 

Ähnlich wie bei Facebook steht auch hier nun im Kontextmenü die Funktion ”Beitrag einbetten“ zur Verfügung. Wird die Option angeklickt, öffnet sich ein weiteres Fenster und stellt einen Einbettungscode für die Webseite zur Verfügung, der zugegebener Maßen etwas kompliziert wirkt, aber im Zeitalter moderner Browser auch keine weiteren Probleme bereiten sollte. Weitere Optionen sind derzeit nicht verfügbar, werden aber sicherlich noch folgen.

Google+ Beitrag einbinden2

Der eingebundene Post wird, wie bereits erwähnt, mit allen Interaktionsmöglichkeiten übernommen. Es ist also auch auf der Zielwebseite weiterhin möglich Kommentare zu lesen, Beiträge selber direkt von hier aus zu kommentieren, das Ganze weiter zu teilen und sogar User oder Seite direkt in die eigenen Google+ Kreise aufzunehmen. Bemerkenswert ist noch, dass sich tatsächlich die gesamte Darstellung nicht von der bei Google+ unterscheidet.

Und in noch einem Punkt sind sich Facebook und Google offenbar in puncto Embedded Posts einig, dass nämlich nur öffentliche Beiträge eingebunden werden können. Allerdings steht die Kontextmenüoption auch bei ”privaten“ Postings zur Verfügung, wenn gleich der angebotene Code aber (noch) ignoriert wird. Zum offiziellen Beitrag des Google+ Developers Blog geht’s hier. Interessant ist übrigens an dem Beitrag auch der aktuelle Hinweis auf das Google+ Authorship. Wer sich beispielsweise künftig mit seinem Google-Account bei WordPress einloggt, der nutzt auch automatisch Google Authorship für seine Beiträge.

Erst im Juni online gegangen, zählte Google+ im Oktober nach eigenen Angaben bereits 40 Millionen Nutzer [1]. Der mit Google+ eng verknüpfte „+1“-Button bietet Usern damit die Möglichkeit, Websites auf einer großen sozialen Plattform zu empfehlen, ähnlich den Like-Buttons von Facebook.

Da seit kurzem auch Unternehmen eine eigene Seite bei Google+ unterhalten können, wird dieses soziale Signal auch für sie von immer größerer Bedeutung. Bereits jetzt können bei Google eingeloggte User die Empfehlungen ihrer Kontakte in ihrem Google+-Konto, auf den Websites selbst sowie auf den Suchergebnisseiten sehen („Lisa Müller gibt hierfür +1“).

Seit neuestem können die Empfehlungen darüber hinaus in den AdWords-Anzeigen erscheinen – vorausgesetzt, der Werbende aktiviert eine neue AdWords-Funktion namens „soziale Erweiterungen“. Das neue Feature vereinigt alle +1en, die das Unternehmen erhalten hat, unabhängig davon, ob es auf einer Google+-Seite, der Suchergebnisseite, der Unternehmens-Website oder über eine Anzeige „geplust“ wurde. (mehr …)

Praktisch vom Start weg war der Bedarf nach Google+ Brand Pages geweckt. Auch war jedem klar, dass dieser Schritt folgen muss, um eine Entsprechung zu den Facebook Fanpages zu etablieren, denn schließlich entwickelt Google sein soziales Netzwerk nicht aus Selbstlosigkeit.

Seit gestern ist es nun soweit, Googles Produktmanager Vic Gundotra gab den Start der Google+ Seiten bekannt. Aktuell sind diese zwar noch nicht für alle Google Accounts zugänglich, doch laut Google wird in den nächsten Tagen allen Personen die Möglichkeit gegeben eine Google+ Page zu erstellen. Betrachtet man die stetig wachsende Zahl der Google+ Seiten, sind inzwischen schon sehr viele freigeschaltet worden.

Wie im unteren Screenshot gut zu erkennen, sind die in der Gerüchteküche als Brand Pages bekannten Google+ Seiten nicht nur auf Unternehmen ausgerichtet. (mehr …)

Das Circle-Training ist vorbei: Ab sofort können neue Benutzer sich bei Google+ auch ohne Einladung anmelden. Die neue Errungenschaft wird von Google zudem schwer zu übersehen auf der Google-Startseite beworben:

Gleichzeitig wurden eine Reihe von neuen Features eingespielt. Die hervorstechendsten darunter sind Erweiterungen der „Hangouts“, die nun neben reiner Gruppen-Videotelefonie auch Screensharing, Whiteboard-Funktionen und eine Integration von Google Docs bieten.

Google gibt in einem Blogpost erste Informationen zur Schnittstelle für Google+ bekannt.

In der ersten Version, die explizit nur als „ein Anfang“ bezeichnet wird, wartet diese allerdings nur mit sehr grundlegenden Funktionen auf. So können z.B. nur Informationen, die von den Nutzern von Google+ als öffentlich sichtbar eingestellt wurden abgerufen werden. Desktop-Clients für Google+ mit großem Funktionsumfang oder ähnliche Apps sind daher nicht unmittelbar zu erwarten. Vielmehr soll Entwicklern ermöglicht werden, erste Erfahrungen mit der API zu sammeln.

Vor einigen Tagen hatte der Google+ Projektleiter für Werbekunden, Christian Oestlien, bereits Unternehmensprofile auf Google+ angekündigt.  Zwar wurden praktisch ab dem ersten Invite Unternehmensseiten erstellt, doch zum Unwillen Googles. Viele dieser Profile wurden inzwischen durch  Google gelöscht, wobei einige große Brands wie Ford verschont blieben.

Laut Christian Oestlien soll eine möglichst breite Basis verschiedener Unternehmen ausgewählt werden, welche sich darin auszeichnen besonders aktiv im Social Web zu sein. Wollen auch Sie an der Betaphase für Unternehmensprofile auf Google+ teilnehmen, können Sie sich über dieses Formular bewerben. Sie sollten sich allerdings spurten, denn laut diesem Post wird die Registrierung in der Nacht von Freitag auf Samstag 3Uhr abgeschaltet.

Fords Eile wird übrigens übrigens belohnt, der Automobilbauer nimmt an der Betaphase für Unternehmen teil, welche schon in Kürze starten wird.

Google+ bietet mit den Kreisen (Circles) eine sehr effiziente Möglichkeit den Informationsstrom zu organisieren und gleichzeitig die Verbreitung zu steuern. Wenn man denn genau darauf achtet, welche Verteiler man wählt. So gibt es „Meine Kreise“, „Erweiterte Kreise“, „Öffentlich“ oder wie beim Mailing Direktkontakte, die nur „Eins zu Eins“ kommunizieren.

Lee Swagerty hat in einem gut verständlichen Flußdiagramm die Verteilung erklärt. Wir haben das ganze übersetzt, damit man die Verteiler-Regeln etwas besser durchschaut (Klick zum Vergrößern):

Google-Plus Verteiler-Diagramm in voller Größe

Wie viele Google Services kommt auch Google Plus mit einer großen Anzahl nicht dokumentierter Funktionen daher, denn anders als der bisherige Marktführer der sozialen Portale, kann man beim Google Service auch Kommentare editieren, Tastenkürzel nutzen und Schriften formatieren.

trafficmaxx hat ein kleines Google+ Cheat-Sheet zusammengestellt, welches  sicherlich noch durch weitere Funktionen erweitert werden wird:

 

Google-Plus Cheat-Sheet 1.3

Google hat heute die Testphase für einen erlesenen Kreis von Nutzern zum neuen Social Network Google Plus gestartet. Die neue Plattform soll ein direkter Konkurrent zu Facebook werden und Google in diesem Marktsegment neue Möglichkeiten schaffen.

Auf dem ersten Blick kann man die Ähnlichkeit zu Facebook deutlich erkennen, doch zeichnet sich Google Plus durch einige Feinheiten aus. Eine wichtige Funktion stellt Google+ mit den sogenannten Circles. Diese stellen, wesentlich einfacher als bei Facebook, Gruppen dar, in denen man seine Kontakte beispielsweise in Freunde, Familie, Kollegen oder Christofs Kochkurs einteilen kann. Diese Circles kann man auch bei Posts auf seinem Stream (ähnlich wie die Pinwand bei Facebok) berücksichtigen. Möchte man ein Bild oder ein Video posten, kann man einfach den Circle auswählen, bei dem es sichtbar sein soll. Zwar gibt es diese Funktion bei Facebook auch, ist bei Google+ jedoch deutlich einfacher und übersichtlicher gelöst, da dies eine Kernfunktion darstellt und nicht auf die bestehende Plattform aufgesetzt worden ist.

Auch die Möglichkeit seine Nachrichten im Stream optisch hervorzuheben stellt eine kleine aber feine Neuerung dar. So kann man beispielsweise einen Textausschnitt in fett, kursiv oder auch durchgestrichen veröffentlichen.

Des Weiteren ermöglicht die Chat-Funktion ein Gespräch mit mehr als zwei Teilnehmern und auch Video-Chats sind hier möglich. Von Facebook bekannte Features wie Apps oder Schnittstellen, die eine Bedienung über spezialisierte Clients erlauben, lässt Google+ bislang noch vermissen. Dies wird wohl erst ein Thema werden, sobald die Social Community die Testphase verlässt. Ob Google mit diesem sozialen Netzwerk Facebook vom Thron stoßen kann bleibt abzuwarten.

Wer sich selbst überzeugen will, kann einfach hier im Blog einen Kommentar hinterlassen. Die ersten 20 Kommentatoren bekommen eine Einladung von uns um an der Testphase teilzunehmen.