Bereits 2010, kurz nach dem Google das wohltätige Programm auch in Deutschland an den Start gebracht hatte, gab es hier im Blog einen Überblick zu Google Ad Grants. Da sich an dem Förderprogramm, das sich direkt an gemeinnützige Non-Profit-Organisationen richtet, in der Zwischenzeit ein bisschen was getan hat und wir Interessierte auch gern weiterhin darauf aufmerksam machen wollen, folgt nun hier ein aktueller Überblick.

Was war Google Ad Grants gleich noch mal?

Bei Google Ad Grants handelt es sich um eine Version von Google AdWords, die sich speziell an gemeinnützige Organisationen, also Non-Profit-Organisationen richtet. Diese können als Teilnehmer des Programms von Google in einem bestimmten Rahmen ein monatliches Budget von 10.000 US-Dollar für AdWords-Werbung erhalten und somit die eigenen Ziele sowie Initiativen in den Google-SERPs gezielt unterstützen. Besonders viele Informationen liefert das entsprechende Google-Info-Video dazu zwar nicht, aber es ist hübsch anzusehen und verdeutlicht (mehr …)

Der Suchmaschinen-Riese aus Mountain View hat jüngst das Programm „Google Grants“ auch für Deutschland an den Start gebracht. Google Grants erlaubt es mehr als 4.000 wohltätigen Organisationen, kostenlose AdWords-Anzeigen zu schalten und für den guten Zweck zu werben. Dabei setzt Google ein gewisses finanzielles Limit, da das Monatsbudget 10.000$ nicht überstiegen werden darf und der maximale CPC bei 1,00$ liegt. Für Organisationen, die regelmäßig das Monatsbudget von 10.000$ ausschöpfen, besteht die Möglichkeit, das Budget auf 40.000$ aufstocken zu lassen.

Das AdWords-Konto kann laut Google für soziales Engagement, Spendenaktivitäten oder zur Anwerbung von Freiwilligen verwendet werden. Dabei müssen einige Rahmenbedinungen erfüllt sein. Zunächst einmal dürfen nur Organisationen teilnehmen, deren Gemeinnützigkeit anerkannt ist und die gemäß §§ 51 bis 68 der Abgabenordnung von der Körperschaftssteuer befreit sind. Ausdrücklich ausgeschlossen sind unter anderem Gruppierungen, die primär politische Funktionen erfüllen (z.B. Lobbyismus) oder rechtswidrige Aktionen unterstützen. Zudem darf sich die Website der jeweiligen Organisation nicht schwerpunktmäßig dem Verkauf von Waren, Services oder Produkten widmen.

Sind diese Anfangsvoraussetzungen erfüllt, gilt es, weitere Anforderungen zu erfüllen. Im Bezug auf die Kampagne z.B., dass die Organisation über eine Website verfügen muss. Die Keywords der Kampagne müssen relevant im Bezug auf die Dienste und Angebote der jeweiligen Organisation sein und die Website darf während der Teilnahme am Google Grants-Programm keine umsatzerzeugenden Anzeigen (bspw. Google AdSense) enthalten. Darüber hinaus fordert Google eine aktive Verwaltung der AdWords-Konten, was bedeutet, dass Mails von Google beantwortet werden müssen und man sich mindestens einmal im Monat im AdWords-Konto anmelden muss, um die Kampagnenleistung zu überprüfen und ggf. Änderungen durchzuführen. Zudem müssen wesentliche Änderungen an der mit dem AdWords-Konto verknüpften Organisation zur Überprüfung übermittelt werden. Um am Google Grants-Programm teilnehmen zu können, muss folgender Bewerbungsbogen ausgefüllt werden.