Regelmäßige Updates gehören zum Google Alltag und nun hat es auch mal wieder Google Places „erwischt“. Schon geraume Zeit ist die Auswahl der passenden Kategorien für ein Unternehmen in den Einstellungen bei Google Places keine leichte Übung. Mit dem aktuellen Google Places Update hat sich diese Situation nun weiter kompliziert.

Die Auswahl der richtigen Kategorie ist ein entscheidendes Kriterium für die Anzeige der Google Places Page bei einer passenden Suchanfrage. War es eine gewisse Zeit möglich mehr als fünf Kategorien auszuwählen, ist dies zukünftig nicht mehr möglich. Google akzeptiert seit kurzem nur noch bis zu fünf Kategorien. Diese Kategorien lassen sich aus einem Feld von zwölf Hauptkategorien, die eine Gesamtzahl von fünfhundertsechs Unterkategorien bündeln, auswählen.

Google Places alte Kategorien
Google Places alte Kategorieauswahl

Doch nicht nur die Begrenzung auf fünf Kategorien birgt Schwierigkeiten, sondern es entfällt zukünftig auch die Möglichkeit, fehlende Kategorien zu ergänzen. Nischenanbieter, aber auch weitverbreitete Geschäftsfelder, wie bspw. der Heizöllieferant, finden sich nicht mehr in den von Google zur Auswahl gestellten Kategorien. Dies sorgt für eine deutliche Ausgrenzung gewisser Themenfelder, was ein weiteres Nacharbeiten und Erweitern des Kategoriebaums durch Google wünschenswert macht.

Google Places neue Kategorien
Google Places neue Kategorieauswahl

Der neue Google Places Kategoriebaum

Wer sich einen Eindruck von den neuen Kategorien machen möchte, oder seine Google Places Optimierungen über Bulk-Uploades pflegt, findet hier eine komplette Übersicht aller Haupt- und Unterkategorien:
(mehr …)

Mit einer weiteren Neuerung schreitet die Entwicklung von Google Maps bzw. Places voran. In der aktuellen Sidebar des Kartendienstes steht dem Namen und der Adresse des Eintrags nun auch ein kleines Vorschaubild zur Seite. Verwendung findet hier immer das erste Bild der Google Places Seite.

Die Größe drängt einem die Platzierung des Firmenlogos nahezu auf:

Google Places Eintrag des Heide-Park in Soltau

Dabei sollte das richtige Format gewählt werden, denn sonst wird es leicht unschön:

Google Place Eintrag der Hamburger Sparkasse

Auf jeden Fall ein weiterer Grund die eigene Google Maps und Places Seite zu beanspruchen:

Google Places Eintrag von Döner Queen in Hamburg

Denn durch die Aggregation von Daten aus unterschiedlichen Bewertungsplattformen wird user-generated Content schnell zum ungewollten ersten Eindruck des eigenen Unternehmens. Eine Situation, welcher sich scheinbar auch große Franchiseunternehmen nicht bewusst sind:

Google Places Eintrag eines Mc Donald Restaurant in Hamburg

Google ruft seine Nutzer zur Hilfe und bietet ab sofort jedem die Möglichkeit, Branchencenter-Einträge direkt zu editieren. Bisher musste sich der Nutzer als Berechtigter legitimieren, bevor beispielsweise Telefonnummern oder Adressen korrigiert werden konnten.

In der Google Maps Hilfe beschreibt Google mit Hilfe eines Videos die neue Vorgehensweise.

So findet man ab sofort am unteren Rand eines jeden Eintrages einen „Bearbeiten“-Link. Nachdem der Nutzer sich mit seinem Google Account eingeloggt hat (einzige Voraussetzung für die Bearbeitung), kann z.B. die Markierung verschoben, Adresse, Name und Telefonnummer sowie die Homepage und passende Kategorien verändert werden.

Zwei kleine Einschränkungen zur Qualitätskontrolle sind von Google vorgesehen:
Zum einen werden die Einträge mit Hilfe von Moderatoren gesteuert, zum anderen können bereits vom Eigentümer verifizierte Einträge nicht weiter von der Nutzerschaft verändert werden.

Der Branchenriese Google tüftelt tagtäglich an neuen Features für seine zahlreichen unterschiedlichen Webdienste. Dass dabei gerade auch für Google-AdWords regelmäßig neue Features entwickelt werden liegt auf der Hand – werden doch über das AdWords-Netzwerk weit über 90% des Umsatzes bei Google generiert.

Bislang existierten parallel zueinander zwei verschiedene Dienste, die in den Suchergebnissen getrennt voneinander behandelt wurden:

  1. Einblendung von Google AdWords als bezahlte Suchmaschinen-Anzeigen
  2. Einblendung von „natürlichen“ Suchergebnissen aus Google Maps als Ergänzung für die regionale Suche

Dieses Modell wird scheinbar aktuell überarbeitet, da heute bei einigen Suchanfragen eine Kombination aus beiden Diensten im Anzeigenbereich eingeblendet wurde:

Google-Suchanfrage für „Hubwagen“:

Google AdWords mit Maps-Symbol

Neu ist hier das „Plus“-Symbol, das am unteren Rand der AdWords-Anzeige inklusive Postadresse eingeblendet wird. Der Nutzer hat hier nun die Möglichkeit durch Klick auf den Karten-Link weiterführende Informationen zu der Anzeige zu erhalten, wodurch innerhalb des Anzeigenblocks die Umgebungskarte aus Google-Maps passend zur Anzeige eingeblendet wird:

Google AdWords mit aufgeklapptem Google-Maps Ergebnis

Diese Entwicklung sollte auf jeden Fall im Auge behalten werden, da sich hier für den Nutzer bequem erschließt ob die eingeblendete Anzeige auch regional zur Suchanfrage passt oder eben nicht.

Aktuell erscheint es zwar noch nicht so, dass dieses Feature standardmäßig eingeblendet wird, wie einige weitere Suchanfragen ergaben. Langfristig sollte jedoch jeder AdWords-Kunde mit einem regional geprägten Angebot seine Adressdaten über das Google Branchencenter an Google übermitteln, damit die Chance erhöht wird, dass bei Einblendung seiner Anzeige so zusätzliches Aufmerksamkeitspotential geschaffen wird und sich hierüber die Klickrate erhöht.

Weitere Informationen:
Google Adwords
Google AdWords Learning Center

Das Google Branchencenter bietet eine gute Möglichkeit, den Bekanntheitsgrad eines Unternehmens zu steigern. Es handelt sich dabei um einen Dienst von Google, welcher dem Konzept der Gelben Seiten ähnelt. Zunächst trägt man sein Unternehmen mit den entsprechenden Kontaktdaten in das Branchencenter ein. Wenn dann ein Internetnutzer (und potentieller Kunde) in den Google Maps nach einer der angebotenen Dienstleistungen in Ihrer Region sucht, erscheint Ihr Unternehmen im Regelfall innerhalb der angezeigten Karte. Bei der Suche nach „pizza bremen“ zum Beispiel, werden die eingetragenen Pizzerien und Lieferservices in Bremen folgendermaßen angezeigt:

Durch die Karte erhält man sehr schnell einen Überblick, welche Pizzeria sich in der Nähe befindet. Auf der linken Seite steht die Adresse, es ist aber auch möglich, auf die einzelnen roten Markierungen innerhalb der Karte zu klicken und dadurch die Kontaktdaten zu erhalten. Es erscheint ein Fenster, welches den Firmennamen, die Adresse, evtl. auch die Geschäftszeiten oder sogar Fotos beinhalten kann. Außerdem kann die Route dahin ganz einfach berechnet werden.

Die Internetnutzer können aber nicht nur durch die Suche innerhalb der Google Maps auf Sie aufmerksam werden. Die Einträge im Branchencenter werden teilweise auch bei einer normalen Suchanfrage bei Google eingeblendet – und zwar oberhalb der übrigen Suchergebnisse. Hier ein Beispiel für „Mietwagen Hamburg“. Auf der linken Seite erscheint eine Karte mit den relevanten Einträgen innerhalb des Branchencenters.

Der Eintrag Ihres Unternehmens in das Google Branchencenter ist völlig kostenlos. Sie sollten diese Werbemöglichkeit nicht ungenutzt lassen. Hier können Sie einen Eintrag vornehmen: Google Maps Eintrag.