Vier Google-Baustellen, die das Netz und die Google Suche verbessern sollen

Der Internetriese Google ist laut eigener Aussage stets bestrebt, die Suchergebnisse und nicht zuletzt damit auch das Netz im Sinne der Nutzer qualitativ zu verbessern. Zu solchen Verbesserungen gehören beispielsweise Erweiterungen der Google Webmaster Guidelines, die dann gegebenenfalls auch zu Abstrafungen von Websites führen können, weil sich diese eben nicht an die Qualitätsrichtlinien halten (wollen).

Google Sommerloch Offensive

Etwas spielerisch zusammengefasst ließen sich die jüngsten Veränderungen diesbezüglich vielleicht als kleine „Google Sommerloch-Qualitätsoffensive“ bezeichnen oder alternative ausgedrückt:

All you can have to EAT in Summer 2014!

EAT steht dabei für Expertise, Authority und Trust – zu deutsch also Expertise, Autorität und Vertrauen oder einfach EAV – was sich, wenn wir schon auf den Zug der Wortspiele aufspringen, wiederum mit „Erste Allgemeine Verunsicherung“ in Verbindung bringen lässt. Aber Spaß beiseite. (mehr …)

Änderungen in Google Qualitätsrichtlinien deuten auf verschärften Umgang hin

Jüngst hat Google mal wieder Änderungen an den englischsprachigen Webmaster Guidelines vorgenommen und diese um einen kleinen aber feinen Passus im Bereich der Qualitätsrichtlinien erweitert. So werden als negative Beispiele jetzt unter „Creating pages with little or no original content“ nicht nur automatisch generierter Inhalte, Brückenseiten, kopierte Inhalte und Partner-Websites ohne eigenen Inhalt genannt, sondern auch „low-quality guest blog posts“ also Gastbeiträge mit geringer Qualität angeprangert.

Webmaster Quality Guidelines Gastbeiträge

Mit anderen Worten: Es könnte also hier die Grundlage geschaffen worden sein, um Domains abstrafen zu können, die Gastbeiträge mit „niederer Qualität“ einbinden. Das Ziel wären dementsprechend Gastbeiträge, die lediglich produziert wurden, um Links zu generieren, ohne Domain und Nutzer einen erkennbaren Mehrwert zu bieten.

Webmaster Guidelines -Keine eigenen oder nur wenige Inhalte
Hier geht’s zur entsprechenden deutschen Version.

Die deutschsprachige Version enthält diesen Aspekt derzeit noch nicht. Es dürfte aber natürlich nur eine Frage der Zeit sein, bis diese im Grunde wenig überraschende Änderung auch hier vorgenommen wird. Wir hatten bereits im März davon berichtet, dass Google die Zügel bezüglich „fragwürdiger“ Gastbeiträge anzuziehen gedenkt.


Kleines Fazit:

Gastbeiträge zu nutzen, um auch Links aufzubauen, ist und bleibt nichts Verwerfliches. Allein das Niveau könnte sich zukünftig – wenn es tatsächlich zu einem regelrechten Google-Kampf gegen „schlechte“ Gastbeiträge kommt – steigern. Und davon profitieren im Grunde eigentlich auch die Zielseiten, vor allem jene, die schon jetzt Nutzern brauchbare Inhalte bieten. Ergo: Auf Klasse statt Masse setzen!

Wenn Sie mehr zum Thema „Linkbuilding und Gastbeiträge“ erfahren wollen, empfehlen wir Ihnen gern diesen Beitrag:

Über die Änderungen zuerst gelesen bei Hanns Kronenberger (SISTRIX): http://www.sistrix.de/news/google-ergaenzt-webmaster-guidelines-creating-pages-little-original-content/

Wir erinnern uns, noch im Januar diesen Jahres mahnte Matt Cutts vor minderwertigen und hoch frequentierten Gastbeiträgen, die nur einem Zweck dienen: Dem Aufbau von Links.

Matt Cutts Erklärbär

Bis zum gestrigen Tag blieb es aber nur bei einer Warnung in seinem Blog. Das änderte sich nun schlagartig mit einer kämpferischen Kurznachricht auf Twitter, mit der er gleichzeitig ein Zeichen setzt, als würde er sagen wollen: „Seht her, ich meine es wirklich ernst!“.

Es ist bekannt, dass Matt Cutts umgesetzte Maßnahmen nur allzu gerne auf Twitter verkündet, um die Google Richtlinien wieder ins Bewusstsein der in Zusammenhang stehenden Akteure zu rücken. Zuletzt machte er vor allem mit „ausgeschalteten“ Linknetzwerken in Europa auf sich aufmerksam, Deutschland mit eingeschlossen.

Bei dem besagten Tweet wird zwar auf dem ersten Blick nicht ersichtlich, welches Blognetzwerk gemeint ist, allerdings hat sich die betroffene Seite bereits selbst zu Wort gemeldet und uns somit die Suche erspart. Es handelt sich hierbei um die amerikanische Plattform „MyBlogGuest“. Nachzulesen ist das Ganze in einem Blogbeitrag auf Search Engine Watch. Ob wir demnächst auch solch eine Meldung hierzulande erwarten können?

Einmal mehr dürfte angekommen sein, dass die Drohungen vom „Head of Webspam“ nicht nur der Abschreckung dienen. Bis unerwünschte Handlungen bei der Akquirierung von Links geahndet und in den Google-Suchergebnissen mit entsprechenden Konsequenzen behaftet werden, bleibt es nur eine Frage der Zeit.

Bei den Gastbeiträgen ist es ein zweischneidiges Schwert. Diese sind nach wie vor ein probates sowie anerkanntes Mittel, um auf eine andere Sicht oder ein interessantes Projekt aufmerksam zu machen. Nur wurde der eigentliche Sinn dahinter teilweise ein wenig zweckentfremdet. Der ausschließliche Fokus auf den Link und dessen Wertigkeit kommt der Qualität leider nicht immer zu Gute. Dem Linkprofil unter solchen Umständen auch nicht.

Google Updates 2013
Die Pandas stimmen dem zu: „Hochwertige Inhalte sind uns wichtig!“!

„Content is King“ ist mittlerweile als ein ganzheitlicher Ansatz zu betrachten, sowohl off- als auch on-page. Diejenigen unter uns, die diesem Leitsatz bei Gastbeiträgen folgen, haben höchstwahrscheinlich auch in Zukunft nichts zu befürchten. Vorausgesetzt man verliert die Qualität und den Mehrwert für die Leser nicht aus den Augen, sind Gastbeiträge weiterhin völlig in Ordnung und sogar von Nutzen.

Besteht eine hohe thematische Relevanz und die vermittelten Inhalte entsprechen einem wünschenswerten Niveau, dann haben letztlich alle Beteiligten etwas davon.

Da für Google die Nutzererfahrung zusehends an Wichtigkeit gewinnt, dürfte daran nichts auszusetzen sein.

Wenn Sie mehr zu dem Thema „SEO und Gastbeiträge“  lesen möchten, dann können wir Ihnen diesen Artikel sehr ans Herz legen: Linkbuilding: Gastbeiträge und Links – ja oder nein?

Matt Cutts sorgt einmal mehr für Irritationen. Aktuelles Thema: Guest Blogging

Matt Cutts Erklärbär
Matt Cutts meldet sich wieder zu Wort

So stick a fork in it: guest blogging is done; it’s just gotten too spammy. In general I wouldn’t recommend accepting a guest blog post unless you are willing to vouch for someone personally or know them well. Likewise, I wouldn’t recommend relying on guest posting, guest blogging sites, or guest blogging SEO as a linkbuilding strategy.”

 

Mit anderen Worten, Gastbeiträge sind für den SEO-Linkaufbau gestorben? Nein, natürlich nicht! Aber Cutts hat Recht, eine Vielzahl von Gastbeiträgen zielt auf billiges Linkbuilding ab und spammen damit haufenweise Blogs zu. Kein Wunder also, dass Google versucht das Problem in den Griff zu bekommen, denn die Nutzer suchen ja schließlich nicht nach schlecht gemachten SEO-Texten, sondern nach für sie verwertbaren Inhalten. Und genau da liegt auch der Kasus Knaktus. Es spricht natürlich nichts gegen Verlinkungen in Gastbeiträgen, auch nicht dann, wenn sich eine SEO-Agentur im Rahmen des Linkbuildings für Ihre Kunden darum bemüht, sofern die angebotenen Inhalte thematisch passend sind und dem Anspruch des Blogs entsprechen. Wie so oft muss hier die Devise lauten: Klasse statt Masse!

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