Jüngst berichteten wir darüber, dass die ITK-Unternehmen auch in diesem Jahr wieder verstärkt in den Bereich Online-Marketing investieren wollen. Zur Erinnerung: Im Schnitt sollen noch einmal 6 Prozent mehr vom gesamt Marketing-Budget in den Online-Bereich fließen. Das Budget selber stieg übrigens ebenfalls um 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Trend erscheint angesichts der Zahlen und Fakten, die wir Ihnen heute einmal näher vorstellen wollen auch nicht sonderlich verwunderlich, denn laut der aktuellen E-Commerce Studie von deals.com werden die Umsätze im Online-Handel 2015 weiter, und zwar sehr deutlich steigen.e-commerce

 

Während der Umsatz für Deutschland in diesem Jahr bei 41,9 Milliarden Euro liegen soll, wird er der Studie zufolge 2015 bei 49,8 Milliarden Euro liegen. Das wäre immerhin ein sattes Plus von knapp 8 Milliarden Euro (+ 18,9 Prozent). Gegenüber 2012 käme es damit nur drei Jahre später fast zu einer Verdoppelung des Umsatzes. Kein Wunder also, dass die Investitionen in den Bereich Online-Marketing ebenfalls weiterhin stark steigen.

Online Handel in Europa 2013/2014
Quelle: Studie „Online-Handel in Europa und den USA 2014-2015“ auf deals.com

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„AaaaHA!“, gefolgt von einer energischen Handgeste mit ausgestrecktem Zeigefinger. So dürfte sich zumindest innerlich der Gemütszustand einiger Googler geäußert haben, als ein bestimmtes Gutachten von einem EuGH-Generalanwalt veröffentlicht wurde. In diesem wird auf die Frage eingegangen, ob Bürger der EU das Recht haben, Suchmaschineneinträge über ihre Person löschen zu lassen. Die Antwort des Gutachtens in Kurzform: Nein, haben sie nicht.

Suchmaschinen nicht für Inhalte fremder Websites verantwortlich!

Die Argumentation von Generalanwalt Niilo Jääskinen ist hierbei nachvollziehbar und nicht unbedingt neu. Eine Suchmaschine kann nicht für die Inhalte fremder Websites zur Verantwortung gezogen werden. Diese werden lediglich verarbeitet und so erhaltene Daten bilden die SERPs. Anders ausgedrückt:

„Suchmaschinenbetreiber sind, im Rahmen der Datenschutzrichtlinie [der EU], nicht verantwortlich für persönliche Daten, die auf Websites, die sie verarbeiten, auftauchen.“

Nun bleibt abzuwarten, wie sich der Europäische Gerichtshof letztlich entscheidet. Das Gutachten ist aber ohne Frage ein Pluspunkt auf Googles Konto. Das Verfahren und sein Ausgang sind gerade deshalb besonders interessant, da innerhalb der EU stark auseinander gehende Meinungen rund um die Löschungsmöglichkeit beziehungsweise -Verpflichtung herrschen.

Erneut darf man sich bei Google über die EU und ihre Kommissionen ärgern. Laut EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia werde man Google auffordern, „seine Vorschläge nachzubessern.“ Sollte Google sich den Zugeständnissen verweigern, könnte eine Milliarden-Strafe drohen. Es geht vor allem darum, dass Google angeblich die eigenen Produkte denen von Konkurrenten in den Suchergebnissen bevorzugen soll. Konkret gemeint sind Produkte wie Google Maps, Preisvergleiche oder die Hotelsuche von Google.

Google hat sich bereits einverstanden erklärt, in den nächsten fünf Jahren Produkte von Wettbewerbern besser zu platzieren. Dies reicht der EU jedoch offenkundig nicht aus. Bis Ende Juni möchte man nun neue Vorschläge von Google hören.