Die Darstellungen einer Website in den Google Suchergebnissen ist entscheidend für die CTR – daher stellen die Snippets ein wichtiges Element der OnPage-Optimierung dar. Woraus das Google Snippet genau besteht und wie man es optimiert, erfahren Sie hier.

Google Suchergebnisse

Title: Die Überschrift in den Suchergebnissen

Die erste für den Snippet wichtige Information ist der Dokumenten-Titel oder schlicht „Title“, der in der Titelleiste des Browserfensters bzw. des aktuellen Browser-Tabs gezeigt wird. Diese Angabe ist im HTML-Code im gleichnamigen Title-Tag hinterlegt. Im Regelfall übernimmt die Suchmaschine diesen unverändert als Überschrift in die Suchergebnisse.

Der Title ist zudem ein wichtiger Faktor für das Ranking. Daher ist es wichtig, relevante Keywords hier zu platzieren. Häufig ist es ratsam, für jede Unterseite der Website einen individuellen Title passend zum Inhalt zu vergeben.

Wie sieht ein guter Title aus?

  • Er enthält das relevante Keyword. Ideal: gut sichtbar gleich am Anfang.
  • Er ist etwa 50 bis 70 Zeichen lang (je nach Bildschirm bzw. Gerät).
  • Er enthält ggf. Signalwörter wie „kaufen“, „finden“ und den Firmennamen.
  • Er ist kurz und knackig formuliert.
  • Er signalisiert dem User, dass die Suchanfrage auf der Website beantwortet wird.

Meta Description: Das Herz des Snippets

Wichtig ist vor allem, die Nutzererwartung zu erfüllen – ein guter Title bringt nichts, wenn der Content nicht dem entspricht, was der Title erwarten lässt. Google schreibt hierzu in seinen Quality Rater Guidelines: „This can result in a very poor user experience when users read the title or click a link only to find that the page does not match their expectations.“

Die im Quellcode hinterlegbare Kurzbeschreibung zur Seite ist die „Meta Description“. Sie wird im Idealfall im Snippet als Beschreibungstext unter der URL angezeigt. In der Regel stehen dafür zwei Zeilen zur Verfügung.

Obwohl die Description nicht direkt rankingrelevant ist, ist sie doch enorm wichtig und sollte bei der Suchmaschinenoptimierung ausreichend Aufmerksamkeit erfahren. Denn sie zeigt dem User, ob die Seite genau das beinhaltet, was er sucht. Sie weckt das Interesse des Suchenden und lockt ihn im besten Fall auf die Website. Somit kann eine gute Description die CTR steigern – und damit indirekt auch das Ranking beeinflussen.

Wie sieht eine gute Description aus?

  • Sie sollte nicht zu kurz und nicht zu lang sein. Idealerweise hat sie zwischen 120 und 140 Zeichen inklusive Leerzeichen (je nach Bildschirm bzw. Gerät).
  • Sie funktioniert nach dem klassischen AIDA-Prinzip: Sie weckt die Aufmerksamkeit und das Interesse, erzeugt einen Wunsch und enthält einen Call-to-Action.
  • Sie stellt die USPs der Website deutlich heraus.
  • Sie ist knackig formuliert und schön strukturiert, sodass der User den Inhalt schnell erfassen kann.
  • Das relevante Keyword zur Seite ist enthalten und steht auch hier möglichst weit am Anfang. Der Suchbegriff des Users wird in den SERPs gefettet dargestellt, sodass er schnell erkennt, welchen Stellenwert der Begriff in der Description hat.
  • Sie ist unique. Das heißt: Auch die Beschreibung sollten Sie für jede Seite individuell vergeben.

Ist im Quelltext keine Description angegeben, ist die vorhandene Angabe offenkundig ungeeignet oder passt sie schlichtweg nicht zur entsprechenden Suchanfrage des Users, wird eine andere ausgespielt. Dabei handelt es sich meist um einen automatisch ausgewählten Textausschnitt aus dem Seiteninhalt, den Google für die Suchanfrage als geeigneter erachtet (weil er beispielsweise das Keyword enthält). Dies kann auch geschehen, wenn der Suchbegriff sehr gut auf einen speziellen Textabschnitt passt – im Regelfall zum Vorteil für alle Beteiligten.

Tools & Tricks für die Optimierung des Suchergebnisses

Um die Optimierung der Snippet-Darstellung zu vereinfachen, findet man auf einigen Websites praktische Tools. Ein Beispiel ist der Snippet Generator von Sistrix: Hier wird das potenzielle Google-Ergebnis direkt dargestellt. Die Farbgebung zeigt an, ob der Text eine gute Länge hat oder ggf. abgeschnitten werden könnte. Sistrix bietet darüber hinaus weitere praktische Möglichkeiten, die Sichtbarkeit der eigenen Seite zu überprüfen und zu optimieren. Mehr dazu in unserem Sistrix Beginner’s Guide.

Google-Suchen begleiten uns täglich – und so werden wir alle auch immer besser darin, die Ergebnisse zu überfliegen, um zu entscheiden, wo wir genauer hinschauen. Das gelingt besonders gut, wenn für den User das Angebot der Website schnell erfassbar ist.

Um das zu erreichen, sollten Sie den Text in der Description, aber auch im Title optisch strukturieren. Hierzu bietet sich der Einsatz von Doppelpunkten, Gedankenstrichen, Sonderzeichen und das Abgrenzen mit einer Pipe (das ist der senkrechte Strich: |) an. Hier ein Beispiel einer Description mit einer schönen, schnell erfassbaren Struktur:

Darstellung Title
Kurze, prägnante Formulierungen sowie optische Akzente über Sonderzeichen wecken die Neugierde und erhöhen die Klick-Attraktivität.

Auch mit Sonderzeichen kann man aus der Masse herausstechen. Eine Zeit lang hat Google keine Sonderzeichen ausgespielt. Derzeit ist die Verwendung wieder möglich. Wichtig hierbei: Das Sonderzeichen sollte zum Inhalt passen und nicht inflationär benutzt werden. Hier ein Beispiel – das Flugzeug passt zum Inhalt, wurde nur einmal benutzt und sorgt für eine attraktive Description:

Darstellung Description

Auch Häkchen sind ein beliebtes Sonderzeichen für Aufzählungen, hier können sie selbstverständlich auch mehrfach verwendet werden.

Darstellung Sonderzeichen
Darstellung Sonderzeichen 2

Eine Code-Liste mit möglichen Sonderzeichen finden Sie hier. Aber Vorsicht: Nicht alle werden 1:1 von Google übernommen.

Rich Snippets, Featured Snippets & Rich Cards

Außer Title, URL und Description weisen einige Suchergebnisse noch weitere Informationen auf, beispielsweise Bewertungen, Veranstaltungen, Angaben zu Autoren & Unternehmen, Preise, Rezepte und vieles mehr. Hier einige Beispiele:

Darstellung Rich Snippet
Darstellung Rich Snippet 2
„Rich Snippets“ bieten den Nutzern weitere Informationen wie z. B. Bewertungen oder Preisinformationen.

Diese erweiterten Informationen können mit entsprechenden Markups im Quellcode angegeben werden. Von vielen Suchdiensten wird hierfür der Standard „Schema.org“ unterstützt (eine Dokumentation mit entsprechenden Beispielen findet sich auf der gleichnamigen Website http://schema.org). Den eigenen HTML-Code kann man direkt bei Google überprüfen lassen.

Keinen direkten Einfluss hat man selbst auf die Darstellung als „Featured Snippet“. Dieses zeigt noch mehr Informationen an. Google spielt ein Featured Snippet aus, wenn eine Website die spezielle Frage des Users besonders genau und zielgerichtet beantwortet. Hier ein Beispiel. Die Anfrage lautete „Wie kocht man Spargel“:

Darstellung Featured Snippet

Breadcrumb

In vielen Fällen spielt Google statt der kompletten URL eine praktische Breadcrumb-Darstellung aus, bei der der User direkt sieht, wo innerhalb der Website er sich bei einem Klick auf das Ergebnis befinden wird. Oben ein Beispiel ohne Breadcrumb-Darstellung, unten mit:

Darstellung ohne Breadcrumb
Darstellung mit Breadcrumb

Hierfür sollte die Zielseite natürlich auch über eine sichtbare Brotkrumen-Navigation verfügen.

Site Links

Hilfreich für eine gute CTR sind auch Site Links. Das sind Links, die zusätzlich zum Suchergebnis inklusive einer kurzen Beschreibung dargestellt werden. Allein durch den Platz, den derart ausgespielte Suchergebnisse auf der Suchseite einnehmen, sind sie präsent und ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Zudem kann der User direkt auf die Unterseite klicken, die ihm am relevantesten erscheint.

Darstellung Site Links

Google generiert diese Site Links automatisch und gibt dem Seiteninhaber seit einigen Monaten keine Möglichkeit mehr, einzelne Links gezielt zu entfernen. Möchte man eine Seite davon ausschließen, muss sie auf „noindex“ gesetzt werden – wodurch sie vollständig aus den Suchergebnissen entfernt wird.

Mobile Suchergebnisse

Ein spannendes Feld ist inzwischen natürlich die mobile Suche und die entsprechende Darstellung der SERPs. Laut Google werden inzwischen über die Hälfte aller Suchanfragen mobil getätigt. Daher ist die Darstellung der mobilen Suchergebnisse mindestens genauso wichtig wie die Desktop-Darstellung. Hier ein paar Hinweise zu Besonderheiten bei der mobilen Suche:

Länge von Title & Description

Soll Ihre Description auch mobil vollständig ausgespielt werden, sollten Sie sich derzeit auf ca. 120 Zeichen beschränken. Nachteil: In den Desktop-SERPs ist die Description dann verhältnismäßig kurz.

Der Title wird in der Regel in voller Länge angezeigt. Tatsächlich hat man derzeit beim Title in den mobilen SERPs sogar etwas mehr Platz (bis zu 78 Zeichen) als in der Desktop-Variante (bis zu 70 Zeichen).

Einen Test zur mobilen Darstellung können Sie hier durchführen: http://www.mobileserps.com/.

Rich Cards

Noch ziemlich neu bei Google sind die sogenannten Rich Cards, die für die mobile Suche eingeführt wurden. Hierbei handelt es sich um Boxen mit Bild und kurzer Inhaltszusammenfassung, die als Karussell dargestellt werden.

Darstellung Rich Cards

Bisher sind bei der deutschen Suche nur Rich Cards für Rezepte, Kurse und Filme möglich. Bei der englischsprachigen Suche werden auch Jobangebote in Rich Cards dargestellt. Man darf also gespannt sein, in welche Richtung sich das Thema entwickelt und was demnächst möglicherweise noch in den Karussells ausgespielt wird. Mehr über Rich Cards und wie man diese einbindet, finden Sie hier.

Fazit

Die Darstellungen der Suchergebnisse und der mobilen Suchergebnisse ändert sich immer mal wieder. Für die zweite Jahreshälfte 2017 sollten Sie sich Folgendes vornehmen – falls noch nicht geschehen: Title und Description viel Aufmerksamkeit schenken und diese gut strukturieren. Wenn möglich Rich Snippets einbinden. Auf eine gute Seitenstruktur mit Breadcrumbs achten. Und die Snippets für die mobile Darstellung optimieren. So erhalten Sie ein besseres Ranking, mehr Klicks – und sorgen für nachhaltigen Erfolg Ihrer Website!

Quellen & Links

Weiterführende Informationen finden Sie auch hier:
Ryte über den Title
Ryte über die Description
SEO-Book über die mobilen Suchergebnisse
Beitragsbild: Simon // pixabay

Alle Snippet-Darstellungen wurden den Google-SERPs entnommen.

Über die Wichtigkeit der Title-Tags und Meta-Descriptions für das Ranking in den SERPs, also den Suchmaschinen-Ergebnislisten wird immer wieder gern diskutiert und spekuliert. Doch ganz gleich, wie groß der Einfluss des Snippets auf eine gute Platzierung auch immer sein mag, für die Klick-Relevanz ist ein ansprechender Titel und eine möglichst zielführende informative Beschreibung der entsprechenden Website/Webseite von großer Bedeutung (s. a. Lektüretipp unten).

Wie Google die Titel in den Suchergebnissen ermittelt

Bezüglich Title und Description gilt es den Suchenden auf den SERPs abzuholen und ihm dann, und auch das sollte nicht unterschätzt werden, auf der eigenen Website möglichst das zu bieten, was er gesucht hat. Warum? Weil auch die anschließende Verweildauer Google etwas darüber verrät, ob die Seite für den Nutzer zum entsprechenden Suchbergriff etwas zu bieten hatte oder eben nicht. Sollte der Besucher nach wenigen Sekunden wieder verschwunden sein und mit diesem Verhalten zur entsprechenden Suchanfrage alles andere als alleine dastehen, dann könnte das schlicht bedeuten, dass die Seite für die allgemeine Suchmasse nicht das „Richtige“ bereithält (oder das „Richtige“ einfach nicht vermitteln kann).

Ergo: Je genauer Title und Description beschreiben, was den möglichen Besucher erwartet, um so (mehr …)

In den letzten Monaten arbeitet Google extrem aktiv auch an visuellen Veränderungen der Search Engine Result Page (SERP): Angefangen mit der Umstellung der Bildersuche, das Place Search, der Google Instant Suche, den Neuerungen innerhalb der Google Streetview und die Instant Preview Funktion geht die Reise weiter: Die SERPS einer Domain zeigen mitunter mehrere Ergebnisse, wobei das Besondere daran ist, dass der Titel inklusive eines verkürzten Beschreibungstextes, dem sog. kompakten Snippet, angezeigt wird.

Mehrfachergebnisse der Google SERPS
Mehrfachergebnisse der Google SERPS

Positiv zu sehen ist, dass durch diese Darstellung der Suchergebnisse, Nutzer, welche nach bestimmten Informationen suchen, nun noch gezielter angesprochen werden. Der Beschreibungstext wird i.d.R. ab der zweiten Position in der Anzahl der Zeichen verkürzt dargestellt. Angezeigt werden ab dem zweiten Suchergebnis kompakte Snippets mit nur 70-75 Zeichen. Um nun sicher zu gehen, dass die Kernaussage innerhalb der Beschreibung angezeigt wird, sollte diese möglichst innerhalb der ersten Zeile untergebracht werden. So wird gewährleistet, dass auch bei einer gekürzten Anzeige der Suchergebnisse, relevante Informationen angezeigt werden. Da die Beschreibung immer noch ein wesentlicher  Entscheidungsfaktor für die Klickrelevanz der Suchenden ist, hat eine qualitativ gute Beschreibung weiterhin eine hohe Bedeutung und sollte entsprechend angepasst werden.

Die Anzeige der Mehrfachergebnisse innerhalb der SERPS findet i.d.R. im Zusammenhang mit Marken bzw. bei einem Bezug zum Domainnamen statt. Jedoch kommt es auch ab und an vor, dass bei der Eingabe eines spezifischen Begriffs eine Domain mehrfach mit relevanten Unterseiten im neuen Format angezeigt wird.

Zu den Aufgaben der Suchmachinenoptimierung gehört die Überprüfung und Anpassung des Titles und der Meta-Description von Webseiten. Dabei kann man die aktuelle Description einer Seite nur recht umständlich im HTML-Quelltext einsehen. Hilfreich ist hier ein kleines Bookmarklet, welches diese Daten in einem kleinen Fenster ähnlich wie auf den Ergebnisseiten der Suchmaschinen wie Google darstellt.

Bei einem Bookmarklet handelt es sich im ein kleines Makro, welches in JavaScript geschrieben ist und als Bookmark im Webbrowser abgelegt wird. In einem solchen Bookmarklet muss der gesamte Code in einer einzelnen Zeile untergebracht werden, da er sonst nicht in der Adresszeile des Bookmarks gespeichert werden kann.

Bookmarklets: Javascript-Makros als Lesezeichen

Installation des SERP-Preview- Bookmarklets

Die Installation des Bookmarklets ist recht simpel. Einfach im Firefox auf folgenden Textlink klicken, Maustaste gedrückt halten und in die Linkleiste des Browsers ziehen:

SERP-Preview

Nun kann man nach dem Aufruf einer beliebigen Seite im Browser auf das Lesezeichen „SERP-Preview“ klicken und schwuppdiwupp öffnet sich das Preview-Fenster.

SERP-Preview

Ein Popup-Blocker sollte unserer Erfahrung nach keine Probleme verursachen. Vielleicht erspart dieses kleine Script dem einen oder anderen ja etwas Arbeit. 😉