Seit der Einführung der Google Suche im Jahr 1998 wurden von Google kontinuierlich weitere Dienste eingeführt. Einige hatten nur eine kurze Lebensdauer, verschwanden geräuschlos oder konnten sich beim Nutzer schlicht nicht etablieren. Andere Angebote wiederrum fristen ein Dasein jenseits jeglicher Popularität, doch dazu mehr im späteren Verlauf dieser Serie. Aus der inzwischen schwerlich überschaubaren Anzahl unterschiedlicher Produkte, haben wir einige ausgewählt, um sie hier in kurzer Form zu umreißen.

Beginnen möchte ich mit, einem der ersten durch eine breite Nutzerschaft angenommenen Dienste, dem Service von Google Maps. Im Jahr 2005 gestartet, konnte Google mit seinem Geodatendienst einen kontinuierlichen Besucherzuwachs verzeichnen und bot bereits ab 2006 hochauflösende Karten für einen großen Teil Deutschlands an. Neben dem Routenplaner, der vor kurzem um einen Kraftstoffrechner ergänzt wurde, bietet Google Maps vor allem die sehr nützliche API Schnittstelle zur Einbindung der Karten in eigene Webprojekte.

Die Darstellung von Google Maps auf Mobiltelefonen, seit 2007 unterstützt, erfordert die Installation einer gerätespezifischen Softwareversion. Eine Lokalisierung des eigenen Standorts ist per GPS, WPS und GSM möglich. Location-Based-Services wie bspw. Google HotPot oder Google Latitude können so genutzt werden. Anzumerken ist, dass die Positionsbestimmung durch die GSM-Ortung sehr ungenau und für Location-Based-Services denkbar ungeeignet bleibt.

Google Maps ScreenshotEhemals als Branchencenter bekannt, hat Google seit 2009 sein lokales Suchangebot unter dem neuen Namen Google Places etabliert. Auf Google Maps aufbauend, werden in Places durch Google aggregierte Informationen zu ortsansässigen Unternehmen, Einrichtungen und bekannten Plätzen in der dem Benutzer vertrauten GoogleMaps Ansicht publiziert. Inzwischen ist die Online-Suche übrigens die beliebteste Technik bei der Suche nach lokalen Unternehmen!

Google Places Seite eines RestaurantWer sich als Eigner einer Adresse authentifiziert, hat hier die Möglichkeit in einem detaillierten Profil die eigene Institution, Einrichtung oder Unternehmen, seine Angebote und seine Leistungen darzustellen. Die Feststellung der Rechte an einem Eintrag kann durch die Übermittlung einer PIN per Telefonanruf, per SMS oder analog per Postkarte erfolgen. Wertvoller, zusätzlicher Traffic kann so für die digitale Adresse im Web, wie auch für die Adresse vor Ort erzeugt werden. Auch in Anbetracht der durch Google HotPot geschaffenen Basis für Bewertungen, kann es nie Schaden die eigene Reputation im Netz zu beobachten. Eine Prüfung ob für die eigene Adresse bereits ein Eintrag vorliegt, ist somit dringend geboten.

Auch in diesem Jahr fand im Januar das von der Handwerkskammer Bremen organisierte Seminar zum Thema „Im Internet gefunden werden“ statt und auch trafficmaxx hat wieder seinen Beitrag zu diesem gut besuchten Seminar beigesteuert.

Dabei wurden die Möglichkeiten von Online Marketing im Allgemeinen, Suchmaschinenoptimierung (SEO) im Speziellen und gerade für lokale Handwerksbetriebe interessante Bereiche wie z. B. Google Places vorgestellt. Die anwesenden Handwerkersmeister und Betriebswirte trugen mit großem Interesse und vielen Fragen zu einem regen Diskussionsaustausch bei, so dass sich der Vortrag fast auf die doppelte Länge der vorgesehenen Zeit ausdehnte. Vor allem die Frage, ob sich Suchmaschinenoptimierung und Web 2.0 für den „kleinen Handwerker“ überhaupt lohnen würde, wurde intensiv diskutiert.

trafficmaxx bei der HWK Bremerhaven
Im munteren Dialog: trafficmaxx-Referent Tim Charzinski (re.) und einige Teilnehmer des Seminars

Selbstverständlich sind Suchmaschinenoptimierung und Google Adwords auch etwas für die Handwerks-Branche, denn wo der interessierte Kunde vor einem Jahrzehnt noch zu den „Gelben Seiten“ griff, nutzt er heute mehrheitlich das Internet, um einen Experten in seiner Nähe zu finden. So entscheidet mittlerweile auch im klassischen Handwerk das gute Ranking und die geschickte Unternehmenspräsentation im Netz maßgeblich über den Zulauf von Neukunden. Keywords mit lokalem Bezug, Adwords mit regionaler Ausrichtung und natürlich das kostenlose Google Places bilden so nur einige der vielen Möglichkeiten, effizientes Online Marketing zu betreiben.

Nachdem schon seit ein paar Tagen die ersten Einblicke in Google Street View möglich waren, sind mit dem heutigen Donnerstag die ersten zwanzig deutschen Städte online gegangen. Im Detail handelt es sich dabei um Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt/Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart und Wuppertal.

Unser Berliner Standort bei Google Street View

Auch wenn die große Mehrzahl aller Gebäude recht detailliert zu erkennen ist, mussten doch nicht weniger als 200.000 Häuser und Fassaden von Google auf Grund eines entsprechenden Antrages grob verpixelt werden. (mehr …)