Ausgewählten Nutzern wird in Google AdWords eine neue Funktion angeboten, die sich noch in der Beta-Phase befindet. Als Tester kann man die Bulk-Uploads für Keywords nutzen. Hierbei handelt es sich um die Möglichkeit, einen Bericht herunterzuladen, der editiert und wieder hochgeladen werden kann.

Um den bearbeitbaren Bericht herunterzuladen, setzt man einfach einen Haken bei „Bearbeitbar“. Sodann erhält man einen Bericht, der unter gewissen Voraussetzungen bearbeitet werden darf. So darf man die ersten drei Zeilen nicht ändern. Eine Änderung setzt einen Wert in der Spalte „Action“ voraus. Auf einer eigens eingerichteten Hilfeseite gibt Google Beispiele für gängige Änderungen und weitere Erklärungen.

Der editierte Bericht kann als Bulk wieder hochgeladen werden. Hierzu wählt man unter „Berichte und Uploads“ den Reiter „Uploads“ aus. Nutzern der Beta-Funktion steht es frei, auch weiterhin den Editor zu nutzen, falls man mit diesem besser arbeiten kann.

MySpace war einst der große Posterboy in Sachen Social Media. Mit dem Aufkommen von Twitter, Facebook und damals auch noch studiVZ sowie einiger zweifelhafter Entscheidungen seitens MySpace verließen seinerzeit stetig Scharen von Nutzern den nun ehemaligen Riesen. Nun befindet sich eine neue MySpace-Version in der Beta-Phase und will Vergangenes wiedergutmachen.

Das grafische Design und Interface wurde in eine zeitgemäße Richtung gestoßen. Übrig bleibt vom ursprünglichen MySpace der Name und eine bequeme Radio- und Musikfunktion. Durch letztere Funktion ermöglicht das neue MySpace die Nutzung der Oberfläche, die im Grunde eine Mischung aus Facebook und Twitter darstellt, während im selben Fenster ein eigener oder ein fremder Musikmix läuft.

Profile bieten viel Raum zur Eigenpräsentation. (Quelle: Myspace.com)
Profile bieten viel Raum zur Eigenpräsentation. (Quelle: Myspace.com)

Noch erscheint die neue Oberfläche etwas verworren und führt den Nutzer so in den ersten paar Minuten öfters auf einen falschen Pfad. Schon nach kurzer Zeit hat man sich aber an die Bedienung gewöhnt.

Den Dreh- und Angelpunkt von MySpace stellt der Stream dar. In diesem werden die Neuigkeiten der Nutzer eingeblendet, mit denen man sich verbunden hat. Aufgrund der künstlerischen Ausrichtung, lassen sich in den Meldungen Bilder und Sounddateien einbinden. Auch der eigene Standort kann angehängt werden. Die Mitteilungen können bis zu 150 Zeichen umfassen.

Die Eingabemaske für News. (Quelle: Myspace.com)
Die Eingabemaske für News. (Quelle: Myspace.com)

In Zukunft wird es zumindest interessant werden, ob MySpace an alte Erfolge anknüpfen kann oder ob der Markt dann doch gesättigt ist und die Nutzer fort bleiben.

Das Circle-Training ist vorbei: Ab sofort können neue Benutzer sich bei Google+ auch ohne Einladung anmelden. Die neue Errungenschaft wird von Google zudem schwer zu übersehen auf der Google-Startseite beworben:

Gleichzeitig wurden eine Reihe von neuen Features eingespielt. Die hervorstechendsten darunter sind Erweiterungen der „Hangouts“, die nun neben reiner Gruppen-Videotelefonie auch Screensharing, Whiteboard-Funktionen und eine Integration von Google Docs bieten.

Unter dem Namen Caffeine startete Google Anfang letzter Woche einen öffentlichen Testlauf der weiterentwickelten Architektur der Suchmaschine. In Googles Webmaster Blog teilt das Unternehmen mit, dass an diesem zuvor geheimen Projekt bereits seit mehreren Monaten gearbeitet wurde. Zu vermuten ist, dass Google angesichts der aktuellen Bewegung auf dem Suchmaschinenmarkt („Microhoo – Microsoft übernnimmt die Yahoo Suche“) mit „schnelleren und relevanteren“ Ergebnissen selbst im Gespräch bleiben will. Google verspricht, mit diesem Update „die Grenzen hinsichtlich der Indexierungs-Geschwindigkeit, der Genauigkeit, des Umfangs und anderer Dimensionen zu erweitern“:

It’s the first step in a process that will let us push the envelope on size, indexing speed, accuracy, comprehensiveness and other dimensions.

So, was fällt also nach den ersten Gehversuchen hinsichtlich dieser Kriterien auf?

Ein bisschen schwammig erscheint der Begriff „Indexierungs-Geschwindigkeit“ (indexing speed) – ist hiermit die Geschwindigkeit gemeint, mit der Google neue Seiten findet und indiziert oder aber die Geschwindigkeit, mit der Caffeine Suchergebnisse präsentiert? Letzteres mal angenommen, lassen sich tatsächlich z.T. erhebliche Unterschiede in der Geschwindigkeit feststellen, in der der „aktuelle“ und „neue“ Google-Code die Ergebnisse präsentieren.

Im Bereich unseres Testings ist Caffeine teils deutlich schneller als der aktuelle Google-Algo – allerdings nur ablesbar anhand der von Google selbst angegebenen Geschwindigkeit in der Ergebnisleiste. Diese letztlich subjektiv nicht mehr zu fassenden zeitlichen Unterschiede im Millisekundenbereich sind jedoch für den normalen User kaum bemerkbar. Mehr Geschwindigkeit könnte zukünftig aber ggf. auch mehr Features in den Suchergebnissen zulassen.

Ein anderer Nutzen wäre da schon die versprochene Genauigkeit und Keyword-Relevanz der Suchergebnisse. Mit den URL-Parametern &hl=de (für die deutsche Sprache) und &gl=de (für das deutsche Targeting) lässt sich auch mit deutschen Ergebnissen ein wenig rumspielen. In der aktuellen Pre-Beta scheinen News und Kommunikation ein stärkeres Gewicht zu erhalten, so werden z.B. die News-Ergebnisse in der Sandbox meistens prominenter angezeigt. Wikipedia-Einträge hingegen, die derzeit häufig auf den Top-Plätzen zu finden sind, rücken oft weiter nach hinten. Genaueres wird sich aber erst zeigen, wenn die Änderungen in den Live-Betrieb gehen.

Weitere Unterschiede lassen sich am Umfang der präsentierten Suchergebnisse ausmachen. Hier fährt Caffeine einen deutlich erweiterten Index vor. Wahrscheinlich lässt sich so zukünftig ggf. die ein oder andere zusätzliche Perle im Long-Tail finden, die es vorher noch nicht in den Index geschafft hat.


Fazit
Insgesamt ist es zum heutigen Zeitpunkt schwer, ein abschließendes Fazit zu ziehen – zu viele Fragen in der Definierung der Neuerungen weist die aktuelle Prä-Beta-Version noch auf. So bleibt natürlich abzuwarten, welche Änderungen in Caffeine noch einfließen werden oder wie sich der Index der neuen Version erweitern bzw. verändern wird. Aktuell macht es eher den Eindruck, als ob der Index noch etwa vier bis sechs Wochen hinter dem Live-Algo herhinken würde.

Aber auch wie sich die AdWords-Einblendungen auf die Suchergebnisse auswirken werden, welche weiteren Änderungen in das Update einfließen. Man kann jedoch sicher davon ausgehen, dass sich in Zukunft noch einiges tun dürfte. Webentwickler, Power Sucher und interessierte Nutzer sollten auf jeden Fall einen Blick riskieren.