Fast einen Monat ist es her, dass den deutschen Online-Shops die gesetzmäßige Bestellbutton-Regelung auferlegt wurde. Im Vorfeld gab es bereits Untersuchungen, die sich mit der Suche nach der sinnvollsten Buttonbeschriftung anhand der Gesetzesvorlage beschäftigten. Nun wurde ein erstes Resümee von der Internet World Business und etracker veröffentlicht. Das Ergebnis: der Conversion-Rate geht es nach wie vor gut.

Daumen hoch! Der Conversion-Rate geht es gut. (Bildquelle: Sarah Reid / flickr.com CC-BY)

Es wurden die Daten von insgesamt 800 Online-Shops gesammelt und es scheint anhand dieser ersten Untersuchung Entwarnung geben zu können. Ein massiver Gewinneinbruch aufgrund ungewohnter Buttonbeschriftungen dürfte wohl kaum einen Online-Shop ereilen. Die Kaufabsicht, so Internet World Business, lässt sich durch Formulierungen wie etwa „Zahlungspflichtig bestellen“ oder „Kaufen“ nicht abschrecken.

Dies bedeutet zwar, dass die Gesetzesänderung keinen negativen Einfluss auf die Online-Branche hat. Allerdings muss definitiv darauf geachtet werden, dass die Gesetzesvorgaben korrekt umgesetzt werden – ansonsten drohen Abmahnungen.

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Es gibt eine neue Studie rund um die Optimierung der Conversion-Rate. Wir haben bereits mehrmals auf die baldige Umstellung der Beschriftung von Bestellbuttons hingewiesen. Doch welche der zulässigen Beschriftungen empfiehlt sich am ehesten für die eigenen Anforderungen?  Bei explido hat man sich dieser Fragestellung angenommen und die eingangs erwähnte Studie erarbeitet. Hierbei wurden in zwei bekannten Online-Shops, denen von Conrad Electronic und Steiff, jeweils verschiedene Beschriftungen getestet. Die Fragestellung geht denn auch keine Umwege: Welches Wording führt zu mehr Umsatz?

Noch einmal zur Erinnerung: Formulierungen, die bedenkenlos mit der neuen Regelung konform gehen sind „Zahlungspflichtig bestellen“, „Kostenpflichtig bestellen“, „Zahlungspflichtigen Vertrag abschließen“ und schließlich der pragmatische Klassiker „Kaufen“.

Eine unzulässige Beschriftung.
Dies wäre ab dem 1.8.2012 keine gültige Bestellbuttonbeschriftung mehr. (Foto: edkohler / flickr.com CC BY)

Diese Formulierungen wurden von explido nun in den Shops von Conrad und Steiff getestet. Das Ziel war, Umsatzeinbußen zu vermeiden und, falls möglich, sogar mehr Umsatz zu verzeichnen. Lediglich die allzu umständliche Beschriftung „Zahlungspflichtigen Vertrag abschließen“ wurde nicht berücksichtigt.

Im Fazit bleibt denn festzustellen, dass die Beschriftung des Bestellbuttons scheinbar in Abhängigkeit zu der Zielgruppe steht. So lassen sich innerhalb der getesteten Varianten im Online-Shop von Conrad Electronic kaum Unterschiede untereinander feststellen. Auch waren keine Umsatzeinbußen zu verzeichnen. Der Online-Shop von Steiff profitierte indes von der Beschriftung „Kaufen“ sowohl bei Kaufabschlüssen als auch beim Umsatz.

Da das Splittraffic-Testing in den Tools von Google Analytics ohnehin bald integriert ist, wir berichteten, empfiehlt bei Unschlüssigkeit dieser Weg um die individuell geeignete Variante zu bestimmen.

Die komplette Studie lässt sich bei explido direkt runterladen.

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