Facebook: Steigendes Desinteresse bei jugendlichen US-Amerikanern

Facebook: Steigendes Desinteresse bei jugendlichen US-Amerikanern

150 150 Björn Hallmann

Welche Auswirkungen hätte ein größerer Bedeutungsrückgang?

Dieser Tage läuft es bei Facebook rein finanziell geradezu goldig. Wachsende Werbeeinnahmen, insbesondere durch eingebettete Werbung auf Smartphones und Tablets, und ein Wachstum (fast 60 Prozent), das sich sehen lassen kann. Allem Anschein nach gute Voraussetzungen, um auch einen Anstieg bei der Facebook-Aktie zu erwarten. Tatsächlich stieg das Papier auch direkt nach der Veröffentlichung der aktuellen Bilanzen, aber dann sorgte der Finanzchef David Ebersman doch noch für Enttäuschung.

Der Grund: Die Nutzung des sozialen Netzwerkes durch US-amerikanische Jugendliche ist zwar generell stabil, aber es gibt einen Rückgang bei der täglichen Verwendung. Wie einflussreich eine solche Entwicklung sein kann, deutet sich durch die nachfolgende Reaktion der Börsianer zumindest im Kleinen an, diese ließen den Kurs der Aktie umgehend fallen und ihn knapp im Minus enden.

Da sich aber grundsätzlich nichts an der permanent steigenden Internetnutzung aller Altersstufen getan hat, ist wohl davon auszugehen, dass sich die Jugendlichen, statt ihre Zeit bei Facebook zu verbringen, mehr und mehr mit anderen sozialen Netzwerken und Inhalten beschäftigen. Das verdeutlicht einmal mehr, dass es auf Dauer nicht sinnvoll erscheint, sich als Betreiber einer Website nur auf wenige (”erfolgreiche“) soziale Netzwerke zu beschränken. Neben der Standortsuche nach der eigenen Zielgruppe sollten auch Alternativen immer im Auge behalten werden, um gegebenenfalls aktiv(er) werden zu können. Sicherlich fressen Community-Pflege und die Produktion hochwertiger Inhalte für soziale Netzwerke Ressourcen, zusammengenommen mit den Möglichkeiten und Chancen für die eigenen Marken und Produkte (bspw. Virales Marketing), dürfte sich jedoch eine Strategie, die alle Reaktionsmöglichkeiten offen hält, als sinnvoll erweisen. Kein Wunder also, dass längst der Ruf nach spezialisierten Social-Media-Managern laut wird.

Über das Thema berichtet aktuell auch heise online. Zum entsprechenden Artikel geht es hier lang.

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