Facebook: Neuer Algorithmus löst den EdgeRank endgültig ab

Facebook: Neuer Algorithmus löst den EdgeRank endgültig ab

150 150 Björn Hallmann

Der EdgeRank wird assimiliert in 100.000+ neue Rankingfaktoren

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Jetzt wird sich vielleicht die Eine oder der Andere fragen: Was ist das eigentlich – EdgeRank? Das ist vereinfacht gesagt der geheime Algorithmus, den Facebook bis vor gut zweieinhalb Jahren ausschließlich für das Erstellen der Beitragsrankings verwendete. Der gehört nun zwar namentlich der Geschichte an, aber er bleibt natürlich auch weiterhin in den ihm nun nachfolgenden über 100.000 individuellen Rankingfaktoren relevant. Hier noch einmal ein kurzer, knackiger, von der ARD erstellter Clip zum EdgeRank – möge er in Frieden assimiliert worden sein.

Bereits vor zweieinhalb Jahren begann bei Facebook die Entwicklung eines Nachfolgeralgorithmus. Seit dieser Zeit, so heißt es auf marketingland.com, habe man schon gar nicht mehr vom EdgeRank gesprochen.

Backstorm zieht Vergleiche zu Suchmaschinen

Die Marketingseite hatte letzte Woche mit Lars Backstrom, der für das News Feed Ranking bei Facebook mitverantwortlich ist, gesprochen und einiges über das endgültige Ableben des EgdeRankes sowie dessen nachfolgenden Algorithmus erfahren. Der Engineering Manager von Facebook verriet weiter, dass nun bereits über 100.000 individuelle Faktoren für den News Feed verantwortlich seien und die drei elementaren EdgeRank-Faktoren Relevanz, Gewichtung und Aktualität auch weiterhin Beachtung finden würden. Allerdings, so Backstrom, seien gegenüber den bewährten Faktoren nun auch andere gleichwertig bedeutsam. Insgesamt zog er einen Vergleich zu der Erstellung von Rankings bei Suchmaschinen, die ebenfalls eine Vielzahl unterschiedlichster Daten zur Erstellung Ihrer Suchergebnisse benutzen. Allein der Faktor der Relevanz soll ausgesprochen facettenreich geworden sein und wird bereits durch mehrere Kategorien und Unterkategorien definiert. Grundsätzlich soll aber eines in jedem Fall weiterhin Gültigkeit besitzen: Interessante Inhalte, die eine hohe Interaktionsrate erzeugen, steigern auch weiterhin die eigene Reichweite. Auch hier liegt die Vergleichbarkeit zur Suchmaschinenoptimierung auf der Hand.

Natürlich bleiben die Aussagen zum neuen Algorithmus bewusst vage, denn, und hier passt dieselbe Analogie von Backstrom, Google und Co lassen sich ja auch nur ungern in Ihre Ranking-Geheimnisse schauen. Es wird also wie gehabt bei der Online-Community liegen, diese nach und nach aufzudecken und damit dann zu spielen.

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