Transaktions-Suchanfragen: Suchen, Klicken, Kaufen!

Transaktions-Suchanfragen: Suchen, Klicken, Kaufen!

1280 548 Franziska Frese

Titelbild zum Beitrag zu Transaktions-Suchanfragen

Ob Transaktions-Suchanfragen, Navigations-Suchanfragen oder Informations-Suchanfragen: Suchanfragen bieten im Online-Marketing konkrete Rückschlüsse auf die jeweilige Suchintention. Das gilt im besonderen Maße für Transaktions-Suchanfragen.  Welche Bedeutung den speziellen Keyword-Phrasen beispielsweise für Ihre Conversion-Rate zukommt, erfahren Sie jetzt im Folgenden – inklusive wertvoller SEO-Tipps!

Transaktions-Suchanfragen versus Navigations- und Informations-Suchanfragen

Webnutzer formulieren Suchanfragen bei Google und Co in Abhängigkeit ihrer jeweiligen Intention. Dabei sind den verschiedenen Suchanfragen spezifische Interessen und Bedürfnisse vorgelagert. Transaktions-Suchanfragen sind auf den Kauf von Produkten oder auf vergleichbare Transaktionen ausgelegt, wohingegen die Navigations-Suchanfragen das Ziel verfolgen, eine bestimmte Website bzw. Unterseiten dieser ausfindig zu machen. Gibt der Nutzer Informations-Suchanfragen ein, dient die Suche zunächst nur der Informationsbeschaffung.

Längst können die Algorithmen der Suchmaschinen zwischen den verschiedenen Suchanfragearten differenzieren. Daher wird der ausgespielte Content in besonderem Maße vom Typ der Suchanfrage beeinflusst, natürlich auch, um dem User möglichst optimale Ergebnisse zu liefern. Somit führen navigationsorientierte Anfragen tendenziell zu beispielsweise Unternehmensseiten, informationelle Fragen zu Blogartikeln oder Wissensdatenbanken und transaktionale Anfragen zu passenden Onlineshops. Unter letztere fallen neben Shops für physische Güter beispielsweise auch Kredite, Versicherungen und Abonnements wie Netflix.

Als Anbieter von Produkten sollten Sie der Suchintention Ihrer Nutzer eine hohe Bedeutung bei der Ausgestaltung Ihrer Website beimessen.  Um von Ihren Kunden gefunden zu werden, empfehlen wir Ihnen, deren Bedürfnisse und Suchanfragen in Erfahrung zu bringen und für die verschiedenen Suchanfragearten passende Inhalte bereitzustellen . Diese Inhalte sollten in einer dem Besucher verständlichen, zugänglichen Form präsentiert werden. Dazu später mehr. Diesbezüglich lohnt es sich, das Hauptaugenmerk auf die Transaktions-Suchanfragen zu legen, auf die wir im Folgenden noch ausführlicher eingehen.

Transaktionale Suchanfragen: Der Conversion auf der Spur

Transaktionale Suchanfragen Der Conversion auf der Spur

Tätigt ein potenzieller Kunde eine Transaktions-Suchanfrage, zieht diese mit hoher Wahrscheinlichkeit den Kauf eines Produktes nach sich. Die gesteigerte Kaufbereitschaft spiegelt sich in der Suchintention des Suchanfragetyps wieder. Die Bandbreite der transaktionalen Anfrage reicht vom Produktkauf im Internet über den Abschluss von Bestellungen bis hin zur Anmeldung zu einem Event oder Newsletter-Abonnement.

Charakteristisch für die transaktionalen Suchanfragen ist deren Aufbau. Sie enthalten typischerweise Verben wie „kaufen“, „buchen“ oder „bestellen“ sowie Partizipien wie „gesucht“ in Kombination mit Produktnamen, Produktkategorien oder Markennamen. Es handelt sich bei Transaktions-Suchanfragen somit in der Regel um Longtail-Kombinationen.

Aufbau / Art der Transaktions-Suchanfrage

Beispiel

Verb in Kombination mit Produktkategorie, Produktname und/oder Markenname

Schuhe bestellen,

Apple MacBook kaufen

Partizip in Kombination mit Produktkategorie, Produktname und/oder Markenname

Wohnzimmermöbel gesucht, Sony Playstation 4 gesucht

Transaktions-Suchanfrage mit lokalem Bezug

Schuhe kaufen Ostfriesland, Gebrauchtwagenhändler Bremen

Eine Besonderheit stellen Suchanfragen wie „Weinhändler Berlin“ oder „Schuhe kaufen Ostfriesland“ dar. Dies sind Beispiele für transaktionale Suchanfragen mit lokalem Bezug. Dazu zählen zudem häufig die Suchen nach Hotels, Restaurants und Flügen.

Die detaillierten und expliziten Produktbeschreibungen, die Transaktions-Suchanfragen häufig ausmachen, deuten darauf hin, dass sich der Suchende dem Produkt im Vorfeld bereits durch diverse Suchbegriffe beziehungsweise Suchanfragen angenähert hat. Wer die konkrete Eingabe „Steppjacke Hilfiger rot M kaufen“ tätigt, hat die Informationsbeschaffung zu diesem Zeitpunkt bereits vollständig abgeschlossen. Der Suchende befindet sich nun am Ende des Conversion Funnels, da der Kauf unmittelbar bevorsteht.

Alles, was Sie bei dieser Steilvorlage jetzt noch tun müssen, ist den Kunden entsprechend abzuholen. Heraus springen im Erfolgsfall prominente Platzierungen in den SERPs, die Steigerung Ihrer Conversion-Rate sowie Ihrer ROI-Werte. Mit anderen Worten: Es spricht viel dafür, den Transaktions-Suchanfragen bei der Optimierung Ihrer Website eine entsprechend hohe Beachtung zu schenken. Und wie Sie Ihre Seite auf transaktionale Anfragen hin verbessern können, zeigen wir Ihnen im nächsten Abschnitt.

Unsere SEO-Tipps zu Transaktions-Suchanfragen:

Beitragsbild zu SEO-Tipps zu Transaktions-Suchanfragen

Im Idealfall bietet Ihre Website Inhalte für jede Art relevanter Suchanfragen. Wichtig für die Planung des Contents ist die Berücksichtigung der Userbedürfnisse zu unterschiedlichen Zeitpunkten der Customer Journey. Auch bei Transaktions-Suchanfragen hängen gute Ranking-Positionen in den Suchergebnissen maßgeblich von einer durchdachten und ganzheitlichen SEO-Strategie ab. Letztlich bilden OnPage- und OffPage-Optimierung die Basis für Toprankings. Diese entscheiden wiederum, ob angepeilte Zielgruppen überhaupt zu Ihrem Webangebot finden können.

Aber worin bestehen die Bedürfnisse der Nutzer? Was tippen Ihre potenziellen Kunden buchstabengetreu in die Suchleisten von Google und Co. ein? In welcher Form möchten die Suchenden die Antworten auf Ihre Suchanfragen präsentiert bekommen? Diese Fragen werden im Zuge der Suchmaschinenoptimierung eingangs durch eine gründliche Keyword-Analyse und die Entwicklung von Search Personas geklärt. Im zweiten Schritt gilt es, die recherchierten Keyword-Phrasen mit passenden Inhalten zu versehen und diese anschließend adäquat präsentiert in die Website zu integrieren.

Damit die Entscheidung eines Users zugunsten Ihrer Produkte und Dienstleistungen ausfällt, sollten Sie insbesondere textbasierte Inhalte so optimieren, dass diese mit relevanten Keywords zu transaktionalen Suchanfragen angereichert werden. Insgesamt ist die Übereinstimmung zwischen der semantischen Suchmaschinenoptimierung und den Nutzerbedürfnissen der Schlüssel zum Erfolg.

Ihre Website soll gute Rankings zu einer spezifischen Transaktions-Suchanfrage erzielen?

Dann lassen Sie die entsprechenden Transaktionsbegriffe in Ihr Wording einfließen. Dies kann auch mittels Verwendung der entsprechenden Phrasen in den Attributen beziehungsweise den Meta-Tags geschehen. Versuchen Sie, ermittelte transaktionale Wortkombination innerhalb des Title-Tags sowie der Description unterzubringen. Decken Sie die Transaktions-Suchanfragen mit Inhalten auf Ihren Produkt- und Kategorieseiten ab und verwenden Sie dabei gegebenenfalls relevante Branding-Elemente in Title und Description sowie Produktbezeichnungen in URLs. Auch die Verwendung von Rich-Snippets und spezifischen Landingpages ist im Hinblick auf die Erhöhung der Conversion-Rate in den organischen Suchergebnissen zielführend.

SEO und Nutzerfreundlichkeit

Behalten Sie bei aller Optimierung aber die natürliche Ausgewogenheit des Wordings im Auge und vermeiden Sie die bloße Aneinanderreihung relevanter Keywords und Phrasen (Stichwort: Keyword Stuffing). Letzteres kann sich als negatives Ranking-Signal nicht nur unangenehm auf Ihre SERP-Platzierungen auswirken, sondern minimiert auch die User Experience – und für Ihre menschlichen Besucher sind die Inhalte ja in erster Linie gedacht.  Berücksichtigen Sie bei der Optimierung stets, dass die Suchmaschine nur als Informationsvermittler fungiert, wohingegen Ihrer Website die entscheidende Rolle des Informationsträgers zukommt.

Digital Advertising und transaktionale Suchanfragen?

Weshalb auch SEA-Maßnahmen bei Transaktions-Suchanfragen hilfreich sind, lässt sich beispielsweise aus folgender Abbildung schließen:

Beitragsbild Digital Advertising und transaktionale Suchanfragen

Dass die Wortkombination „Rasenmäher kaufen“ zu potenziellen Abverkäufen führt, ist für Suchende wie auch für Google eindeutig. Daher werden neben organischen Suchergebnissen bekanntlich Anzeigen und Product-Listing-Ads (PLAs) ausgespielt. Typischerweise werden bei transaktionsabhängigen Anfragen deutlich mehr Anzeigen ausgespielt als bei der informationsgetriebenen Suche.

Welche Quintessenz leitet sich ab? Fakt ist: Gewinnbringende Transaktions-Suchanfragen bewegen sich auf stark umkämpftem Pflaster. Zudem generieren bezahlte Suchergebnisse hier Großteile des Traffics. Unsere Empfehlung lautet daher, auf die Nutzung von AdWords zu setzen, das auch für Google Shopping essenziell ist. Professionelles, kosteneffizientes Vorgehen wird mit hohen ROI-Werten und der zügigen Steigerung von Umsätzen belohnt.

Local-SEO und transaktionale Suchanfragen:

Und wie steht es um die Transaktions-Suchanfragen mit lokalem Bezug? Wenn Sie beispielsweise bei der Anfrage „VW gebraucht kaufen Bremen“ Toprankings anstreben, ist ebenfalls gezielte SEO für die Erhöhung Ihres ROI unverzichtbar. Die Basis der lokalen Suchmaschinenoptimierung bildet letztlich die Auffindbarkeit Ihres Gewerbes beziehungsweise Angebotes im Internet. Gefunden werden Sie lokal durch die ganzheitliche Pflege Ihres Profils auf Google My Business sowie die Eintragungen in lokalen Branchenverzeichnissen.

Fazit: Transaktions-Suchanfragen = Effektiver Schlüssel zur Umsatzerhöhung

Zwar gibt es neben den Transaktions-Suchanfragen weitere Anfragetypen, jedoch verdient die transaktionalen Suche im Bereich der Suchmaschinenoptimierung sowie der Conversion-Optimierung ein besonderes Maß an Aufmerksamkeit. Wer transaktionale Suchanfragen tätigt, hat das Ziel der Conversion bereits vor Augen.

Zeigen Sie Ihren Zielgruppen mit entsprechenden Inhalten und Angeboten, dass sie bei Ihnen die Produkte und Dienstleistungen finden, nach denen sie explizit suchen. Gleichzeitig verdeutlichen Sie der Suchmaschine, welche Webangebote auf Ihrer Seite befriedigt werden, was letztlich zu einer besseren Einschätzung und im besten Fall zu guten Rankings führt. Haben Sie Ihre passenden Inhalte adäquat ausgezeichnet, gelangt der Nutzer durch die SERPs auf Ihre Website und letztlich zur korrekten Antwort auf seine Suchanfrage. Dabei lohnt sich die Investition in SEA-Maßnahmen, die Teil der ganzheitlichen Online-Marketing-Strategie für das optimale Abdecken transaktionaler Suchanfragen ist.

Quellen und Links:

Blog-Lesetipp: Online Shopping: Stationärer Handel immer unbeliebter! 

Bilder:

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