Zertifizierte Agentur

SERP-Ranking: Heißt es bei Google bald „Tat oder Wahrheit“?

11. März 2015 in SEO | 1 Kommentar

search-engine-76519_640Google-Forscher wollen den Wahrheitsgehalt von Websites zum Faktor machen

Traditionell wird die Qualität einer Website von vielen Suchmaschinen über exogene Signale wie die Hyperlink-Struktur, also insbesondere jenen Verlinkungen, die auf die Seite verweisen, bestimmt. Da dieses Empfehlungssystem als elementarer Rankingfaktor vergleichsweise leicht manipuliert werden kann, was natürlich bei Missachtung von entsprechenden Richtlinien im Falle einer Entdeckung zu Strafmaßnahmen führt, sind Google & Co. naturgemäß brennend an einer objektiveren Methode zur Bestimmung der Qualität interessiert. Ein Ansatz diesbezüglich, der aktuell von einem Google-Team untersucht wird, lautet: das Abschätzen der Vertrauenswürdigkeit einer Web-Quelle.

Mit anderen Worten: Die Google Wissenschaftler arbeiten an einer Methode, endogene Signale, in diesem Fall die Richtigkeit der vorliegenden Sachinformationen, zur besseren Einschätzung von Websites zu nutzen. Außerdem wollen Sie herausfinden, in wieweit dieser Faktor als Einfluss auf das SERP-Ranking verwendet werden kann.

Erste Ergebnisse des Teams wurden nun kürzlich vorgestellt. Aus dem Papier lassen sich vor allem drei spannende Dinge herausziehen:

  1. Websites mit vielen Verlinkungen nach dem Pagerank-Algorithmus weisen überdurchschnittlich oft auch eine hohe Vertrauenswürdigkeit auf – was irgendwie ja auch für den häufig totgesagten Algorithmus spricht.
  1. Derzeit gut rankende “Gossip-Websites“ oder Web-Foren sind zwar beliebt und werden häufig verlinkt, weisen aber eine unterdurchschnittliche Vertrauenswürdigkeit auf.
  1. Das Team geht aufgrund der bisherigen Ergebnisse davon aus, dass dieser Glaubwürdigkeits-Faktor, der „Knowledge-Based-Trust“ (kurz „KBT“) genannt wird, auch weniger bekannte Sites aufspüren und besser sichtbar machen kann.

Zur Untersuchung stellten die Wissenschaftler 2,8 Milliarden Fakten zusammen und ließen die „Wahrheiten-prüfenden-Algorithmen“ 119 Millionen Websites analysieren.

Wahrheit Lüge Schild

Was würde ein solches Ranking-Signal für meine Website bedeuten?

Nichts Gutes, wenn dort nur “unhaltbare“ Behauptungen zu finden wären. Aber Spaß beiseite und mal vom Mehrwert für den gemeinen Google-Nutzer abgesehen, als Betreiber einer Website müsste ich natürlich noch mehr darauf achten, dass die Fakten meiner Seite korrekt sind. Das heißt gegebenenfalls auch, dass Inhalte wie die viel diskutierten Gastbeiträge möglichst einwandfrei sind, das News-Beiträge ordentlich recherchiert sowie von ebenfalls glaubwürdigen Quellen stammen und das sich vielleicht sogar Produkttexte noch näher an überprüfbaren Tatsachen orientieren. Für die eine oder andere Website könnte das eine echte Herausforderung bedeuten, die bei entsprechender Umsetzung letztlich vornehmlich dem Nutzer zugutekommt.

Wahrheit Lüge Schild 2Kleines Fazit:

Auch hier sollte die Devise lauten, lieber früher als später an die Suchenden zu denken und schon jetzt auf brauchbare Informationen sowie hochwertige Inhalte zu setzen. Dann wird es nämlich auch bezüglich eines wahrheitssuchenden “KBT-Tieres“ kein böses, rankingverlustiges Erwachen geben. Stattdessen bekommt man aber schon jetzt zufriedenere Besucher, die gern wiederkehren und vielleicht sogar die eigene Website auf verschiedenen Kanälen weiterempfehlen.

Wird der “Wahrheitsgehalt“ eines Tages zum Ranking-Faktor könnte es also tatsächlich zum „Tat oder Wahrheit“-Spiel kommen. Entweder bedient eine Website die gesuchte Wahrheit oder der Betreiber muss zur Tat schreiten, um mögliche Rankingverluste wieder auszugleichen.

Wenn Sie sich für die gesamten Ergebnisse des Google-Teams interessieren, dann finden Sie diese hier.

Neuigkeit zu erst gelesen auf: heise.de.

 
 

Kommentare

[…] der Regel. Die Ländercodierungen helfen Google dabei, „nutzerrelevantere“ Suchergebnislisten (SERPs) zu erstellen, so […]

Kommentar schreiben

Kommentar