SEO-Pimp your WordPress

SEO-Pimp your WordPress

150 150 Kevin

Vor einiger Zeit haben wir uns bereits mit WordPress und der Absicherung gegen Angriffe befasst. Doch ein Blog sollte natürlich nicht nur sicher sein, sondern auch Leser finden, beziehungsweise von Lesern gefunden werden. Daher wollen wir im Folgenden einige Hinweise geben, wie man Worpdress für Suchmaschinen attraktiv macht, denn obwohl WordPress von Haus aus schon recht gut optimiert ist, einige Stellschrauben gibt es noch immer.

Schon während der Installation sollte darauf geachtet werden, dass die Option „Mein Blog soll für alle sichtbar sein“ aktiviert wird, da andernfalls alle Links innerhalb des Blogs mit dem „nofollow“-Attribut maskiert werden und somit nicht mehr in das Suchmaschinen-Ranking einfließen. Nachträglich kann diese Einstellung unter dem Punkt „Privatsphäre“ im Einstellungen-Menü vorgenommen werden.

Idealerweise legt man direkt nach der Installation die zukünftige URL-Struktur des Blogs fest, denn nachträgliche Änderungen sind immer mit hohem Aufwand verbunden. Die entsprechenden Einstellungen nimmt man unter dem Menüpunkt „Permalinks“ vor. In einer Standard-Installation arbeitet WordPress mit Parametern. Ein Link zu einem beliebigen Beitrag würde dann z.B. so aussehen:

mein-blog.tld/?p=123

Da für eine suchmaschinenoptimierte Seite jedoch sogenannte sprechende URLs verwendet werden sollten, ist diese Lösung keineswegs ideal.

Neben dieser Parameter-URLs werden weitere Varianten angeboten, etwa:

mein-blog.tld/2009/12/21/beitrags-name/

Diese URL ist zwar sprechend, da sie den vollen Titel der Seite oder des Beitrags enthält, jedoch wird die Verzeichnistiefe durch das als Ordner dargestellte Beitragsdatum unnötig vertieft. Ausnahmen bestätigen natürlich wie immer die Regel und so gibt es auch hier Seiten wo ein Datum in der URL Sinn ergibt, wie etwa Nachrichten-Portale oder Blogs mit vielen Beiträgen pro Tag.

Ideal für die meisten anderen WordPress-Installationen ist es aber, die Hierarchien im Blog möglichst flach zu halten, dazu bietet sich der letzte Auswahlpunkt im Permalink-Menü, „Benutzerdefinierte Struktur“ an. An dieser Stelle kann mit Hilfe von Platzhaltern eine eigene URL-Struktur geschaffen werden. Flache und dennoch aussagekräftige Hierarchien ergeben sich zum Beispiel mit der Vorgabe

%category%/%postname%/

So erzeugte URLs würden folgendermaßen lauten:

mein-blog.tld/name-der-kategorie/beitrags-name/

Ebenfalls angepasst werden sollten die Felder „Kategorie-Basis“ und „Tag-Basis“. Dadurch werden die URLs für Kategorie- und Tag-Archive beeinflusst. Hier empfehlen sich eindeutige Benennungen wie „kategorien“ und „tags“. Wer seinen Blog komplett eindeutschen möchte kann aus „tags“ natürlich auch „schlagworte“ machen. Der Phantasie sind hier keine technischen Grenzen gesetzt, jedoch sollte immer auf Sinn und Relevanz geachtet werden.

Wichtig in einem deutschsprachigen Blog ist die korrekte Umwandlung von Umlauten und anderen Sonderzeichen. Da WordPress von Haus aus etwa ein „ä“ in einer URL in ein „a“ umwandelt, geht der Charakter einer sprechenden URL verloren. Um dieses Problem zu lösen, wird häufig das Plugin o42-clean-umlauts verwendet.

Leider wurde die Weiterentwicklung bereits vor längerer Zeit eingestellt und so ist es an der Zeit sich nach einer neuen Lösung umzusehen. Code-Styling.de hat im Mai 2009 eine Lösung vorgstellt, die ganz ohne Plugins auskommt. Lediglich eine kleine PHP-Datei, die auf der Website zum download angeboten wird, muss dafür im Sprachverzeichnis von WordPress (das ist für gewöhnlich wp-content/languages) abgelegt werden. Inzwischen wurden auch weitere Sonderzeichen integriert. Mit etwas Glück wird dieses Workaround irgendwann zu einem festen Bestandteil der WordPress DE-Version.

Um den Titel einer Seite, der im Kopf des Browserfensters angezeigt wird, und die Meta-Daten wie Keywords und Description optimal anzupassen, empfiehlt sich ebenfalls die Verwendung eines zusätzlichen Plugins. So kann man mit Headspace etwa die Metatags und den Seitentitel nach einem Muster festlegen oder individuell für jeden Beitrag und jede Seite anpassen. Noch mehr nützliche Funktionen zur Suchmaschinenoptimierung in einem Plugin bietet das sehr gut gelöste All in One SEO-Pack.

Über eines müssen sich Blogger, die stets ihr Worpdress auf dem neuesten Stand halten, übrigens seit kurzem keine Gedanken mehr machen: Das Canoncial-Tag. Dieses wird seit der Version 2.9 automatisch von WordPress eingebunden.

Zu guter Letzt sollten dafür gesorgt sein, dass das gesamte Blog innerhalb kürzester Zeit von Suchmaschinen indiziert werden kann. Dabei hilft eine XML-Sitemap.
Mit Hilfe des Google-Sitemap-Plugins kann diese automatisch generiert werden, beim Einstellen eines neuen Beitrags wird die Sitemap sofort erweitert und die Suchmaschinen über die Änderung informiert. Neue Seiten werden so in kürzester Zeit in den Index der Suchmaschinen aufgenommen.

Neben einem guten Setup spielt auch das verwendete Theme eine wichtige Rolle. Ein technisch gut optimiertes Blog mit einem schlecht strukturierten und nachlässig ausgezeichneten Template, kann die vorangegangenen Bemühungen zunichte machen.

  • anmerkung: wp-headspace verträgt sich mit bestimmten galerie-plugins nicht und führt zu störungen in funktionen (lightbox & co)

  • habe mir das prog mal angeschaut ist nicht schlecht thx für die informnationen und mach weiter so gruß seotroy

  • Bernhard von AN24 13. August 2010 um 15:51

    @ Björn: Danke für den Hinweis. Ich hab bei einem meiner Blogs schon verzweifelt versucht den Fehler für die Störungen zu finden. Jetzt kann ich das Problem besser angehen.

  • Schon schade, dass nach so vielen WordPress-Versionen immer noch zusätzlich das Plugin o42-clean-umlauts für suchmaschinenfreundliche und saubere Ordner-/Dateinamen installiert werden muss und die Programmierung nicht bereits Bestandteil von WordPress ist.

    Als Permalinks nutze ich übrigens gern mein-blog.tld/name-der-kategorie/beitrags-name.html
    statt mein-blog.tld/name-der-kategorie/beitrags-name/

    Hier liegen die „HTML-Dokumente“ für die Suchmaschinen eine Ebene höher (oder tiefer?), was sich eventuell positiv bei der SEO-Relevanz auswirken könnte. Die Dateien liegen näher am Root-Verzeichnis.

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