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Onlineshops vermarkten – 6 Tipps zum Contentmarketing und Linkbuilding

15. Mai 2012 in SEO | 2 Kommentare

Suchmaschinenoptimierung für Onlineshops ist keine einfache Angelegenheit. Gerade die Off-Page-Optimierung gestaltet sich schwierig, soll sie organisch sein, oder wenigstens so wirken. Spätestens mit der jüngsten – unter „Penguin Update bekannten – Anpassung des Google-Suchalgorithmus verschwimmen die Grenzen zwischen Suchmaschinenoptimierung und Content-Strategie endgültig. Wer jetzt Links will, die der Seite wirklich helfen, muss etwas mehr zu bieten haben, als nur Produkte. Er braucht eine intelligente und kreative Content-Strategie.

Penguin hat für einiges Entsetzen bei zahlreichen Seitenbetreibern gesorgt. Praktisch über Nacht hat Google begonnen, die Backlinks, die eine Seite hat, dezidierter hinsichtlich der Natürlichkeit zu bewerten. Das Ergebnis war, dass Seiten mit unnatürlich anmutender Linkstruktur regelrecht abgestraft wurden.

Google will die relevantesten Seiten liefern und der wichtigste Indikator für die Relevanz ist, dass echte Menschen die Seite empfehlen, indem sie sie verlinken. Echte Menschen verlinken jedoch nicht in Verzeichnissen, in Linkfarmen oder an all den „seltsamen“ Orten, an denen man sich Backlinks in rauen Mengen generieren konnte. Echte Menschen verlinken an anderen themenrelevanten Orten, in Ihren Blogs, auf Ihren Seiten, über die sozialen Netzwerke – mal mit Nofollow, mal ohne, mal mit Ankertext, mal ohne… Das ist eine natürliche Backlinkstruktur und die bringt die Seite nach oben.

Die Frage die sich nun stellt, ist, wie man als Shopbetreiber solche wertvollen Backlinks in ausreichender Menge erhält. Internet-Nutzer verlinken lieben gern auf Außergewöhnliches, Spektakuläres, Polarisierendes und Witziges. Produkte und Produktbeschreibungen stehen in dieser Reihenfolge eher hinten an. Die naheliegende Lösung ist es, aus dem Produkt oder der Produktseite selbst etwas Außergewöhnliches, Spektakuläres, Polarisierendes und Witziges zu machen. Reichert man das Ganze dann noch mit cleveren strategischen Elementen an, steht einem erfolgreichen Linkbuilding nichts mehr im Wege.

Tipp 1: Bieten Sie Außergewöhnliches

Ihre Kategorien-Seiten sind aus SEO-Sicht die Zugpferde Ihres Shops, sind es doch diese Seiten, die für die entsprechenden Keywords oder Key-Phrasen ranken. Zudem sind die Kategorien-Seiten die Seiten, welche die längste Lebensdauer im Shop haben. Produkte ändern sich und mit ihnen die Produkt-Seiten. Kategorienseiten bleiben in der Regel nahezu über die gesamte Lebensdauer des Shops erhalten.

Möglichst viele Links auf die Kategorien-Seiten zu lenken ist demnach etwas, was sich auch langfristig auszahlen sollte. Aber wie schafft man es, dass die Besucher meines Shops auf diese Seiten verlinken? Was könnte Anreiz sein, seinen Freunden oder eben der ganzen interessierten Welt von einer solchen Seite zu erzählen. Man muss eben etwas Besonderes bieten. Was es braucht, ist eine kreative, witzige Idee für die Gestaltung dieser Seiten. Überlegen Sie einfach mal, wie Sie sich mit Ihren Kategorien-Seiten von der Konkurrenz abheben können.  Diese Seite etwa, wurde über 20.000 mal von mehr als 2.000 Root-Domains verlinkt. Ein stattliches Ergebnis für Sekt, Lupen und Plastik-Becher.

Tipp 2: Schaffen Sie sich eine Monster-Seite

Sie locken Kunden durch besondere Angebote in Ihren Shop? Sehr gut. Sie versorgen die einschlägigen Blogs mit Informationen zu Ihren Angeboten und kommen so zu dem einen oder anderen Beitrag nebst Backlink. Noch besser. So kommen über die Zeit, durch viele, viele Angebote und Beiträge einige Links zusammen.

Was wäre, wenn diese Links alle auf eine Seite verweisen würden? Das würde diese Seite sicher ungemein stärken und so dazu führen, dass diese ganz hervorragend gerankt wird. Dann lassen Sie doch einfach alle Links auf eine Seite laufen!

Wählen Sie sich eine Seite aus, die über eine statische URL auffindbar ist und auch sonst alle SEO-Kriterien erfüllt (crawlbar, indexierbar, enthält Keywords,…). Machen Sie diese Seite jetzt zu Ihrer Standard-Angebots-Seite.

Alle besonderen Aktionen, alle Special Offers, alles, was berichtenswert ist, wird auf dieser Seite eingestellt. Im Januar gibt es bei Ihnen Designer-Jeans zu 75% Rabatt. Stellen Sie dieses Angebot auf diese eine Seite und streuen Sie das Angebot. Im Februar bieten Sie die entsprechenden Schuhe für 50% des Normalpreises. Ersetzten Sie das Januar-Angebot durch das Februar-Angebot und streuen Sie denselben Link. Mit der Zeit wird diese Seite stärker und stärker werden und vielleicht wird schon das Oktober-Angebot wie von selbst ganz oben in den SERPs erscheinen.

Tipp 3: Generieren Sie Social Signals

Social Signals sind Shares auf Facebook, Tweets und vor allem +1. Wer seinen Shop mit den entsprechenden PlugIns versehen hat und auf den sozialen Plattformen aktiv ist, wird über kurz oder lang solche Signale sammeln. Wie so oft macht es aber auch hier die Masse. Animieren Sie Ihre Kunden, derartige Signale zu senden. Befassen Sie sich genau mit Ihren Kunden und der Community, die sich rund um Ihr Angebot gebildet hat. Suchen Sie sich die treuesten, am besten vernetztesten, sozial aktivsten Kunden heraus und senden Sie denen ein Dankeschön-Paket oder ein exklusives Sonderangebot, das genau auf deren Wünsche zugeschnitten ist. Die Chancen stehen dann nicht schlecht, dass diese Kunden Bilder des Pakets, Kommentare, Beiträge oder das Angebot mit ihrem Netzwerk teilen und Sie auf diesem Wege eine ganze Menge Social Signals sammeln können.

Tipp 4: Content und Engagement

People won’t typically ‚like‘ your product. They’re going to like ideas, emotions and causen for which your product may stand. (Will Scott, CEO SearchInfluence)

Sie wollen, dass die Nutzer Bilder und Informationen zu Ihren Produkten teilen, liken, verlinken? Dann müssen Sie Ihr Produkt zum Teil eines guten Inhalts machen und/oder Ihren Kunden die Möglichkeit geben, auf einfachem Wege selbst solchen Content zu generieren.

Das ist sicherlich leichter gesagt als getan. Im Wesentlichen geht es darum, Ihren Kunden Inhalte anzubieten, die sie beeindrucken, mit denen sie sich identifizieren können, die sie bewegen und zum Teilen animieren. Hochwertige, emotionale oder witzige Bilder gehören ebenso dazu, wie Geschichten, von denen die Menschen gern berichten werden.  Humor ist seit jeher einer der Motoren des Internets und ein gut gemachtes, witziges, ungewöhnliches Video wird sicher seine Liebhaber finden. Platzieren Sie Ihre Produkte in außergewöhnlichen Verwendungssituationen. Kein Produkt ist langweilig genug, als das man es nicht durch eine kreative Idee zu digitalem Leben erwecken könnte.

Wie interessant sind Discount Rasierklingen? Fragen sie einmal die 4.5 Millionen User, die sich dieses Video angesehen haben. Wenn Sie sich einmal ein paar Stichpunkte zu dem machen, was der Protagonist (CEO des Unternehmens und ehemaliger Onlinemarketing-Manager bei Sports Illustrated) dieses Erfolgs-Spots zu sagen hat, werden sie feststellen, dass es sich ausschließlich um trockene Fakten zum Angebot und zum Unternehmen handelt (Art des Angebots, Preis, Nutzen für den Kunden, Abwicklung) – eingebettet in ein günstig produziertes, witziges Video.

Scheuen Sie sich auch nicht davor zum Trittbrett-Fahrer zu werden. Gibt es ein Thema, das irgendwie zu Ihrem Produkt passt und für das sich viele Mitglieder der Zielgruppe interessieren? Fußball, Motorsport, die Top-Modells oder über was auch immer die Menschen reden. Sehen Sie sich einmal die Google Insights an und finden Sie heraus,  was die Leute gerade bewegt. Sicher ist auch ein Thema dabei, das in einer Verbindung zu Ihren Produkten steht. Bedienen Sie sich dieses Themas und bieten Sie Content (Blogbeiträge, Videos, Bilder,…) hierzu an. Wenn Sie jetzt auch daran gedacht haben, in diesen Beiträgen ihre Produkte zu platzieren, haben Sie sich eine tolle Möglichkeit geschaffen, Ihren Shop im Rahmen eines verwandten Themas bekannt zu machen.

Tipp 5: Vorfreude und Exklusivität – Die Cartman-Strategie

Was wäre, wenn man einen Vergnügungspark nur für sich selbst besitzen würde und niemand dürfte hinein? Man fände sicher den einen oder anderen, der an diesem hochexklusiven Spaß teilhaben wollte. Und wenn man nun nur eine kleine Menge von Leuten hinein ließe? Dann fänden sich sicher noch mehr Leute, die ebenfalls dieses besondere Privileg genießen wollten. Und so würde man unzählige Interessenten finden, allein mit dem Versprechen, dass die Teilhabe etwas ausgesprochen exklusives ist. So ungefähr schaffte es Eric Cartman einst als angesehener Marketingstratege auf das Cover der Times. Und was in fragwürdigen Trickserien funktioniert, muss doch in der Realität auch machbar sein 😉

So platt es auch klingen mag: Menschen mögen das Gefühl, an etwas Exklusivem teilzuhaben und wenn sie das geschafft haben, reden Sie gern darüber. Bedienen Sie dieses Bedürfnisses auch in Ihrem Shop. Bieten Sie bestimmte Produkte exklusiv einer kleinen Gruppe (siehe Tipp 3) noch vor dem offiziellen Verkaufsstart an. Allein die Möglichkeit, etwas zu besitzen, was im eigenen Umfeld kein anderer besitzt, ist ein starkes Verkaufsargument, das auf jeden Fall thematisiert werden wird.

Oder wie ist es mit Angeboten, die man nur über eine Einladung für sich in Anspruch nehmen kann? Man erinnere sich an den Launch von Google plus. Hier hatte man nur dann die Möglichkeit einen Account anzulegen, wenn man über eine Einladung verfügte. Google hatte derzeit eine relativ kleine Gruppe von Usern mit der Möglichkeit versehen, wiederum andere User einzuladen. Der Run auf die Einladungen hielt über Wochen an und Google plus konnte einen bis dato nie dagewesenen Nutzer-Zuwachs verzeichnen – allein durch das Versprechen von Exklusivität.

Ein ähnliches Prinzip verfolgen heute Brands4Friends, oder BestSecret.com, das bestgehütete Geheimnis der Modebranche. Ein Einkauf im Shop ist denen vorbehalten, die über eine Einladung verfügen. Diese Einladung kann von jedem User versendet werden, der bereits Mitglied der Community ist.

Auf ganz einfachem Wege werden so zwei User-Bedürfnisse bedient: das Bedürfnis an etwas Exklusivem teilzuhaben und das Bedürfnis, in der privilegierten Lage zu sein, seinem sozialen Umfeld nach eigenem Gutdünken ebenfalls eine Teilhabe zu verschaffen und so selbst zum  Zentrum dieser Aktion zu werden. Ist die Aktion gut gemacht, werden die Menschen nicht nur einkaufen, sondern auch über die Aktion reden. So gewinnt man nicht nur Kunden, sondern auch Backlinks und Social Signals.

Tipp 6: Nutzen Sie Pinterest

Pinterest – der Shooting-Star unter den sozialen Netzwerken – ist auch in Deutschland angekommen und findet immer mehr Verbreitung. Das Netzwerk scheint dabei wie gemacht für den E-Commerce. User können hier Fotos und Videos teilen, in Boards kategorisieren, liken, repinnen, anderen Usern folgen und Pins kommentieren.

Das Besondere dabei ist, dass jeder einzelne Pin über seine gesamte Lebensdauer den Link mit sich führt, von wo aus er gepinnt wurde. Zwar handelt es sich dabei um Nofollow-Links, jedoch gehören auch die zu einem natürlichen Linkmix dazu. Darüber hinaus kann ein Shopbetreiber, indem er seine Produktbilder und Videos mit einem PinIt-Button versieht, dafür sorgen, dass alle Pins von seiner Seite immer auf den Point of Sale verweisen. So können die Nutzer nicht nur zeigen, welche Produkte ihnen gefallen, sondern auch, wo man diese erwerben kann: in Ihrem Shop.

Fazit:

Guter Content ist wichtig, will man Menschen für die eigenen Produkte und Angebote begeistern. Begeisterte Menschen werden die Produkte nicht nur kaufen, sondern auch darüber reden, sie empfehlen oder einfach dafür sorgen, dass Sie als Anbieter auch die Freunde Ihrer Kunden erreichen. Guter Content sorgt aber auch für Sichtbarkeit in den Suchergebnissen. Vor allem durch die letzten Änderungen am Google-Algorithmus ist eine ausgefeite Content- und Onlinemarketing-Strategie für Onlineshops zunehmend wichtig geworden. Wer gefunden werden will, braucht Backlinks – Backlinks die natürlich sind oder zumindest so aussehen. Wer solche Backlinks generieren möchte, muss etwas anzubieten haben, dass über das Produkt hinausgeht. Angelehnt an einen sehr empfehlenswerten Artikel von SEOmoz wurden 6 Tipps zum Contentmarketing und Linkbuilding vorgestellt – Wir hoffen, wir konnten Sie inspirieren.

 
 

Kommentare

Der Link zu dem niederländischen Shop ist fett. Weiter so!

[…] Traffic generieren. Traffic für Shops lässt sich auf vielfältige Weise erzeugen: Möglichst gute Platzierungen in den SERPs, Affiliate- und Advertising-Programme, Engagement auf sozialen Plattformen, Aktionen und Rabatte […]

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