Zertifizierte Agentur

Google AdWords: Skript zum Ausschluss von nahen Varianten

30. September 2014 in SEA | keine Kommentare

Google AdWordsWie Sie Ihre Keywords wieder unter Kontrolle bringen

Mitte August kündigte Google eine einschneidende Veränderung für seine Werbeplattform AdWords an: Zukünftig werden für alle Keywords auch die sogenannten nahen Varianten bei Suchanfragen mit abgedeckt. Zuvor war es für Werbetreibende möglich, diese Entscheidung in den Kampagneneinstellungen selbst zu treffen. Viele SEM-Spezialisten reagierten mit Empörung auf diese Änderung und starteten deshalb eine Petition auf change.org zur Wiedereinführung der Option. Andere wiederum versuchten sich selbst an einer Lösung und so wurde gestern ein Skript veröffentlicht, mit dem Werbetreibende ein gewisses Stück an Kontrolle über ihre AdWords Kampagnen wiedererlangen können. Dieses möchten wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten.

Option zum Ausschluss von nahen Varianten

Es war einmal: Die Option zum Ausschließen von nahen Varianten ist nicht mehr verfügbar (Google AdWords Screenshot)

Das Problem: Der Kontrollverlust durch nahe Varianten

Was genau sind eigentlich nahe Varianten eines Keywords? Im Klartext sind das für Google fehlerhafte Schreibweisen, Singular- und Pluralformen, Akronyme, Wortstämme und Abkürzungen eines Keywords. Für einige Werbetreibende mag das automatische Einschließen dieser Varianten eine Erleichterung in der Erstellung ihrer Keywordlisten sein. Auch wird dadurch ein breiteres Suchspektrum abgedeckt. Für SEM-Spezialisten jedoch geht mit dem Verlust der Option zum Ausschluss von nahen Varianten auch ein gewisser Verlust über die Kontrolle ihrer Kampagnen einher.

Besonders die Berücksichtigung von Wortstämmen kann zu erheblichen Problemen führen: Ist zum Beispiel das Keyword „Ersatzrad“ als exaktes Keyword eingebucht, führt Google dies problemlos auf den Wortstamm „Ersatz“ zurück, um von dort aus zu Begriffen wie „Ersatzriemen“, „Ersatzbatterie“ oder generell „Ersatzteile“ zu gelangen. Das kann zu sehr ungewollten Anzeigeneinblendungen führen und potenziell viel Geld kosten.

Die Lösung: Ein Skript zum Wiedererlangen der Kontrolle

Die Betreiber von SearchEngineLand haben nun ein Skript veröffentlicht, mit dem es möglich ist, nahe Varianten der eingebuchten Keywords automatisch auszuschließen.

Und das funktioniert so: Das Skript durchforstet zunächst die Suchanfragenreports der ausgewählten (Verwaltungs-)Konten, Kampagnen oder Anzeigengruppen nach Suchanfragen, welche nicht exakt mit den Keywords übereinstimmen, die sie ausgelöst haben. Zusätzlich wird überprüft, ob das ausgelöste Keyword als „Genau passend“ eingestellt ist, also ähnliche Varianten des Keywords nicht gewünscht sind. Ist dies der Fall, landet die betroffene Suchanfrage auf der Liste der ausgeschlossenen Keywords. Damit wird verhindert, dass diese nahe Keywordvariante bei zukünftigen Suchanfragen erneut eine Anzeigenschaltung auslöst.

Auszug aus dem Skript

Allmächtiger Code: Auszug aus dem Skript zum Ausschluss von nahen Varianten

Das Skript finden Sie auf www.searchengineland.com. Es wird direkt über das AdWords-Interface ausgeführt. VORSICHT: Wir empfehlen die Ausführung des Skripts jedoch ausdrücklich nur erfahrenen Nutzern.

 
 

Kommentar schreiben

Kommentar