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OnSite-Optimierung: Sperrung des Back-Buttons ist nicht Ranking-Relevant!?

21. März 2017 in Onsite Optimierung | keine Kommentare

Google AppleWer kennt es nicht: Das gesuchte Ergebnis der Google-Suche verbirgt sich nicht hinter dem Link, den man eben auserkoren hatte. Ergo -> Back-Button im Browser klicken -> Zurück in die SERP. Nun lässt sich diese Funktion auf der eigenen Website manipulieren. Die Folge: Der Besucher käme nicht mehr so leicht davon. Schadet das dem Ranking?

Auf diese Frage gab Google jetzt Antwort und wie sich diese deuten lässt, erfahren Sie im Folgenden!

Langzeitbesucher wider Willen – Back-Button funktioniert nicht.

Bild John Müller Google Webmaster HangoutIm jüngsten Webmaster-Hangout stellte sich Johannes Müller von Google erneut den Fragen vieler Nutzer. Darunter war auch die Frage, inwieweit die Sperrung des Back-Buttons im Browser zu einem Ranking-Verlust in den SERPs führen könnte, beziehungsweise, ob negative Folgen für diese Manipulation zu erwarten seien.

Dem entgegnete Müller grob, dass er nicht glaube, dass dies irgendwelche Probleme bei Google Search hervorrufen würde.

Zur Erklärung: Wurde der Browser-Back-Button durch die besuchte Website entsprechend manipuliert, kommt der Suchende nicht mehr ohne Weiteres zurück in die vorherige SERP (Suchergebnisliste). Somit würde sich seine Verweildauer wahrscheinlich leicht erhöhen, was wiederum als positives Ranking-Signal gilt. Eine gute Sache? Wohl kaum!

Selbst wenn dieses kurze Festhalten des Nutzers keine negativen Ranking-Signale, gegebenenfalls sogar minimale positive Auswirkungen haben sollte, steht es doch im Kontrast zum seriösen und guten Nutzererlebnis. Im schlechtesten Fall klickt der Suchende nicht wieder auf Angebote der Website, die ihm Sekunden seiner digitalen Freiheit geraubt hat.

Was sagt das über die Absprungrate als mögliches Ranking-Signal aus?

Eine gute Nutzererfahrung sowie positive Nutzersignale gelten vielen SEO-Experten als wichtige Ranking-Faktoren. Beide beeinflussen mindestens indirekt das Ranking in den Google SERPs.

Wenn aber die genannte Manipulation des Back-Buttons laut Google keinen Einfluss auf das Ranking hat – nehmen wir mal an, dass Müller sich da sicher wäre – dann könnte das wiederum ein Indiz dafür sein, dass die Absprungrate keinen nennenswerten Einfluss auf die Ranking-Bewertung nimmt. Und auch die Verweildauer als Signal wäre durch die Aussage zumindest leicht angekratzt. Beide Aspekte würden durch die Manipulation ja eine minimale Veränderung erfahren.

Nun wirkt Müller bei seiner Aussage gar nicht so sicher, aber schauen Sie sich die Stelle im Webmaster-Hangout vom 10.02.2017 doch gern selbst an.

Fazit: Nicht alles, was geht, sollte auch gemacht werden!

Es kann kaum oft genug gesagt werden: Entwickeln Sie Websites und Online-Angebote für Menschen und nicht für die Maschine. Verschiedenste Entwicklungen der vergangenen Jahre zeigen es mehr als deutlich: Eine positive Nutzererfahrung ist in jeder Hinsicht ein hohes und zu schützendes Gut.

Wenn eine Website oder Teilbereiche hohe Absprungraten aufweisen, dann muss an ganz anderen Stellschrauben gedreht werden, die weit mehr Erfolg versprechen und nachhaltig mehr zufriedene Besucher/Kunden generieren. Die Methode der Back-Button-Manipulation erscheint gegenüber zielgruppen- und suchintention-orientierter Optimierung doch arg verzweifelt und dient wahrscheinlich eher fragwürdigen Webangeboten.

Selbst wenn es langfristig keine negativen Auswirkungen von Google-Seite aus haben sollte, lassen Sie das lieber. Die Google-Nutzer, Ihre Besucher und Kunden werden Ihnen oder vielmehr Ihrer Marke dankbar sein!

And last, but not least: Bei echter und kundenorientierter OnSite-Optimierung sowie dem passenden Content Marketing helfen wir Ihnen jederzeit gern!

Quellen und Links:

Via seo-united.de.

Hier finden Sie die Infos zu den allgemeinen Ranking-Faktoren 2016 (Teil 1).

Titelbild stammt von FirmBee/pixabay.

 

 
 

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