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YouTube-Ads: Das Videoportal will Werbenden mehr Einblick auf die Statistiken geben!

14. September 2015 in Online Marketing | keine Kommentare

YouTube - trafficmaxxDas Zauberwort lautet in diesem Fall „Viewability“, also Sichtbarkeit. Die entscheidende Fragen beim Schalten von YouTube-Ads: Wer sieht wie lange und wo meine Videoanzeigen?

Nachdem sich einige namhafte Größen wie Unilever und Kellogg’s über mangelnde Sichtbarkeit ihrer Ads beschwert haben, rückt das Google Videoportal bald mehr Daten zur Analyse raus. Mehr dazu im folgenden Blogbeitrag!

Youtube-LogoWann gilt eine Werbeanzeige als „sichtbar“ und wo liegen die Probleme?

Die Goldene Regel* lautet schlicht: Wenn bei einer Anzeige die Hälfte der Pixel für mindestens zwei Sekunden zu sehen waren, gilt die Ad als „sichtbar“. Und das bedeutet wiederum vereinfacht, dass YouTube an der Ausstrahlung Geld verdient und der Werbende zahlen muss. Kein Wunder also, dass die Werbekunden des Videonetzwerks gern mehr über die Verteilung der Ads wissen würden und nach genaueren Daten rufen.

Es gibt diverse Gründe dafür, dass die Sichtbarkeit nachhaltig leidet. So könnte der Nutzer beispielsweise während der Werbeeinblendung auf einen anderen Tab wechseln, aus dem Bereich scrollen oder den Browser direkt minimieren, um anderweitig tätig zu werden.

Diese Szenarien sollen eigentlich mit der Goldenen Regel* abgedeckt sein, was allerdings von Größen wie Unilever oder auch Kelloggs’s bezweifelt wird. Ihnen sind die Vorgaben zu ungenau und fordern Nachbesserungen, um eine möglichst vollständige Sichtbarkeit für die eigenen Ads zu erhalten.

„We see the industry continuing to move in the right direction. Our hope is that these steps will ultimately lead to 100 per cent viewability through third-party verification across the industry.” – Keith Weed, Chief Marketing Officer Unilever auf ft.com (Financial Times).

*Hinweis: Die „Goldene Regel“ entstammt den US-Standards von Media Rating Council (MRC) und Interactive Advertising Bureau (IAB).

Die Folge: YouTube verspricht mehr Transparenz für Werbekunden.

Google selber spricht bei seinem hauseigenen Videoportal gern von der zweit größten Suchmaschine im Netz. Eine Aussage, die je nach Betrachtungswinkel auch durchaus Berechtigung besitzt. Die Nutzerzahlen sprechen für sich und es gibt mehr als einen guten Grund hier Video-Marketing zu betreiben oder eben Video-Ads zu platzieren.

Damit aber den Forderungen nach mehr Transparenz bei den Werbeausstrahlungen genüge getan ist, verspricht die Plattform eine neue Initiative bis Ende des Jahres zu starten, bei der es zu einer Überprüfung durch Dritte kommen soll. Hierzu sollen namhafte Unternehmen wie ComScore, DoubleVerify oder Integral Ad Science gehören.

YoutUbe Fan Finder2

Fazit: 100 Prozent Sichtbarkeit wird es nicht geben!

Wie genau diese „Transparenz“ dann aussieht, bleibt also noch ein wenig abzuwarten. Die Financial Times (Quelle der Nachricht) weißt zurecht darauf hin, dass sich Google, Facebook & Co nur ungern in die Karten schauen lassen und bezweifelt, dass Keith Weed mit seiner Vorstellung von einer 100-prozentigen Sichtbarkeit in absehbarer Zeit rechnen kann.

Ein weiteres Problem der Video-Ads auf YouTube sind die zunehmenden Zahlen bei AdBlockern, die teilweise ebenfalls in der Lage sind, die ausgespielten Werbeeinblendungen zu unterdrücken. Hier gab es übrigens jüngst einen interessanten Vorfall, bei dem die AdBlocker in Google Chrom plötzlich in den „Genuss“ der Gesamtlängen von vorgeschalteten Ads kamen, weil der Browser die Blockierung blockierte. Ein technisches Problem des Google Browsers, so der Anbieter AdBlock Plus.

Vielleicht. Vielleicht auch eine neue Gegenmaßnahme des Internetriesen, um die Sichtbarkeit signifikant zu steigern? Wer weiß. 🙂

Quellen und Links:

Via Financial Times auf ft.com.

Das Titelbild stammt von pixabay/gerald.

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