Zertifizierte Agentur

Online Traffic: Woher kommen die Besucher 2015? [Studie]

2. Oktober 2015 in Online Marketing | 1 Kommentar

Studie SimilarWeb & TextMaster - trafficmaxx

Woher die Besucher der eigenen Website stammen, ist sowohl eine spannende als auch wichtige Frage. Doch ebenfalls das Große und Ganze, also der „typische“ Besucherstrom, gibt einige Auskunft darüber, mit welchem Medium am effizientesten Traffic erzeugt werden kann.

Hierzu liefern nun SimilarWeb und TextMaster eine gemeinsame Studie, die sich mit dem Frühjahres-Traffic aus Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien der USA sowie dem weltweiten Durchschnitt beschäftigt. Im Fokus des Ganzen sind vornehmlich die Branchen Mode, Apps, Nachrichten und Unterhaltung. Inwieweit wir „Deutschen“ dabei unsere charmanten Eigenarten zeigen, erfahren Sie jetzt ebenfalls im Beitrag.

Wir lieben Marken und das macht sich auch im Netz bemerkbar.

Die wichtigste Erkenntnis der gemeinsamen Studie von SimilarWeb und TextMaster ist, dass der direkte Traffic über sämtliche Staatsgrenzen hinweg die bedeutendste Besucherquelle ist. Während der Traffic diesbezüglich global bei rund 43 Prozent liegt – und sich die anderen Testländer auch kaum weit davon entfernen – stehen wir „Deutschen“ mit über 46 Prozent im besonderen Maße auf den direkten Zugriff. Die Macher der Studie sehen darin das hohe Markenbewusstsein der „Deutschen“ bestätigt.

Traffic nach Ländern - trafficmaxx

Besonders deutlich wird die „deutsche Vorliebe“ für den Direktzugriff auf Websites auch durch den signifikanten Unterschied bei der Suchmaschinen-Nutzung. Klar, auch hierzulande stammt ein essenzieller Teil des Besucherzustroms von Google & Co – immerhin über 25 Prozent, aber im Vergleich zu anderen Ländern kommen „deutsche“ Surfer häufiger direkt auf eine Seite.

Die leicht höhere Verwendung von Links (Referral Traffic) teilen wir nicht nur mit den USA, sondern im Grunde mit der gesamten Online-Welt. Hier sind unsere europäischen Freunde aus Italien, Frankreich und Großbritannien offenbar eher die Ausreißer. Beim Social-Traffic stehen wir im Vergleich leicht zurück, Banner und andere Anzeigen funktionieren auf deutschen Website durchschnittlich gut und Traffic, der über E-Mails (E-Mail-Marketing & Co) generiert wird, spielt weltweit aktuell kaum eine Rolle – und in Deutschland offenbar noch am wenigsten.

Große Unterschiede beim Traffic zwischen einzelnen Branchen

Mal von einigen nationalen Besonderheiten abgesehen, liegen die Werte insgesamt aber recht nah beieinander. Direkter Traffic generiert gefolgt vom Suchmaschinen- und Referral-Beitrag den Löwenanteil. Social Media sollte ebenfalls nicht vernachlässigt werden und Banner-Werbung eignete sich seit jeher nur für bestimmte Branchen. Und um genau diese Fokussierung geht es im nächsten Teil der Studie – der Blick auf die Traffic-Quellen bei unterschiedlichen Branchen.

Hier zeigt sich nämlich, das die Zahlen doch weit auseinandergehen können. Unterteilt wurden die Branchen schlicht in Mode, Mobile-Apps und Nachrichten & Unterhaltung. Während sich „Mode“ vergleichsweise gut bei eingeblendeten Anzeigen verkauft, bringen Sie „Mobile-Apps“ optimal per Suchmaschine an den Mann. Nachrichten und Unterhaltungsangebote funktionieren – wer hätte es gedacht – auffallend gut über soziale Kanäle.

Traffic nach Branche - trafficmaxx

Und wie sieht es beim Länder-Vergleich aus?

Der „App-Traffic“ zeigt sich im Vergleich zwischen Deutschland, den USA und Großbritannien relativ homogen. Wie erwähnt, übernehmen hier die Suchmaschinen die Pole Position und verweisen den direkten Traffic auf den zweiten Platz. Im Grunde fast ein 1-zu-1-Tausch.

Traffic für Apps - trafficmaxx

Beim Thema „Mode“ sieht die Sache hingegen schon ganz anders aus. Während der deutsche Internetnutzer hier ebenfalls eher direkt zum Kleidershop seiner Wahl stürmt, treffen US-Amerikaner und vor allem Britten die Vorauswahl zunächst per Suchmaschine. Auffällig ist auch, Display Werbung funktioniert in Deutschland deutlich (3x) besser.

Traffic für Mode - trafficmaxx

Die markantesten Unterschiede zeigen sich aber im Bereich „Nachrichten & Unterhaltung“. Hier gehen die Europäer deutlich direkter vor als die Nord-Amerikaner. Letztere verlassen sich diesbezüglich stark auf die Empfehlungen anderer Websites (Backlinks) oder sozialer Medien, die im Allgemeinen für diesen Branchenbereich enorme Bedeutung besitzen. Der Traffic-Anteil, der durch Suchmaschinen generiert wird, ist für alle drei Probanten essenziell, wobei die Amerikaner von Google & Co etwas weniger Gebrauch machen. Anzeigen-Werbung bringt in diesem Fall in Deutschland am wenigsten.

Nachrichten & Unterhaltung Traffic-Quellen - trafficmaxx

Social Media: Facebook dominiert vor Reddit und Twitter

Wie gesehen, insbesondere wenn es um News oder Unterhaltung geht, liegen soziale Netzwerke als Traffic-Lieferanten ganz weit vorn. Das ist natürlich wenig überraschend, ebenso wenig, wie die erneute Feststellung, dass Facebook das Feld deutlich dominiert. Spannender ist da schon eher, dass auch Reddit eine nicht unerhebliche Rolle spielt – und zwar auf allen Ebenen. Den Social-News-Aggregator dürften viele Unternehmen oder Webmaster aktuell überhaupt noch gar nicht auf dem Schirm haben.

Twitter wiederum darf freilich als Kurznachrichtendienst im Bereich „Nachrichten & Unterhaltung“ nicht fehlen und spielt eine gewisse Rolle bei den „Apps“. Und wenn es um „Mode“ geht, dann sind Bilder gefragt. Die gibt es zwar unlängst überall im Netz, aber eben kaum so prominent wie beispielsweise auf Pinterest.

Social Media Traffic-Quellen - trafficmaxx

Fazit: Noch ein bisschen mehr und die bunte Mischung machts!

So, zunächst einmal sei darauf hingewiesen, dass die Studie noch einige Fakten zu den Themen „Organische vs. Bezahlte Suche“, „Starke Suchbegriffe“ sowie „Beste Referral-Websites“ bietet. Diesbezüglich sei aber – auch aus Fairness gegenüber den Machern – auf den Download der Studie verweisen. Diese ist übersichtlich gestaltet, weitestgehend selbsterklärend und kostenlos.

Als Fazit ließen sich folgende Aspekte für Unternehmen und das Online Marketing im Allgemeinen festhalten:

  • Direkter Besuchertraffic: Gerade in Deutschland darf weder SEO noch das Branding vernachlässigt werden. Hierzulande herrscht ein großes Markenbewusstsein vor. Dieses gilt es, mit der eigenen Marke anzureichern und sich insbesondere über Usability und Service einen Platz im „Herzen“ seiner Besucher zu verdienen. Die „deutschen“ Internetnutzer kehren gern zurück, wenn Sie vom Angebot überzeugt wurden.
  • Suchmaschinen-Traffic: SEO und SEM/SEA sind und bleiben enorm wichtig! Mit einer ganzheitlichen Strategie in den Bereichen Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinen-Marketing sichern sich Webmaster, Shop-Betreiber und Unternehmen ihren Anteil am Traffic, der durch Google generiert wird – ja, hierzulande spielen anderen Maschinen aktuell kaum eine Rolle.
  • Referral-Traffic: Keine Frage, Backlinks sind noch immer ein enormes Ranking-Signal für Google und dementsprechend SEO-relevant! ABER: Gute Links erzeugen auch richtig tollen Traffic. Von hier kommen Menschen, die im Idealfall thematisch vorbereitet wurden, die sich also für Ihr Angebot interessieren, die einfach mehr wissen wollen. Wenn Sie mit Ihrer Website diese Bedürfnisse befriedigen können – und das können Sie, wenn der Link seine Berechtigung hat – dann wird’s zur Win-Win-Win-Win-Situation. Und die Gewinner sind: Google, Linkgeber, Besucher und Sie!
  • Social-Traffic: Insbesondere in bestimmten Bereichen kommen Webmaster ohne Social Media kaum noch aus. Das gilt insbesondere für die Bereiche „News“ und „Unterhaltung“. Aber auch „Mode“ lässt sich beispielsweise ausgezeichnet per Facebook, Pinterest oder Reddit präsentieren. Die neugierigen und markenbewussten Modefans folgen dann gern dem entsprechenden Link auf Ihre Seite. Extrem beliebt sowie viral: Bilder und Videos!
  • Display Advertising: Hier steckt der Teufel im Detail. Während es für einige Branchen gut funktionieren kann, sind andere Zielgruppen eher klickunwillig (oder nutzen gar exzessiv AdBlocker). Dennoch: Mit der richtigen Strategie lässt sich auch hier so manch maues Thema aufpäppeln. Vielleicht hilft gegebenenfalls der Blick über den eigenen nationalen Tellerrand, um zu sehen, was die anderen anders machen.
  • E-Mail-Marketing: Einige Marketers schwören auf Newsletter & Co und eingebunden in ein umfassendes Online Marketing-Konzept kann E-Mail-Marketing ohne Frage recht wirkungsvoll sein. Doch als Traffic-Quelle? Nein, wenn es um mehr Besucher geht, dann gehören E-Mails aktuell definitiv nicht zu einem der Mittel der Wahl -> das lernen spammige Mail-Absender hoffentlich auch eines schönen Tages! 🙂

Also zusammenfassend: Die bunte Mischung machts bei den Traffic-Quellen! Wobei E-Mail-Marketing zumindest diesbezüglich derzeit vernachlässigt werden kann und es Unterschiede bei den einzelnen Branchen gibt, die eine Berechtigung auf Berücksichtigung haben.

Quellen und Links:

Zuerst gelesen auf t3n.

Sämtliche Bilder und Grafiken stammen aus der Studie von SimilarWeb und TextMaster.

Den Download-Link zur Studie finden Sie im Fazit.

Lesetipp: Mehr Informationen rund um das Thema „Online Marketing“ bekommen Sie beispielsweise auch in unserem Beitrag: „Online Marketing: Ausgaben, Mobile-Relevanz und Werbe-Blocker steigen! [Infografiken]“.

 
 

Kommentare

[…] Online-Traffic: Woher kommen die Besucher 2015? [Studie] […]

Kommentar schreiben

Kommentar