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Gamification: Was ist das? Was bringt das?

29. November 2013 in Online Marketing | keine Kommentare

Gamification 2Eigene Marken und Produkte über den Spieltrieb promoten

„Gamification“ so lautet eines der neuen Zauberworte (nicht nur) im Online Marketing. Doch was genau verbirgt sich hinter dem vermeintlichen Trend? Für wen lohnt es sich darüber nachzudenken und welche effektiven Mechaniken gibt es? Diesen Fragen soll im Folgenden einmal kurz auf den Grund gegangen werden.

Definition für den Trendbegriff „Gamification“

Wie das Wort bereits impliziert, geht um die Einbindung von typischen Spielelementen in einen tendenziell spielfremden Kontext. Ziel dabei ist es, eine Motivationssteigerung beim Spielenden zu einem vorgegebenen Zweck (bspw. Markenbranding, Markenbindung, Produktvorstellung) zu erzeugen. Die spielerischen Elemente müssen nicht zwangsläufig nur online eingebunden sein, funktionieren aber hier besonders gut über beispielsweise Erfahrungspunkte, Ranglisten oder virtuelle Belohnungen. Im Falle einer Marken- oder Produktkampagne kann beispielsweise auch ein Mini-Computerspiel eingebunden werden, um die gewünschte Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Während Gamification natürlich gern mit ganz verschiedener Zielsetzung zu Werbezecken genutzt wird, finden sich aber auch Abseits von dem Betätigungsfeld immer mehr Anwendungsbereiche, in denen ein solches System oder einzelne Kampagnen erfolgreich funktionieren. Beispiele hierfür können Weiterbildungsprogramme oder auch Schul- und Ausbildungsmodule sein.

Bild: VFS Digital Design, flickr

Warum den ausgeprägten Spieltrieb des Menschen nicht nutzen?

Wie ausgeprägt der Spieltrieb des modernen Menschen im Deutschland des 21. Jahrhunderts ist, das zeigt eine sehr interessante Statistik, die sich auf enterprise-gamifacation.com finden lässt. Hier einfach zur Verdeutlichung einmal die deutschen Daten.

Deutsche Spielaffinität

Bei diesen Zahlen geht es natürlich vornehmlich um ”echte“ Computerspiele. Sie belegen aber sehr eindrucksvoll, wie gern die viele Menschen hierzulande (online) spielen – Tendenz steigend. Dementsprechend liegt es nahe, sich auch als Vertreiber von Produkten mit dem natürlichen Spieltrieb vertraut zu machen und ihn gegebenenfalls in eigene Kampagnen zu integrieren.

bmw_m3_coupe_background

Ein sehr anschauliches, wenn gleich auch verhältnismäßig aufwendiges Beispiel, bietet BMW. Der deutsche Automobilhersteller promotet seinen BMW M3 durch ein Autorennspiel, in welchem sich der Spieler (der potenzielle Kunde) bereits mit dem neuen Fahrzeug virtuell vertraut machen kann. Das Ganze bringt Spaß, brennt sich ein und macht Hunger auf mehr. Wer Lust zum Spielen hat, bitte hier entlang.

Zugegeben, allein die Einladung klang doch schon verlockend oder?

Wo drin liegt der Mehrwert gegenüber anderen Werbemaßnahmen?

Gamification ersetzt andere Maßnahmen natürlich nicht zwangsläufig, kann aber eine gelungene Kampagne wunderbar unterstützen und zukünftige Kunden beim Spiel(platz) abholen. Neben dem Spaß, den der potenzielle Kunde mit der Marke und/oder dem Produkt verbindet, können durch spielerische Elemente beispielsweise auch wertvolle Konsumenten- und Kundendaten gesammelt werden. Zudem können sich attraktive Spielelemente schnell viral über soziale Medien verbreiten. Highscores, Rankings oder auch individuelle Fortschritte helfen dabei, am Spiel interessierte Kunden auch langfristig für sich zu gewinnen, und die Verbreitung eigener Neuigkeiten kann wirkungsvoller gestaltet werden. Möglich ist auch die Gewinnung vollkommen neuer Zielgruppen.

Während das oben genannte Beispiel von BMW für viele kleinere Händler kaum umsetzbar sein dürfte, gibt es aber noch einen ganzen Pool von anderen Möglichkeiten, um das eigene Angebot spielerisch aufzubereiten.

Welche Spielmechaniken gibt es – wo finden sich nutzbare Informationen?

Fakt ist, so spielerisch einfach sich Gamification möglicherweise auch anhören mag, ist sie nicht realisiert. Um eine Kampagne erfolgreiche umzusetzen, braucht es eine ganze Menge Erfahrung und das nötige Know-Gamification Wikihow. Trends müssen erkannt, die eigenen Möglichkeiten ausgelotet und die benötigten Kenntnisse sowie Fertigkeiten mobilisiert werden. Eine recht anschauliche Übersicht zum Thema Gamfication und Game Mechanics finden Sie beispielsweise im Gamification Wiki.

Inspiriert wurde der Beitrag auch durch einen aktuellen Artikel zum Thema auf Online Marketing.de.

 
 

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