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E-Commerce & Online Marketing: Trends für 2016 im Überblick

14. Januar 2016 in Online Marketing | 4 Kommentare

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Laut Statistischem Bundesamt stieg der E-Commerce-Umsatz des deutschen Einzelhandels 2015 um mehr als 9 Prozent. Ein deutlich besseres Ergebnis als andere Bereiche der Branche vorlegen können. Insgesamt lagen die Einnahmen des deutschen Einzelhandels bei einem Plus von rund 2,8 Prozent – mehr als das doppelte zum Vorjahr und laut statista das beste Ergebnis seit 1994.

Und was zeigen die Vorzeichen für 2016? Wie steht es um das Online Marketing bestellt? Welche Themen werden uns in diesem Jahr wohl beschäftigen? Ein kleiner, aber feiner Rundblick in den Kreis der Experten gibt Aufschluss. Also reinschauen!

Top-Manager von eBay, Microsoft, Adobe und Co geben Ihre Trendtipps ab!

positiver trend - trafficmaxx

Immer wenn das eine Jahr endet und ein neues beginnt, quillt die Medienwelt über von Rück- und Ausblicken. Das ist die Zeit der großen Trend-Vorhersagen. Da lassen sich dann auch Top-Manager nicht lange bitten und geben Ihr Know-how gepaart mit ein wenig Wunschdenken zum Besten. Heraus kommt beispielsweise ein Beitrag, wie ihn uns Onlinemarketing.de präsentiert hat. Hier stellen 8 Top-Manager von namhaften Unternehmen wie eBay, Microsoft und Adobe sowie REWE und IBM ihre E-Commerce-Trends vor. Ein interessanter Beitrag, der in 8 Bulletpoints kurz und plakativ zusammengefasst etwa so aussehen könnte:

  • Kreation und Innovation werden im E-Commerce noch stärker miteinander verknüpft. Wichtiges Detail: der Einsatz von neuesten Technologien wie die Augmented Reality.
  • Der Kunde als Antreiber des digitalen Wandels wird noch stärker im Fokus stehen, weil Marken- und Produktzentriertheit abnehmen.
  • On- und Offline-Welt werden miteinander verschmelzen und das „Parallel-Universum-Denken“ wird allmählich verschwinden.
  • In Real-Time wird der Kunde mit sämtlichen erforderlichen Daten an allen Touchpoints erreicht.
  • Händler und Lieferdienste werden noch enger zusammenarbeiten und mehr Servicequalität bieten.
  • Authentischer Dialog mit dem Kunden: Ganzheitliche Nutzererfahrung wird über alle Kanäle hinweg optimiert und individualisiert werden.
  • Ohne Omni-Channel-Marketing geht nichts! Alle Touchpoints werden zur richtigen Zeit am richtigen Ort auf die richtige Weise bedient.
  • And last, but not least: Wo finden wir all diese Daten für „Omni-Channeling“ und Co? Natürlich in der Cloud!

Zusammenfassend:

Der aufmerksame Leser wird diverse Schnittstellen erkannt haben. Der große Trend für 2016 scheint im E-Commerce laut diesen Fachleuten in der Verschmelzung der realen mit der digitalen Einkaufswelt zu liegen.

Alles soll Hand-in-Hand gehen und so einfach, praktisch und individualisiert wie möglich sein. Antrieb der Entwicklung ist das massiv veränderte Mediennutzungs- und Einkaufsverhalten des Kunden selbst. Er liefert über diverse Touchpoints notwendige Daten, diese werden in Echtzeit analysiert und durch bestehende Informationen aus der Cloud ergänzt.

Mal abgesehen davon, dass der „Trend“ insbesondere für viele KMUs wohl eher Zukunftsmusik sein dürfte, lässt sich aus den Aussagen eine E-Commerce-Vision ableiten, deren Entwicklung bereits weit voran geschritten ist und früher oder später gänzlich Teil unseres Alltags sein dürfte. Die Frage, die sich Händler für 2016 dringend stellen müssen, ist: Wann und in welchem Ausmaß folgend sie der real-digitalen Fusion?

Online-Marketing 2000 und 16 – wo liegen die Trends bei der Werbung?

online marketing - planungen - trafficmaxx

Auch bei der Beantwortung dieser Frage ließen sich diverse Fachseiten (online wie offline) zurate ziehen. Nicht selten liegen die Voraussagen dicht beieinander und so soll hier exemplarisch das renommierte Forbes-Magazin Gehör finden. Insgesamt sieht die Fachwelt erneut ein recht positives Jahr für den Bereich Online Marketing kommen – kein Wunder, denn dafür sorgen ja schon allein die permanent steigenden Absatzzahlen im E-Commerce.

Was uns also erwarten könnte, ist das Folgende:

  1. Video Ads werden 2016 voll durchschlagen. Grund: Google wird das „in-SERP video advertising“ endgültig ausrollen.
  1. Der Siegeszug der App setzt sich massiv fort. Immer mehr Unternehmen realisieren, dass eine App im Vergleich zur Mobilen Website weit mehr Möglichkeiten bietet. Eine entscheidende Rolle wird Googles App Indexierung zugesprochen.
  1. Mobile First“ wird es auch in diesem Jahr heißen – und zwar quasi so sehr, dass der Desktop-Traffic vom mobilen Internetverkehr endgültig abgehängt werden wird.
  1. Eine vergleichsweise neue Herausforderung wird im Bereich „digitale Assistenten“ wie Siri oder Cortana liegen. Werden diese „Ansätze“ einer KI langfristig Suchmaschinen ersetzen? Wie lässt sich das eigene Web-Angebot für die digitalen Berater optimieren?
  1. 2016 wird das kommerzielle Startjahr in die virtuelle Realität – Oculus Rift und Co machen es möglich. Das bringt große Chancen, aber auch echtes Neuland für Werbende und Händler.
  1. Die Digitalisierung unserer Realität geht mit Wearables und dem Internet der Dinge. Smarter Schmuck, smarte Kleider, smarter Wohnraum – alles wird clever digitalisiert. Das verändert auch die Landschaft des Online und Offline Marketings.
  1. Tja, und schlussendlich wird mit alledem jede Menge mehr Know-how abgefragt und das kostet natürlich. Ergo: Die Werbekosten steigen (weiter)!

Zusammenfassend:

Die Prognosen des Forbes-Magazins erscheinen noch ein wenig spannender, denn hier werden die Gründe für die angenommene Verschmelzung von Realität und Virtualität konkretisiert. Ganz gleich, ob App, digitale Assistenten oder Wearables, die zunehmende digitale Mobilität wird als der antreibende Entwicklungsmotor gesehen.

Die Verstärkung von Video-Ads und 360-Grad-Videos widersprechen dem nicht. Das Eintauchen in die virtuelle Realität dürfte zwar 2016 mit Oculus Rift und Co ein bedeutendes Jahr erleben, ob das aber für das breite Online Marketing von großer Bedeutung sein wird, darf stark bezweifelt werden. Hier ließe sich gut auf die vorangegangenen Expertenmeinungen verweisen. Demnach ist der „Kunde“ selbst derjenige, der die Entwicklung „Mobile First“ massiv vorantreibt. Das dürfte ebenfalls stark für die Nutzung von VR-Geräten der Fall sein.

Ganzheitliche Augmented-Reality wiederum, wie sie mit AR-Geräten wie Google Glass oder Microsofts HoloLens forciert wird, dürfte sich zunächst vornehmlich im gewerblich-industriellen Rahmen ausbreiten. Dementsprechend spielt auch die AR vorläufig keine große Rolle im breiten Online-Marketing.

Fazit: Mobile First und gut?

Mobile-Friendly Websites

Ja und Nein. Fakt ist: Wer den Trend zum mobilen Internet verschlafen hat, der sollte schleunigst mal die Besucherzahlen checken und dann dafür sorgen, dass er auch von seinen mobilen Kunden optimal gefunden und genutzt werden kann. So oder so, immer mehr Menschen sind mobil online und nutzen das Web auch – oder gerade – unterwegs um sich zu informieren, etwas zu bestellen oder direkt zu bezahlen!

Apropos „bezahlen“. Seltsam, dass das Mobile Payment oder Kryptowährungen wie Bitcoin bei den Expertenmeinungen überhaupt keine Erwähnung finden. Klar, es handelt sich nur um einen kleinen Kreis von Meinungen und um Bitcoins und Co ist es zuletzt tatsächlich recht ruhig gewesen, dennoch dürften beide Themen (insb. Mobile Payment) auch in diesem Jahr enorme Bedeutung für den Handel haben.

Alles in allem sind Webmaster und Online-Händler gut beraten, die erwähnten Entwicklungen und neuen Technologien gut im Auge zu behalten, um gegebenenfalls rechtzeitig auf den entsprechenden Zug aufspringen zu können. Wichtige Baustellen könnten sein:

  • Mobilkompatibilität des Webangebotes ausbauen (ggf. eigene App anbieten)
  • Offline- und Online-Angebot kundenfreundlich miteinander verknüpfen
  • Bezahlmöglichkeiten ausweiten (Mobile Payment, ggf. Kryptowährungen)
  • Erfahrungen mit neuen interaktiven Werbeformen und Technologien sammeln (360-Grad-Videos, VR, AR)
  • Zusätzliche Kompetenzen ausbauen oder einkaufen (höhere Werbekosten einplanen)

Quellen und Links:

Zum Artikel auf Onlinemarketing.de

Zum Artikel auf Forbes.com

Titelgrafik stammt von statista.com

2. und 3. Grafik stammen von pixabay/gerald & gerald.

4. Grafik stammt von Google (Mobile-Friendly)

Lesetipp: SEO im Jahresrückblick – Was ist 2015 auf dem Suchmaschinenmarkt passiert?

 

 
 

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