Blogger erfolgreich für sich gewinnen

Blogger erfolgreich für sich gewinnen

150 150 Tino Schade

Ob Content Marketer, Linkbuilder, oder PR Spezialisten: alle suchen wir den Kontakt zu ihnen. Echte, begeisterte, aufrichtige Blogger. Ja, es gibt sie noch. Die echten Blogger. Die, welche schreiben, weil ein Thema sie fasziniert und begeitsert.

Solche Blogger, die Tag für Tag eine Leserschaft an sich binden, die dem, was diese Blogger zum Besten geben, Vertrauen schenken. Die, die Links nicht verkaufen, sondern nur dann einen Verweis setzen, wenn sie glauben, das Linkziel stellt einen echten Mehrwert für ihre treue Leserschaft dar.

Und diese Blogger sind in Zeiten des Penguin gefragter denn je. In Zeiten, in denen Linkkkauf kaum mehr eine Option darstellt, in der die leicht zu gewinnenden Testblogs fallen wie die Fliegen und der große Content Marketing Hype die verblieben Blogger-Elite mit einer wahren Flut an „Ich habe hier spitzen Content“-Mails zuschüttet. Diese Blogger bekommt nur, wer sie auch zu schätzen weiß.

Blogger Relations

Blogger sind gefragter denn je: Googles Pinguin wirbelt das Linkbuiliding auf

 

Was Blogger wollen

Was Blogger wollen, lässt sich am besten durch einen genauen Blick in Ihre Blogs erschließen. Schon bei einem ersten Stöbern wird schnell klar, was das Hauptmotiv des entsprechenden Bloggers sein könnte und welche Nebenmotive er oder sie denn verfolgt.

Und wer das nur oft genug tut, dem wird auffallen, dass es innerhalb eines Themengebietes bestimmte Muster gibt. Blogger lesen andere Blogs und sie lernen voneinander. Dabei lernen sie auch etwas über die jeweiligen Motive des anderen und mit der Zeit wird man sich diesbezüglich zunehmend ähnlicher.

In Bloggosphären, die groß genug sind und thematisch relativ offen fallen solche Muster dabei überraschender Weise schneller ins Gewicht, als in solchen Bereichen, in denen es wenige Blogs gibt, diese dafür sehr spezialisiert sind. In vielen Fällen kann man daher von einem nischen-spezifischen Set von Motiven sprechen.

„Blogger lernen voneinander und nähern sich auch hinsichtlich ihrer Motive an. Oft kann man daher nischen-spezifische Motive identifiziern.“

Blogger mit Liebe zum Thema schwer zu erreichen – aber wertvoller fürs SEO

Ist es also echte Liebe zum Thema? Ist es der Wunsch, etwas zu verändern? Ist es das eigene Ego – der Wunsch für seine Meinung und Expertise geschätzt zu werden? Ist es Geld? Nicht selten ist die Antwort ein klares „Ja“ zu allem.

Manchmal Liebe, manchmal Geld und manchmal ist beides das selbe. Quelle: Nevit Dilmen

Manchmal Liebe, manchmal Geld und manchmal ist beides das Selbe. Quelle: Nevit Dilmen

Der Trick ist nun, herauszufinden, welches Motiv Haupt- und welches Nebenmotiv ist. Am wertvollsten und am schwierigsten zu erlangen, ist die Unterstützung derer, deren Hauptmotiv die Liebe zum Thema ist. Am einfachsten sind jene für die eigene Sache zu begeistern, deren Hauptmotiv Geld ist. Und umgekehrt verhält es sich mit dem Wert, den ein Beitrag auf dem entsprechenden Blog hinsichtlich meiner SEO, Content Marketing, oder PR-Ziele hat.

„Je schwerer die Mithilfe des Bloggers aufgrund seiner Hauptmotivation zu erreichen ist, um so wertvoller ist dessen Unterstützung.“

Der wertvollste Beitrag ist also der, den ich nicht kaufen kann. Nicht nur, weil ein solcher Beitrag auch für die Konkurrenz schwer zu bekommen ist. Vielmehr, weil dieser Beitrag einer sein wird, der wirklich überzeugt.

Die Leser des Blogs, gerade die, welche den Blog regelmäßig aufsuchen, werden ebenso wie der suchende Marketer auch Rückschlüsse auf die Motive des Blogger ziehen. Und ebenso wie für den Marketer auch, ist der Beitrag umso wertvoller, je weniger käuflich er ist. Unterm Strich bedeutet das nichts anderes, als dass dem, was da geschrieben wird, ein höheres Maß an Vertrauen entgegengebracht werden wird.

Der Beitrag selbst wird häufiger empfohlen werden, er wird selbst den einen oder anderen Link erhalten und damit Kraft, die an die im Beitrag verlinkte Seite weitergegeben werden wird. Und vor allem werden die Links im Beitrag häufiger geklickt werden, als es anderweitig der Fall wäre. Zählen wir dies zusammen, so ist das Vertrauen, das menschliche Leser einem Inhalt schenken tatsächlich eine SEO-relevante Größe.

Das Vertrauen, das menschliche Leser einem Beitrag schenken, verursacht häufig einen größeren SEO Nutzen.

Shares, Links, Referral Traffic – alles mehr oder weniger einhellig anerkannte SEO KPIs. Aufrichtige Linkgeber sind also besser Linkgeber.

Aber wie nimmt man nun den Kontakt zu diesen Bloggern auf?

Blogger erfolgreich kontaktieren: Wie man Blogger für sich einnimmt

Natürlich werde ich hier keine Blaupause liefern können, mit der, wendet man sie nur richtig an, sich jeder Blogger für die eigenen Ziele begeistern lassen wird. Aber ich kann hier ein paar prototypische Blogger vorstellen, die mir im Laufe der letzten Jahre immer wieder begegnet sind und ich kann einige Hinweise geben, wie man diese für sich einnimmt.

Zuerst einmal müssen wir aber wissen, wie man erkennt, um welchen dieser Blogger-Typen es sich bei der entsprechenden „Zielperson“ überhaupt handelt.

Der Linkverkäufer

Der Linkverkäufer ist spätestens nach dem ersten Kontaktversuch leicht zu erkennen, denn er stellt sich in aller Regel selbst als solcher vor. Jeder der schon einmal versucht hat, einen richtig guten Gastbeitrag auf einem allein nach z.B. SEO-Kennzahlen (also ohne tiefer in dessen Texte einzusteigen) ausgewähltem Blog zu platzieren, wird die Standard-Antwort des Linkverkäufers bereits kennen.

Der Linkverkäufer stellt sich nach dem ersten Kontaktversuch selbst als solcher vor.

Wer sich diese Niederlage sparen möchte und den Linkverkäufer schon vor dieser deprimierenden Kontaktaufnahme (nicht weil Linkverkäufer böse wären, sondern weil es ärgerlich ist, sie nicht schon als solche erkannt zu haben, bevor man sie anschreibt) erkennen möchte, der werfe einen Blick in die zehn letzten Beiträge. Wenn sich Dinge, wie sie gleich beschreiben sind, finden lassen, dann darf man davon ausgehen, dass man es mit einem Linkverkäufer zu tun hat.

  • Brüche im Schreibstil sind ein deutliches Zeichen dafür, dass der Text nicht vom Blogger selbst stammt, oder mit ganz anderen Motivationen geschrieben wurde, als Texte, die tatsächlich dem „ehrlichen“ Blogger zuzuordnen wären.
  • Komplett unnötige Links in Texten, wie etwa die beispielhafte Nennung eines einzigen Onlineshops
  • jeder Text enthält bis auf einige interne Links etwa 1-2 Links auf ein kommerzielles Angebot und genau einen Trustlink (Wikipedia, große Verlagsableger, Universitätsseiten,…)
  • und bei den schlechteren ihrer Art: recht regelmäßig vollkommen themenferne Artikel, welche aber nicht als Gastbeiträge etc. ausgezeichnet sind

Wie also dem Linkverkäufer einen Beitrag entlocken? Ja – man kauf eben einen Link 😉 Gelegentlich käme auch ein Tausch in Frage. Nur die ganz großen unter uns können es vielleicht hin und wieder einmal bewerkstelligen, dass der Linkverkäufer die eigene Seite bei zukünftigen Gelegenheiten einmal als Trustlink referenziert. Ob man das wollen sollte, steht auf einem anderen Blatt.

Wer kein Problem mit Linkverkäufern hat, oder es speziell auf eben jene abgesehen hat, kann sich einige Arbeit sparen. Für schnellen und skalierbaren Linkkauf, bzw. Kauf von Artikelplätzen gibt es Dienste wie Rankseller.

Alle anderen, sind gut beraten, sich auch das Folgende einmal genauer anzusehen.

Der Geldverdiener

Geldverdiener ticken anders als Linkverkäufer. Während den meisten Linkverkäufern durchaus klar ist, dass ihr Geschäft eine eher kurze (und immer kürzer werdende) Halbwertszeit hat und sie daher prinzipiell bereit sind, alles und jeden gegen entsprechendes Entgelt zu verlinken, ist der Geldverdiener da um einiges wählerischer.

Ein Geldverdiener hat nicht nur eigene Konkurrenz, die er ungern verlinken möchte. Er hat vor allem ein Interesse daran, möglichst nachhaltig Geld mit seinem Blog zu erwirtschaften.

Wer mit seinem Blog Geld langfristig verdienen möchte, der ist wählerisch in der Wahl seiner Linkziele und Kooperationspartner.

Anders als ein Linkverkäufer finanziert sich ein Geldverdiener nicht allein durch den Verkauf von Beiträgen. Sicher wird hin und wieder einmal der eine oder ander Euro im Tausch gegen einen entsprechenden Beitrag den Besitzer wechseln. Die Haupteinnahmequelle des Geldverdieners aber liegt in anderen Disziplinen des Onlinemarketing. Affiliate, Abo Content, direkter Abverkauf, PPC – das wären die wohl häufigsten Tätigkeiten des Geldverdieners. Geldverdiener sind also vor allem daran zu erkennen, dass sie Spuren der Monetarisierung hinterlassen.

  • Affiliate-Textlinks in recht ordentlich geschriebenen Beiträgen
  • Links auf einen eigenen Shop
  • Bannerwerbung clever platziert
  • Prominent platzierte Anmeldeformulare für Newsletter
  • Premium Content gegen Anmeldung oder Bezahlung
  • conversionorientierte Landingpages

Wer einen Geldverdiener für sich einnehmen möchte, der muss Ihm etwas anbieten, was ihn bei seiner Hauptmotivation unterstützt: dem Geldverdienen. Und dazu muss sich der geneigte Marketer ein Bild davon machen, wie der betreffende Blogger seine Tätigkeit in Euro umwandelt.

Wer einem Geldverdiener dabei behilflich sein kann, mehr Profit aus seiner Blogger-Tätigkeit zu ziehen, der hat dessen volle Aufmerksamkeit.

Daraus ergibt sich häufig auch, was der betreffende Blogger am meisten braucht, um weiterhin erfolgreich zu sein. In der Regel lassen sich dessen mögliche Bedürfnisse in vier Begriffen beschreiben: Traffic, Leads, Conversions und Kontakte.

Und hier sind wir an dem Punkt angelangt, wo es nicht nur eines gerüttet Maßes an Kreativität bedarf, sondern im Besten Falle auch noch einer genauen Kenntnis der Kernkompetenzen des eigenen Unternehmens bzw. des Kunden. Was hast Du anzubieten, was dabei helfen kann, eines dieser Bedürfnisse zu befriedigen? Auf Deiner Habensseite können Dinge stehen wie:

  • Know How im Themenbereich des Bloggers
  • eine große soziale Reichweite
  • Ressourcen in der Content-Erstellung
  • ein gutes Netzwerk
  • ein hohes Maß an vertrauen, das Ihrem Unternehmen entgegen gebracht wird
  • viele Newsletter-Abonnenten

All das sind Dinge, die dem Geldverdiener dabei helfen können, seiner Berufung nachzugehen. Und im Tausch gegen eines dieser Dinge, wird er sich sicherlich überreden lassen, einen Beitrag oder einen Link (oder eben beides) auf seiner Seite zu platzieren.

Klingt abstrakt? Ist es gar nicht! Nehmen wir uns ein Szenario zur Brust, in welchem Du eine große Zahl an Newsletter-Abonnenten hast und der Geldverdiener vornehmlich an Lead-Gerneration interessiert ist. Biete ihm jetzt einen guten Artikel zu Eurem gemeinsamen Thema mit der Zusage, eben diesen Artikel in Deinem eigenen Newsletter anzutriggern. „Hey – wenn Du diesen geilen Text nebst Link auf Deiner Seite veröffentlichtst, promoten wir diesen Text und damit Deine Seite bei 10.000 Newsletter-Abonnenten. Du weißst schon: die Leute, die wirklich Ihre Mailadressen und Namen in den Formularfeldern von Websites hinterlassen. Deal?“. Der eine oder andere Geldverdiener, der es insbesondere auf Leads abgesehen hat, könnte sich da durchaus bemüssigt fühlen, einzuschlagen.

Geldverdiener sind offen für Win-Win-Situationen

Und ähnlich kann auf viele andere Bedürfnisse reagiert werden. Er will Conversions und bei Dir sind Ressourcen zur Contenterstellung frei und jede menge Know How vorhanden? Vielleicht tauscht man ja eine kleine Infografik, die seine Landingpage aufwertet und die Conversion-Rate steigert, gegen einen Artikel. Traffic? Du hast die Soziale Reichweite, um für einen beachtlichen Peak zu sorgen. Kurzum: Geldverdiener sind offen für Win-Win-Situationen.

 Der Ego-Blogger

Ego ist neben dem Wunsch Geld zu verdienen vielleicht eine der wichtigsten Motivationen, um das Bloggen zu beginnen. „Hey – ich bin es und ich bin {bitte die Eigenschaft einfügen, die Du am liebsten Dein Eigen nennen würdest}. Das muss die Welt wissen und darum erobere ich jetzt das Internet!“.

Dieser Satz (oder eine Paraphrase) stand ganz zu Beginn vieler, vieler Blogger Karrieren. Und irgendwie ist es, denke ich, auch Grundmotivation eines jeden Bloggers, egal in welche Kategorie er sonst noch so fallen mag.

Dieses Motiv ist aber bei einer bestimmten Klasse von Bloggern besonders deutlich zu erkennen. Bei den Ego-Bloggern fällt eines ganz besonders auf: implizit dreht sich der ganze Blog nur darum, dass der Blogger die Eigenschaft hat, die zu zeigen er das Bloggen begonnen hat.

Ego-Blogs sind mehr oder weniger Website-gewordene Selfies.

Alles, was der smarte Marketer in diesem Fall zu tun hat, ist, herauszufinden welche Eigenschaft der Blogger in den Platzhalter eingetragen hat und sich dann Gedanken darüber zu machen, wie genau man dessen Ego befeuern könnte.

Während ersteres wenig schwer ist und es wohl keiner Ratschläge bedarf, wie man herausfinden könnte wofür der Blogger gerne in den Himmel gehoben werden möchte, gestaltet sich der zweite Schritt schon etwas anspruchsvoller.

Was habe ich anzubieten, was seinem Ego entgegen kommt? Und gleich zu Beginn – bloße Schmeichellei ist dabei keine Option.

Gefühlt sind Ego-Blogger die Art Blogger, für die es den größten Fundus an erprobten Best Practices im Bereich Blogger Relations gibt. Hier kann man aus einem ganz beachtlichen Repertoire schöpfen. Die wohl gängigsten Aktionen hierbei sind:

  • Ego Baits in Form von Auszeichnungen & Badges
  • Contests
  • Exklusives (Pre-Launch Produkte, Zugänge zu Netzwerken, Exklusive Informationen…)
  • Reichweite (Reverese Guest Blogging, Postings und Erwähnungen)

Im Prinzip sind aber bei den Ego-Bloggern der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Was immer Du ihm bieten kannst, was nicht jeder andere Blogger seiner Nische auch hat – er wird es interessant finden. Ebenso wie für die Geldverdiener ist natürlich auch für den Ego-Blogger ein temporärer Zugriff auf Ihr persönliches Netzwerk Gold wert. Das heißt, ein Platz im Newsletter oder ein Post auf Facebook ist für den Ego-Blogger (wenngleich aus ganz anderen Motiven) ebenso viel Wert, wie für den Geldverdiener.

Behalte bei den Ego-Bloggern aber immer den Faktor Exklusivität im Auge. Ein Badge ist schnell eingebunden, wenn sich das Ego gestreichelt fühlt, aber ebenso schnell wieder entfernt, stellt der Blogger fest, dass die vermeidliche Auszeichnung nach dem Gießkannenprinzip vergeben wurde.

Der Themen-Enthusiast

Richtig wertvoll sind Beiträge auf Blogs, die von Themen-Enthusiasten betrieben werden. Wertvoll nicht nur, weil Themen-Enthusiasten ausgesprochen wählerisch bei der Wahl ihrer Linkziele sind – einen Link von einem solchen Blog muss man sich hart verdienen. Besonders wertvoll darum, weil Blogs von Themen-Enthusiasten eine ausgesprochen treue Leserschaft haben, die dem Urteil der Blogger Vertrauen schenken. Zudem ist die Leserschaft naheliegender Weise wirklich am Thema des Bloggers und damit an Deinem Thema und damit eben tendenziell auch an Deinen Produkten interessiert. Ein Link von einem solchen Blogger ist daher eine echte Empfehlung die sich direkt an Deine Zielgruppe richtet.

Damit übersteigt der Wert eines solchen Links den reinen SEO-Nutzen bei weitem und kann verantwortlich für gut konvertierenden Referral Traffic sein.

Der Wert eines Links von einem Themen-Enthusiasten erschöpft sich bei weitem nicht im bloßen SEO-Nutzen.

Blogs von Themen-Enthusiasten kommen ganz unterschiedlich daher. Nicht selten sind das wirklich stinkhässliche Seiten, die uns auf eine Zeitreise in die Neunziger schicken. Blinkende Gifs und Texthervorhebungen in grellen Farben sind da in einigen Themengebieten eher die Regel als die Ausnahme. Auf keinen Fall darf man sich hier von Äußerlichkeiten blenden lassen. Derart hässliche Seiten haben eine lange Geschichte und sind thematisch stark aufgestellt. Stark genug, um den einen oder anderen Link einer Universität, Institution, eines Verbandes oder einer anderen Bildungseinrichtung erhalten zu haben.

Natürlich ist aber nicht jeder hässliche Blog der eines Themen-Enthusiasten und nicht jede gut gestaltete Seite muss von einem Geldverdiener, Linkbverkäufer oder Ego Blogger geführt sein. Vielmehr sind es andere Gemeinsamkeiten, die recht systematisch auftreten und auf die man achten sollte.

Themen-Enthusiasten schreiben sehr gute, tiefgehende Artikel, setzen sich kritisch mit allen Fragestellungen rund um ein Thema auseinander und verweisen in Ihren Artikeln regelmäßig und wissenschaftlich nahezu korrekt auf Literarische Quellen ihres Fachgebietes. Die liebsten Linkziele eines Themen-Enthusiasten sind PDFs die irgendwann einmal auf Universitätsservern oder denen von Fachverbänden abgelegt worden sind.

Wenn du wirklich Ahnung von deiner Nische oder eben deinem Thema hast (was ich jetzt einfach mal voraussetzen will) und Du nach dem Lesen eines Artikels auf einem Blog denkst „Wow. Jetzt habe ich etwas gelernt.“, dann warst Du wohl auf dem Blog eines Themen-Enthusiasten.

Wie aber komme ich jetzt mit solchen Themen-Enthusiasten in einer Weise in Kontakt, so dass der dann auch in einer Form über mich berichten wird, die mir weiterhilft – oder eben einfach einen Link zu mir einbaut?

Themen-Enthusiasten sind vor allem an einem Interessiert: am Thema (wer hätte das gedacht?). Folglich sind diese Blogger für alles zu begeistern, was ihnen erlaubt, tiefer in die Materie einzusteigen und/oder ihren Lesern noch mehr und noch bessere Informationen zu bieten.

Themen-Enthusiasten sind die Blogger-Typen, die am ehesten für einen Gastbeitrag zu begeistern sind. Vorausgesetzt natürlich man liefert denen einen Text, der mit den besseren mithalten kann, die sich auf dem Blog selbst finden. Und vorausgesetzt man setzt nicht auf Kaltakquise.

Immer erst den Kontakt herstelln und einen thematischen Austausch initiieren und dann über Kooperationsmöglichkeiten sprechen

 

Viele der Tipps, die ich in diesem Artikel zum Linkaufbau im B2B Bereich gebe, lassen sich auch auf Themen-Enthusiasten anwenden. Bevor Du hier nach einem Link oder Gastbeitrag fragst, komm mit den Bloggern ins Gespräch. Sie lieben es, sich über ihr Thema auszutauschen. Ein Kommentar hier, eine nette Mail dort – und dann kannst Du auf Sie zugehen und sehen, wie Ihr ins Geschäft kommen könnt.

Themen-Enthusiasten lieben den Diskurs. komm mit Ihnen ins Gespräch und dann arbeite mit Ihnen zusammen.

Ein paar Best Practice Beispiele für Themenblogger mit echter Liebe zum Fachgebiet wären darüberhinaus:

  •  Reverse Guest Blogging (lass sie auch mal einen Beitrag auf deiner Seite schreiben – er wird mit Sicherheit deine Seite bereichern)
  • Einladungen zu Fachevents (Messen, Pressetermine, Führungen)
  • exklusive Informationen (gib ihnen Einblick in deine Produktionsabläufe etc. und damit Informationen zum Thema, die er sonst nirgendwo nachlesen kann)
  • fundierte Gastbeiträge

Wer einen Themen-Enthusiasten für sich gewinnen kann, verschafft sich gerade in engen Nischen oder sehr speziellen Themenbereichen (und dort sind nicht selten alle der wenigen vorzufindenden Blogger Themen-Enthusiasten) einen nicht zu unterschätzenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Mit einem solchen Blogger gewinnt man nicht nur wertvolle Links, sondern auch noch eine Stimme, die einiges Gewicht hat.

Gerade in kleinen Nischen sind Themen-Enthusiasten Gold wert.


Von Prototypen und Mischformen

Natürlich darf man alles eben vorgestellte nicht so verstehen, dass diese Typen nur und ausschließlich in Reinform zu finden sind. Was ich hier vorstellen will, sind bestimmte, häufig vertretene Motivationen zu Bloggen und Typen von Bloggern, die sich so daraus entwickeln. Natürlich wird es selten vorkommen, dass man einen solchen Typen in Reinform findet. Die meisten Blogger sind ein Bisschen was von allem, wenngleich auch immer der eine oder andere Aspekt mehr oder weniger stark vorzufinden ist.

Mit dem, was man mit der obenstehenden Übersicht aber an der Hand hat, sollte es ganz gut gelingen, herauszufinden, welche Motivationen den jeweiligen Blogger antreiben und mit welchem Mix aus Maßnahmen, man sich letztlich annähern kann.

Nischenzwang?

Eingangs hatte ich angerissen, dass sich innerhalb einer bestimmten Nische gelegentlich bestimmte Muster herauskristallisieren. Was ich damit meine ist, dass es bestimmte Themenbereiche gibt, in denen sich ein bestimmter Typ Blogger überproportional häufig finden lässt. Ich würde sogar soweit gehen, dass es einige wenige Themenbereiche gibt, die nahezu ausschließlich von Bloggern bestimmten Typs besetzt werden. Das ist aber eher die Ausnahme, als die Regel und ist mir bisher in extremer Ausprägung eigentlich nur in einem Einzigen Bereich, in einer einzigen Bloggosphäre begegnet: Beauty Blogs.

Nun darf man natürlich einmal raten, welcher Typ Blogger hier ausschließlich aktiv ist. Na? Eine Idee? Wer nicht darauf kommt, schreibe mir bitte eine Mail, oder kontaktiere mich auf Google Plus oder Twitter 🙂

Für alle anderen Themenbereiche lassen sich in der Regel Mischformen ausmachen, wobei ich jetzt einmal kurz darstellen will, welche Art Blogger man in welchem Thema für gewöhnlich vorfindet.

Welche Blogger in welcher Nische?

Im Folgenden werde ich ein Paar der wichtigsten Bloggosphären bzw. Themenbereiche aufführen und vermerken, welche Art Blogger im jeweiligen Themengebiet zu hause zu sein scheint. Da mehrere Blogger aufgeführt werden, kannst Du die Reihenfolge, in der sie ausgeführt werden, von Links nach rechts als „abnehmende Häufigkeit“ verstehen. Ich werde diese Liste im Übrigen immer erweitern, so dass es sich durchaus lohnt, den Beitrag immer einmal wieder aufzurufen.

Automotive: Themen-Enthusiasten, Geldverdiener, Linkverkäufer, Ego-Blogger

Bau: Themen-Enthusiasten, Linkverkäufer, Geldverdiener, Ego-Blogger

Beauty: :), Linkverkäufer, Themen-Enthusiasten, Geldverdiener

Computer: Geldverdiener, Themen-Enthusiasten, Linkverkäufer, Ego-Blogger

Energiemarkt: Geldverdiener, Linkverkäufer, Themen-Enthusiasten, Ego-Blogger

Fashion: Ego-Blogger, Linkverkäufer, Themen-Enthusiasten, Geldverdiener

Finanzen: Geldverdiener, Linkverkäufer, Themen-Enthusiasten, Ego-Blogger

Gadgets: Geldverdiener, Themen-Enthusiasten, Linkverkäufer, Ego-Blogger

Games: Geldverdiener, Themen-Enthusiasten, Linkverkäufer, Ego-Blogger

Garten: Themen-Enthusiasten, Ego-Bolgger, Linkverkäufer, Geldverdiener

Gesundheit: Geldverdiener, Linkverkäufer, Themen-Enthusiasten, Ego-Blogger

Industrietechnik: Themen-Enthusiasten, Linkverkäufer, Geldverdiener, Ego-Blogger

Reisen: Linkverkäufer, Ego-Blogger, Themen-Enthusiasten, Geldverdiender

Sport: Geldverdiener, Themen-Enthusiasten, Linkverkäufer, Ego-Blogger

Technik: Geldverdiener, Themen-Enthusiasten, Linkverkäufer, Ego-Blogger

Wohnen: Ego-Blogger, Linkverkäufer, Themen-Enthusiasten, Geldverdiener

 

Wie gesagt, die Liste wird laufend erweitert werden. Regelmäßige Kontrolle lohnt sich also 🙂


Fazit

Was haben wir also gelernt? Wer einen Blogger für sich gewinnen möchte, muss sich zu aller erst die Frage stellen, was er selbst anzubieten hat, was der Blogger wollen könnte. Und um diese Frage sinnvoll beantworten zu können, muss man eben wissen, was genau dieser Blogger wollen könnte. Um dies herauszufinden, lohnt es sich, die Frage nach der Motivation des entsprechenden Bloggers zu stellen.

Warum genau hat der Typ bloß angefangen zu Bloggen? Wenn man darauf eine Antwort gefunden hat, so kann man den entsprechenden Blogger zu bestimmten Teilen einem bestimmten Typ zuordnen. Und für diese Typen wiederum, gibt es durchaus Best Practices, die ich, so hoffe ich, euch hier in einer verständlichen Übersicht nahebringen konnte.

Vielleicht hilft euch ja dieser kleine, aber feine Beitrag dabei, eure Blogger Kampagne in Zukunft ein Stück weit fokussierter durchzuführen und am Ende besser Botschafter, Freunde und Stimmen innerhalb der Bloggosphäre, die euch interessiert, euer Eigen nennen zu können.


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