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Linkbuilding: Gastbeiträge und Links – ja oder nein?

24. Januar 2014 in Linkbuilding | 7 Kommentare

Matt Cutts ErklärbärMatt Cutts sorgt einmal mehr für Irritationen. Aktuelles Thema: Guest Blogging

“So stick a fork in it: guest blogging is done; it’s just gotten too spammy. In general I wouldn’t recommend accepting a guest blog post unless you are willing to vouch for someone personally or know them well. Likewise, I wouldn’t recommend relying on guest posting, guest blogging sites, or guest blogging SEO as a linkbuilding strategy.”

Mit anderen Worten, Gastbeiträge sind für den SEO-Linkaufbau gestorben? Nein, natürlich nicht! Aber Cutts hat Recht, eine Vielzahl von Gastbeiträgen zielt auf billiges Linkbuilding ab und spammen damit haufenweise Blogs zu. Kein Wunder also, dass Google versucht das Problem in den Griff zu bekommen, denn die Nutzer suchen ja schließlich nicht nach schlecht gemachten SEO-Texten, sondern nach für sie verwertbaren Inhalten. Und genau da liegt auch der Kasus Knaktus. Es spricht natürlich nichts gegen Verlinkungen in Gastbeiträgen, auch nicht dann, wenn sich eine SEO-Agentur im Rahmen des Linkbuildings für Ihre Kunden darum bemüht, sofern die angebotenen Inhalte thematisch passend sind und dem Anspruch des Blogs entsprechen. Wie so oft muss hier die Devise lauten: Klasse statt Masse!

Mehr noch, im besten Falle – natürlich auch aus Sicht eines Unternehmens/einer Marke – wird ein regelmäßiger Kontakt zur Bloggerszene und der eigenen Zielgruppe gepflegt. Besteht eine hohe thematische Relevanz und die vermittelten Inhalte entsprechen einem wünschenswerten Niveau, dann haben letztlich alle Beteiligten etwas davon. Der Blogger erhält hochwertige Inhalte, die seinen eigenen Content mehren (inklusive aller weiteren Effekte, die sich daraus ergeben), die Suchmaschinennutzer und aktiven Leser des Blogs bekommen ebenfalls das geboten, was sie suchen, und das Unternehmen, positioniert beispielsweise Fachwissen oder interessante Informationen genau dort, wo die eigene Zielgruppe sich ohnehin aufhält. Die guten Inhalte werden verlinkt und die Suchmaschinen bieten den eigenen Nutzern ggf. bestmögliche Ergebnisse.

Beispiel: der Fashion-Blog

Es gibt bekanntlich die unterschiedlichsten Blogs. Einige Blogger suchen nach einer selbst gestalteten Plattform für eigene Meinungen, Literaturkreationen, Backrezepte und so weiter, andere wollen mit politischen ‚Fakten‘ aufrütteln, etwas bewegen und verändern, und wiederum andere präsentieren eines ihrer Hobbys und verdienen sich auch gern über bspw. Bannerwerbung oder Affiliate-Links den einen oder anderen Euro dazu. Eines der wohl bekanntesten Beispiele für Letzteres ist der beliebte Fashion-Blog.

Fashion-Blog-Beispiel

Original by License to Boot – flikr

Eine modebewusste Dame von heute macht Ihr Hobby, vielleicht designt sie sogar hier und da einige Stücke selber, zum öffentlichen Schauspiel. Sie bloggt, was sie wann und wo trägt und findet zahlreiche Leser/-innen, die sich für Ihren Schreibstil und die vorgestellte Mode begeistern können. Die Bloggerin bietet Tipps, zahlreiche Fotos, nennt vielleicht noch passende Make-up-Produkte und hat bei dem Ganzen Ihren Spaß an der Sache. Wem es nicht gefällt, der muss es sich ja nicht ansehen. Wem es aber doch gefällt, der möchte möglicherweise nähere Details zum verwendeten Lippenstift. Diese Informationen könnte die Bloggerin selber recherchieren oder aber das entsprechende Unternehmen bietet professionelle Hilfe in Form eines Gastbeitrages. Das Ergebnis: Zielgruppe punktgenau erreicht und zufriedengestellt. Ein lang anhaltender Kontakt zur Bloggerin ermöglicht dem Unternehmen nah an den eigenen Kunden zu bleiben, auf Wünsche und Kritik direkt und ohne große Vermittlungsinstanzen eingehen zu können. Die Bloggerin selber baut ihre Kompetenzen und ihre Autorität aus, ihre Leser/-innen finden in ihrem Blog Informationen aus erster Hand. Und eine themenrelevante Verlinkung zur Unternehmenswebsite? Fast schon nebensächlich, aber eben nur fast und in dem Fall bereits ein eigener Mehrwert für kaufinteressierte Leser/-innen.

Wie verhält es sich bei Nofollow-Links?

Über die Wertigkeit von Nofollow-Links wird immer wieder gern unter SEO-Experten diskutiert. Die einen sind der Auffassung, dass sie kaum einen Effekt auf die Suchmaschinenoptimierung haben, die anderen glauben, sie stehen den Dofollow-Links in kaum etwas nach. Festgehalten werden kann, sie (können) sich positiv auf den Traffic sowie den Trust einer Website auswirken. Da Nofollow-Links aber keine Auswirkungen auf den PageRank haben, wie Matt Cutts explizit noch einmal festhält, stellen sie auch kein Problem bezüglich der Verlinkung in Gastbeiträgen dar. Ergo: Wer als Blogger auf der sicheren Seite sein will, der könnte ausgehende Links generell als Nofollows einstellen. Allerdings könnte das natürlich schnell zur Folge haben, dass auch andere den eigenen Blog nur noch auf diese Weise verlinken. Dann wiederum ginge wertvoller Linkjuice für die eigene Website verloren. Hier noch mal direkt die aktuelle Aussage von Cutts zu Nofollow-Links:

“If the links are nofollowed, then they don’t affect PageRank, so it would be outside the scope of my team at that point. A high-quality guest post with nofollowed links can still be a good way to get exposure to a new audience, branding, etc.”

Kleines Fazit:

Was bleibt, ist die gar nicht so neue Erkenntnis, dass hochwertiger und themenorientierter Content relativ problemlos verlinkt werden kann. Das geht nicht nur konform mit den Google-Qualitätsrichtlinien, sonder ist auch ausdrücklich erwünscht. Nicht erwünscht ist und bleibt Spam! Minderwertige Inhalte, die themenfremd und sinnfrei platziert sind, bringen langfristig ohnehin niemandem etwas. Hochwertige Inhalte sind für Unternehmen in der Regel nicht billig, aber sie bleiben auf lange Sicht die einzige Möglichkeit für einen nachhaltigen Linkaufbau in puncto Guest Blogging. Wenn ein Gastbeitrag gut genug ist, um auch ohne Gegenleistung verlinkt zu werden, dann bietet er einen Mehrwert, der dem Unternehmen auch auf andere Weise Nutzen bringt. Grundsätzlich muss der Marketing-Aspekt hier auf einer sehr viel breiteren Ebene betrachtet werden. Der mehr oder weniger wertvolle Link wird dann, wie gesagt, schon fast zur Nebensächlichkeit.

Linkbuilding 2014

Bildquelle: Original by gualtiero / flickr

Hier noch der Link zum entsprechenden Blogbeitrag von Matt Cutts und unser Beitrag zum Linkbuilding 2014.

 
 

Kommentare

[…] Linkbuilding: Gastbeiträge und Links – ja oder nein? […]

[…] werdendes Problem scheint Google mit den sogenannten Gastbeiträgen zu haben, die Matt Cutts (wir berichteten) zunehmend als Spam ausmacht. Das ist zwar hierzulande im Vergleich zu den USA eine weniger stark […]

[…] pro Artikel. Spannend auch, die besten Interaktionen durch Rezipienten erzeugen tatsächlich Gastbeiträge, gefolgt von Nutzwerten und Produktinformationen. Hinzu kommen noch Erfahrungsberichte (gut […]

Hallo Björn, wir betreiben einen Online Shop und stehen viel in Kontakt mit Bloggern, die über themenrelevante Inhalte schreiben.

Grundsätzlich finde ich Gastbeitrage eine schöne Sache um Links zu generieren. Wenn ich dann einen Beitrag verfasse, schreibe ich immer nur einen Text für eine bestimmte Person, individuell und nicht zu kurz. Dabei handelt es sich jedoch nicht um hochwertige Magazin oder Zeitungsartikel, sondern eher um Reviews, Guides oder ähnliches.

Daher würde ich hier gerne fragen, ob dass eher kontraproduktiv ist, weil die Beiträge von Google als minderwertig angesehen werden oder ob es Sinn macht, weil es Unique Content ist und prinzipiell ja mehr bringen sollte als ein einfacher Link?

Hej liebe Wave Gorillas, schön das Ihr den Weg in unseren Blog gefunden habt!

Grundsätzlich gilt, ein Gastartikel ist nicht pauschal schlecht. Beachtet bei der Veröffentlichung in jedem Fall Linkpartner auszuwählen, die nicht durch eine überbordende Anzahl ausgehender Links zu Zielen geringer Qualität auffallen. Weiterhin gilt es natürlich darauf zu achten, dass die Gastbeiträge einen guten Mehrwert bieten und von ausgezeichneter Schreibweise sind.

Viele Grüße
Olaf

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