Härtere Bandagen beim Linkhandel

Härtere Bandagen beim Linkhandel

150 150 Henning Rosenhagen

Whitehat und BlackhatDas Google-Prinzip des PageRanks, der über Links von Website zu Website vererbt wird und seinerzeit am Initialerfolg der Suchmaschine stark beteiligt war, ist noch immer ein wichtiger Faktor bei der Gewichtung von Suchergebnissen.

Allemal so groß ist der Einfluss der Links, dass Linkbuying trotz drohender Abstrafungen weiterhin für viele attraktiv erscheint. Mithin schafft es diese Manipulation auch lange Zeit nach der Einführung eigener Google-Penalties, den Suchergebnissen geradezu ihren Stempel aufzudrücken. Regelrecht angesagt waren hier noch bis vor kurzem u.a. starke Backlinks von Websites aus dem osteuropäischen Raum, die bislang noch nicht im Fokus der Spamjäger waren.

Google schaltet im Kampf gegen Handel mit Links nun womöglich einen Gang höher: nach den Erfahrungen von trafficmaxx lag über einen langen Zeitraum das Risiko beim Linkhandel vorwiegend beim Verkäufer. Eine Abstrafung wirkte sich lediglich auf die PageRank-Vererbung oder gar nur den sichtbaren Toolbar-PageRank aus. Nach Meinung vieler Beobachter erreichten die in diesem Zusammenhang angewandten Penalties in letzter Zeit jedoch eine neue Qualität: so scheinen nun vermehrt auch Fälle aufzutreten, in denen sowohl Verkäufer als auch Link-Käufer mit Herabsetzung in den Suchergebnissen belegt wurde.

Sollte dies bei Google zum Standard im Umgang mit dem Thema Linkkauf sein, drohen harte Zeiten für Website-Inhaber, die sich unwissentlich auf einen Kuhhandel mit dem „schnellen Ranking“ eingelassen haben. Und selbstverständlich sind auch die googelschen Antispam-Algorithmen nicht unfehlbar. Unvermeidbare Kollateralschäden im Kampf gegen Blackhat-Methoden – oder doch Anzeichen eines Systems, das vom Spam eingeholt wurde?

Hinterlasse eine Antwort