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Google goes social

4. Februar 2010 in Google | keine Kommentare

Bisher recht unbeachtet ist Ende Januar ein neues Feature den Google Labs entsprungen: die Social Search, die als drittes Element neben der Web- und Echtzeitsuche betrachtet werden kann.

Aktuell ist diese Funktion ausschließlich im eingeloggten Zustand und nur als Beta-Version auf www.google.com sowie Google Images Search erreichbar. Ob und wann sie auch im deutsch-sprachigen Raum eingesetzt werden wird, ist noch nicht bekannt.

Was meint Social Search?

Google Social Search ermöglicht innerhalb der Google Ergebnisseiten die Suche nach Inhalten, die der Freundes- und Bekanntenkreis des Suchenden in diversen Social Media Kanälen wie Blogs, Twitter, FriendFeed, Flickr & Co. eingestellt hat.

Social Search basiert auf der Annahme, dass Suchergebnisse aus dem eigenen persönlichen Netzwerk eine höhere Relevanz, Glaubwürdigkeit und damit Qualität besitzen als Suchergebnisse, die von unbekannten Quellen stammen. Basis-Voraussetzung und Schnittstelle für die Bereitstellung von Suchergebnissen aus dem eigenen sozialen Kreis (der sog. „Social Circle“) ist die Einrichtung eines persönlichen Google Profils, welches auf folgender Seite angelegt werden kann: www.google.com/profiles.

Als Quelle des googleschen Social Circles dienen diverse Plattformen wie:

  • Kontakte der eigenen sozialen Netzwerke wie Blogs, Friendfeed, Twitter, Flickr, Youtube, LinkedIn etc.
  • Gmail bzw. Google Talk-Bekanntschaften
  • Google Kontakte
  • die Kontakte der Konktakte
  • Abonnements im Google Reader

Nach der Einrichtung ist es dann möglich Suchanfragen auch speziell im Social Circle zu stellen (Bildquelle):

Googles Social Search

Suchergebnisse aus dem eigenen sozialen Umfeld stellen eine wertvolle Ergänzung zu den bisherigen Suchergebnissen dar. Es eröffnet die Möglichkeit, schnell auf Informationen von Menschen zuzugreifen, denen man vertraut und die man schätzt. Das weltweit größte Netzwerk Facebook bleibt vorerst noch außen vor, da es noch nicht mit einem Google Profil verknüpft werden kann. Bis auf das öffentlich zugängliche Profil sind alle weiteren Inhalte auf Facebook nur bei eingeloggtem Zustand zu sehen. Ein Manko angesichts des hohen Anspruchs von Google auf „allumfassende Relevanz und Vollständigkeit“ der Suchergebnisse.

Aus Sicht des Datenschutzes lässt sich Google hier nur schwer ein Vorwurf machen, denn die Daten, die Google für Social Search verwendet, stehen bereits innerhalb der genutzten Services öffentlich zur Verfügung. Diese Daten kumuliert für Google aufzubereiten, ist am Ende auch nur ein weiterer Dienst, der die Inhalte aufbereitet.

Aber es ist noch zu früh, ein abschließendes Urteil zu fällen. Google Social Search ist auf jeden Fall sehr spannend und hat das Potential, die Art der Informationsbeschaffung neu zu definieren.

 
 

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