Google Remarketing rechtssicher verwenden

Google Remarketing rechtssicher verwenden

1280 701 Tobias Ihde

Der Einsatz von Google Remarketing, beziehungsweise das gezielte Ausspielen von Werbung auf der Grundlage, dass Nutzer eine Seite bereits besucht haben, ist ein höchst erfolgreiches Marketinginstrument und wird von einer Vielzahl von Websitebetreibern genutzt. Hierbei lassen sich Nutzer im Nachgang auf bestimmte Angebote oder Dienstleistungen aufmerksam machen, die sie sich auf einer bestimmten Seite bereits angesehen haben.

Der Reiz des Remarketings liegt in der gezielten Ansprache einer Zielgruppe, die bereits ein erstes Interesse durch den Seitenbesuch bekundet hat. Kosten, die durch eine große Streuung und ungenaue Zielgruppensegmentierung entstehen, lassen sich so bewusst vermeiden.

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Die Nutzung sensibler Daten erfordert jedoch einen bewussten und geregelten Umgang, womit der Datenschutz an dieser Stelle zu nennen ist. Um der Informationspflicht nachzukommen und den gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden, ist es notwendig, dass Websitebetreiber ihre Nutzer über die Verarbeitung von Daten aufklären.

Hier mal ein Beispiel, wie so eine Datenschutzerklärung für den Bereich des Google Remarketings aussehen kann und wie wir sie auch selbst verwenden:

Einsatz von Google Remarketing

Diese Website verwendet die Remarketing-Funktion der Google Inc. („Google“). Diese Funktion dient dazu, Besuchern der Website im Rahmen des Google-Werbenetzwerks interessenbezogene Werbeanzeigen zu präsentieren. Der Browser des Websitebesuchers speichert sog. „Cookies“, Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden und die es ermöglichen, den Besucher wiederzuerkennen, wenn dieser Websites aufruft, die dem Werbenetzwerk von Google angehören. Auf diesen Seiten können dem Besucher dann Werbeanzeigen präsentiert werden, die sich auf Inhalte beziehen, die der Besucher zuvor auf Websites aufgerufen hat, die die Remarketing Funktion von Google verwenden. Nach eigenen Angaben erhebt Google bei diesem Vorgang keine personenbezogenen Daten. Sollten Sie die Funktion Remarketing von Google dennoch nicht wünschen, können Sie diese grundsätzlich deaktivieren, indem Sie die entsprechenden Einstellungen unter http://www.google.com/settings/ads vornehmen. Alternativ können Sie den Einsatz von Cookies für interessenbezogene Werbung über die Werbenetzwerkinitiative deaktivieren, indem Sie den Anweisungen unter http://www.networkadvertising.org/managing/opt_out.asp
folgen.

Weiterführende Informationen zu Google Remarketing und die Datenschutzerklärung von Google können Sie einsehen unter: http://www.google.com/privacy/ads/.

Gerne können Sie diesen Passus auch für sich bzw. Ihre Website adaptieren, wir weisen aber ausdrücklich darauf hin, dass es sich hier nur um eine nach dem uns bekannten Sachstand gangbare Formulierung handelt, für deren Rechtssicherheit wir keinerlei Gewähr übernehmen.


Quellen und Links:

Titelbild stammt von pixabay/Simon.

Beitragsbild stammt von pixabay/gerald.

  • Danke für den Beispieltext.
    Ich frage mich jedoch, ob es ausreichend ist, allgemein von Retargeting zu sprechen, ohne explizit die genutzte Methodik (also z.B. Google Analytics Tag oder AdWords Tag) zu benennen.
    Wie seht Ihr das?
    VG Axel

  • Michael Friedrich 6. April 2017 um 13:17

    Hallo Tobias,
    seit heute meldet mir Google, dass künftig auch personenbezogene Daten für das Remarketing verwendet werden. Welchen Einfluss hat das auf den von Euch vorgeschlagenen Text?

    Hier die Meldung von GA:
    Starting 15 May 2017, Remarketing Audiences created in Google Analytics will be enhanced to automatically take advantage of new cross-device remarketing functionality now available in AdWords and DoubleClick. This will allow you to reach your customers across devices when using Google Analytics Audiences.
    Our research shows that six in ten internet users start shopping on one device but continue or finish on a different one. With cross-device remarketing in AdWords and DoubleClick, if someone visits your website on one device, you can now reach them with more relevant ads when they search or browse on another device.
    Where users have chosen to enable Google to associate their web and app browsing history with their Google account, and to use information from their Google account to personalise ads they see across the web, Google will use data from its signed-in users together with your Google Analytics data to build and define audience lists for cross-device remarketing. In order to support this feature, Google Analytics will collect these users’ Google-authenticated identifiers, which are Google’s personal data, and temporarily join them to your Google Analytics data in order to populate your audiences.
    No action is required for these changes to take effect but please review your privacy policies and make any necessary updates to explain what data your business collects and shares with Google.
    These changes do not affect your rights to your Google Analytics data, which is still owned by you.
    As always, Google users can control their ads experience (or opt out of personalised ads altogether) at My Account.
    If you don’t wish to enable Remarketing with Google Analytics, please turn off remarketing data collection.

    Viele Grüße
    Michael

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