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Google Shopping – Termin für kostenpflichtige Produktsuche

17. Januar 2013 in Google Shopping / PLA | 7 Kommentare

Wir haben es bereits angekündigt und nun wird es in die Tat umgesetzt: Google überholt seine Produktsuche komplett und will Google Shopping in seiner aktualisierten Form bis Ende des 2. Quartals 2013 in vielen Ländern Europas umgesetzt sehen. Die vermutlich größte und kontroverseste Neuerung stellt hierbei die Kostenpflichtigkeit von Google Shopping dar. Somit besteht das neue Google Shopping künftig nur noch aus gesponsorten Einträgen.

Das neue Modell wird in zwei Phasen eingeführt. Die erste Phase startet am 13. Februar 2013 und bietet dann erweiterte Werbemöglichkeiten in der Produktsuche. Laut Google soll so bereits eine visuell übersichtlichere Ergebnisseite generiert werden. Die neuen kommerziellen Formate werden als gesponsorte Anzeigen gekennzeichnet. Alles in allem wurde das Konzept auf Basis von PLA, Product Listings Ads, erdacht. Diese lassen sich bereits jetzt nutzen und ähneln optisch den jetzigen Shopping-Ergebnissen in der organischen Suche. Der kostenlose Bereich wird im neuen Google Shopping wegfallen. Eingeführt wird Google Shopping in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan, Italien, Spanien, den Niederlanden, der Schweiz sowie in Australien und Brasilien.

Rot: Gesponsorte Shopping-Ergebnisse - Blau: Kostenlose Shopping-Ergebnisse

Rot: Gesponsorte Shopping-Ergebnisse – Blau: Kostenlose Shopping-Ergebnisse

Was müssen Shop-Betreiber beachten?

Was muss man nun als Shop-Betreiber tatsächlich beachten, um optimal mit Google Shopping zusammenzuarbeiten? Wie es im Google Inside AdWords Blog heißt, müssen Aktualisierungen der Feed-Spezifikationen vorgenommen werden. Die Änderungen von Googles Feed-Spezifikationen werden im März 2013 in Kraft treten. Werden vom Nutzer nur die verkürzten Feed-Spezifikationen für Produktanzeigen verwendet, müssen diese aktualisiert werden. Eine Aufführung der anstehenden Veränderungen findet sich in der Google Hilfe. Die neuen einheitlichen Richtlinien für Google Shopping, welche ab dem 12. Februar 2013 gelten, lassen sich im Google Merchant Center nachlesen.

Kann man das Ranking beeinflussen?

Bezüglich des Rankings innerhalb von Google Shopping äußert man sich bei Google wie folgt:

„Nach Abschluss der Umstellung in den oben aufgeführten Ländern richtet sich das Ranking in Google Shopping nach einer Kombination aus Relevanz und Angebotspreis.“

Es bieten sich jedoch einige Tipps an, mit denen man ein gutes Ranking begünstigen sollte.

  • Man sollte anstreben, ein Google Trusted Store zu werden. Was es mit diesem Merkmal auf sich hat, legt Ihnen unser entsprechender Blogbeitrag zum Google Trusted Store dar.
  • Die Verwendung von AdWords Labels bietet sich bei der Erstellung von Produkt Feeds an. Mit diesen ist es auch im Nachhinein möglich, Kampagnen besser und genauer zu justieren.
  • Mit dem AdWords Publish Label ist es möglich, Produkte schnell und effizient in der PLA aufführen zu lassen oder die Auflistung zu deaktivieren.
  • Nach wie vor bietet es sich an, hochwertige Produktfotos zu erstellen, die auch eine hochwertige Skalierung zulassen.

Ein zusätzlicher Anreiz?

Google bietet zum Start des neuen Google Shopping ein Incentive in Form von Werbeguthaben  in Höhe von 75€ und 10%-Gutschriften. Hierzu müssen Händler eine Anzeigenkampagne für alle Produkte ihre Merchant-Center-Kontos schalten und mindestens 25€ für diese Kampagne ausgeben. Die Aktion läuft bis zum 12. April 2013. Weitere Informationen finden sich direkt bei Google.

Einkaufswagen-Bildquelle: Simon Adriaensen / flickr.com CC-BY-ND

 
 

Kommentare

[…] Google Shopping – Termin für kostenpflichtige Produktsuche […]

Hallo Marius und danke dir für den ausführlichen Artikel.
Was noch viele WebShop Betreiber interessiert, ist der ca. Algorithmus, welcher den CPC bestimmt.

Dazu gibt es im Netz einige Informationen, allerdings nichts konkretes.

Hat jemand breits mit dem PLA Model in USA Erfahrung sammeln können?

Gruß aus Stuttgart

Hallo, in der Tat gibt es bereits ein paar kleine Infos aus den USA. Die Agentur RKG (Rimm-Kaufman Group) hat Zahlen veröffentlicht, laut denen im vierten Quartal 2012 28% der AdWords-Klicks im Handel auf PLA-Kampagnen entfielen. Die PLA CPCs waren dabei etwa 26% niedriger als die CPCs für Textanzeigen. Wir können aber leider noch nicht beurteilen, wie verlässlich die Daten sind.

[…] vor einigen Tagen haben wir uns mit der Umstellung Google Shoppings auf eine kostenpflichtige Produktsuche beschäftigt. Nun soll der Dienst erheblich ausgeweitet […]

Hallo Marius,
wenn das Preismodell auch in Deutschland in ähnlicher Form übernommen wird, dann müssen die Händler im Schnitt mit ca. 0,15€ pro Klick rechnen. Einige unsere Shops laufen mit ca. 800 Klicks über Google Shopping am Tag. Somit währen es ca.- 3600€ an Ausgaben, auf die sich viele Händler einstellen müssen.

Wir sind gespannt, wie viele und mit welcher Intensität sich dann noch PLA Modell leisten können.

Vermutlich werden die SEO Agenturen von der Umstellung am meisten profitieren.

Gruß aus Stuttgart

[…] Dies wäre ein erster Schritt in Richtung eines Online-Pay-TVs und gleichzeitig im Sinne der Shopping-Umstellung eine konsequente Fortsetzung der Konzernstrategie, die hauseigenen Dienste zumindest anteilig nicht […]

[…] erregt haben, denn durch die Umstellung der kostenlosen Google Produktsuche auf kostenpflichtige Product Listing Ads hat Google einen weiteren Schritt zur Monetarisierung seines Angebots unternommen. Gleichzeitig […]

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