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VR-Shopping: Das Interesse in Deutschland ist groß!

27. September 2016 in E-Commerce | 1 Kommentar

virtual-realityVirtual Reality steht nicht mehr länger in den Startlöchern – der Startschuss ist spätestens mit der Verfügbarkeit der VR-Brillen in einschlägigen Shops und diversen VR-Angeboten wie Gaming sowie VR-Shopping gefallen. Die Frage ist jetzt nur, interessiert das überhaupt irgend einen Menschen?

Laut einer aktuellen Ipsos-Studie ist jeder zweite Deutsche an VR-Lösungen im Shoppingbereich interessiert. Und auch in Frankreich sowie Großbritannien sehen die Zahlen nicht ganz anders aus. Wir haben uns die Studie sowie den neuen eBay Trendreport passend zum Thema genauer angesehen und präsentieren Ihnen einige spannende Daten und Fakten zum kommerziellen Start der Virtual Reality in Deutschland!

Virtuelles Einkaufen – viele wollen es, einige haben es bereits gemacht.

Seit Mitte September gibt es die VR-Brille Oculus Rift nun auch direkt im deutschen Massenmarkt zu kaufen. Obgleich virtuelle Erfahrungen schon länger über deutlich preiswertere Alternativen wie beispielsweise Googles Cardboard inklusive passendem Smartphone erworben werden können, dürfte die Verfügbarkeit von VR-Brillen bei großen Märkten wie Amazon, Saturn und MediaMarkt deutlich zur Verbreitung des Mediums beitragen. Wer es sich leisten kann – immerhin kostet das gute Stück von Oculus/Facebook neu immer noch 699 Euro + passendem PC-Equipment – kann jetzt in den vollen Genuss der Virtual Reality kommen. Und das heißt aktuell vor allem Spielen beziehungsweise häufig eher Spielerei, aber eben auch erstes VR-Shopping!

vr-shopping-studie-ipsos

Laut der aktuellen Studie des unabhängigen Marktforschungsinstitutes Ipsos ist das Interesse am virtuellen Einkaufen in Deutschland groß. Rund 52 Prozent der Befragten interessieren sich demnach für VR-Lösungen im Shoppingbereich. Auch in Frankreich sind die Erwartungen mit 53 Prozent groß. Etwas verhaltener sehen es die Insulaner aus Großbritannien, bei denen 46 Prozent der Befragten Interesse an virtuellen Einkaufserlebnissen haben.

Die Jüngeren sind bereit(er) für die virtuelle Realität – nicht nur beim Gaming!

Besonders viele potenzielle Fans hat VR-Shopping wenig überraschen unter den Millennials (18-35 Jährige), von denen 56 Prozent hierzulande heiß auf die neuen Möglichkeiten sind. Überraschender sind allerdings die Zahlen, wenn es um die Frage geht, wer bereits VR-Einkaufserlebnisse wahrgenommen hat. Hier sagen immer 11 Prozent, also jeder zehnte Millennial, dass er bereits VR-Shopping genutzt hat. Das Warum ist allein mit dem starken Interesse leicht erklärt. Aber wie verhält es sich mit dem Wie und Wo?

Zwar arbeiten offiziell diverse namhafte Unternehmen an VR-Shopping-Potenzialen wie zum Beispiel Alibaba (s. Video) oder IKEA, aber die aktuell verfügbaren Möglichkeiten sind doch arg begrenzt. So können beispielsweise VR-Nutzer in Australien im VR Department Store, einer Kooperation von eBay und Myer, virtuell losshoppen. Das VR-Erlebnis ist aber wohl auch eher als Pionierprojekt zu verstehen.

Und passende VR-Angebote sind ja auch nur eine Seite der Medaille, die nötigen VR-Systeme müssen natürlich ebenfalls zur Verfügung stehen. Selbst die teils kostenlosen Kartonlösungen brauchen ein leistungsstarkes Smartphone der eher höheren Preiskategorie. Möglicherweise liegt die überraschend hohe Zahl der Befragten VR-Shopper in der Online-Erhebung begründet. Hier dürfte die Wahrscheinlichkeit, auf entsprechende Pionier-Enthusiasten zu treffen, signifikant höher liegen.

Wie dem auch sei, eines zeigt die Studie aber deutlich, das Interesse an VR-Angeboten ist da! Und wenn spätestens zu Weihnachten haufenweise VR-Brillen unter das Commerce-Bäumchen schippern, dann bekommt auch die Kundenseite Fahrwasser. Fehlen also nur noch passende Shopping- oder Service-Angebote.

Die Zukunft im E-Commerce liegt (auch) in der virtuellen Realität!

Der zweite eBay Trendreport beschäftigt sich unter anderem mit dem spannenden Thema des VR-Shoppings. Hier werden einige interessante Projekte vorgestellt, die zeigen, welche Potenziale bereits heute bestehen und wie auch Nischengeschäfte wie Ticket-Shops Virtual Reality für sich nutzen können.

eBay Trendreport 2: VR-Vroom Showroom

So will das US-Start-up VROOM künftig Gebrauchtwagen über VR-Showrooms verkaufen. Der Clou, die Interessierten können sich die Fahrzeuge unmittelbar in 3D anschauen und auch virtuelles Probefahren soll möglich sein.

eBay Trendreport 2: Lowe's VR-Shopping

Zur Überschneidung von Realität und Virtual Reality kommt es in der AR (Augmented Reality), die beispielsweise von Microsoft mit der HoloLens forciert wird. Und auch hier gibt es bereits anschauliche Möglichkeiten. So arbeitete das US-Einrichtungshaus Lowe’s mit Microsoft zusammen, um per AR ein interaktives Kundenerlebnis zu kreieren. Interessierte können sich virtuelle Wohnaccessoires in teils unterschiedlichen Ausführungen aus dem Shop in die eigenen vier Wände stellen und so beispielsweise die entstehende Optik ausprobieren.

eBay Trendreport 2: StubHub VR-Shopping

Bei StubHub, einem US-Online-Marktplatz, können VR-Nutzer in Canada nicht nur Karten für Sportveranstaltungen und andere Events kaufen, sondern auch direkt den jeweiligen Sitz- oder Stehplatz virtuell vorort in Augenschein nehmen. Das ganze kann mit oder ohne VR-Headset genutzt werden.

eBay Trendreport 2: VR-Shopping

Und die Reise geht weiter: virtuell Urlaubsorte vor der Buchung besuchen, die Küche neu einrichten, das Auto vor dem Kauf individuell per VR oder AR zusammenstellen und und und. Das Potenzial der neuen Möglichkeiten ist vielseitig und an allen Ecken und Enden wird gebastelt. Übrigens auch bei uns! 🙂

Fazit: VR und AR werden sich revolutionär auf den Handel auswirken!

construktiv imagine vr-labor blogOb den positiven Zahlen aus der Studie nun Glauben geschenkt werden kann oder nicht, es ist kaum möglich am Thema Virtual Reality vorbeizukommen und bei vielen Unternehmen laufen diese Tage sicherlich diverse heiße Gespräche dazu. Auch construktiv hat unlängst ein eigenes VR-Labor eingerichtet und arbeitetet bereits an ersten spannenden Projekten zur Realisierung virtueller Angebote.

Viele Menschen freuen sich auf die neuen Einkaufserlebnisse und spätestens, wenn VR-Systeme wie Oculus Rift oder HTC Vive flächendeckend Einzug in die deutschen Haushalte erhalten haben, sollten entsprechende Angebote verfügbar sein. Gerade für Shoppingbereiche, bei denen es um Optik und 3D-Erfahrung geht, ist das Potenzial riesig. Aber auch darüber hinaus bieten sich diverse Möglichkeiten an.

Nehmen Sie einen Online-Shop für Eisenwaren. Klar, der verkauft vielleicht „nur“ Schrauben & Co. Aber wir bieten dem Besucher jetzt einfach mal per VR oder AR Hilfe, wie und wo er eine Sicherungsmutter am besten nutzt, und stellen verschiedene Produkttypen detailliert in 3D vor. Das ergäbe einen feinen Service, der unter anderem die Verweildauer steigert, das Kundenvertrauen erhöht und letztlich mehr Absatz generieren könnte. Ähnliche Ansätze inszenierte Microsoft bereits mit der HoloLens.


And last, but not least sei noch mal auf die E-Commerce-Trends für 2016 verwiesen, in denen unter anderem Augmented und Virtual Reality eine gewichtige Rolle spielen. Denn: Unterm Strich war Pokemon Go dann vielleicht doch ein nicht ganz so überraschender Hype und zeigte eher sehr anschaulich, was die Uhr geschlagen hat. 😉

Quellen und Links:

Zur Studie des Marktforschungsinstitutes Ipsos (Quelle 1. Beitragsbild).

Hier geht’s zum 2. EBay Trendreport (Quelle restl. Beitragsbilder).

Das Titelbild stammt im Original von pixelia/danmo.

 
 

Kommentare

Hallo Björn,
sehr interessanter Beitrag zum Thema Virtual Reality. Du hast viele neue Möglichkeiten genannt die durch diese Erfindung erreicht werden können. Meiner Meinung nach hat VR viele positive Aspekte. Dennoch mag ich die Vorstellung nicht, insbesondere im Gaming Bereich, dass irgendwann vielleicht nicht mehr von virtueller und echter Welt unterschieden werden kann. Die Idee VR beim Autokauf einzusetzen finde ich hingegen wieder sehr effektiv, gerade im Punkt Ausstattung und Design.
Ich bin gespannt wie sich diese Technik weiter entwickeln wird!

Viele Grüße wünscht dir kundentests.com

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