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Re-Commerce: Moderner An- und Verkauf oder zurück in die Zukunft!

19. Dezember 2016 in E-Commerce | keine Kommentare

mySWOOOP TreppenhausWährend viele Händler noch um die optimale Online-Ausrichtung ihres Sortiments bemühen, rudern andere Unternehmen bereits zurück in die klassischen Einkaufsmeilen, um sich hier alte/neue Standortvorteile zu sichern. Einen spannenden Ansatz verfolgt hier beispielsweise mySWOOOP – das eBay für Faule!

Wir haben uns das Konzept mal angesehen und es stellen Euch kurz im Blog vor. Gönnt Euch die fünf Minuten!

Aus Alt macht Neu – mySWOOOP trumpft mit Re-Commerce auf!

myswooop logoAuch 2016 gibt es weiterhin viele klassische Einzelhändler, die das Potenzial des Online-Handels noch nicht gänzlich erfasst haben oder dem digitalen Wandel lediglich gemächlich hinterherlaufen. Das ist oft schade, weil dadurch wirklich schöne Angebote aus unseren Einkaufsstraßen nach und nach verschwinden. Aber es gibt auch einen mindestens spannenden Gegentrend, der zum Lichtblick für deutsche Innenstädte werden könnte.

Erfolgreiche IT- und Internetunternehmen entdecken mit verschiedenen Ansätzen wie Showrooming oder Amazon Go die Vorzüge des stationären Einzelhandels für sich. Das könnte bei entsprechendem Erfolg maßgeblich zur Belebung, der immer leerer werdenden Einkaufsmeilen, beitragen. Und auch mySWOOOP wird eventuell zu solch einem Lebenselixier, obwohl das Grundkonzept des jungen Unternehmens ganz alt ist: der An- und Verkauf.

Während eBay mit schwindendem Kundeninteresse zu kämpfen hat, verstaubte An- und Verkauf-Läden in dunklen Seitenstraßen vegetieren und Flohmärkte oft eher was für Liebhaber sind, fasst mySWOOOP alles zusammen und zeigt wie Re-Commerce – klingt ja auch gleich viel moderner – heute funktionieren kann.

Cross-Channel-Vertrieb mit stilvollem Ladengeschäft:

Der Clou des in Bremen gegründeten Unternehmens liegt in der durchdachten Cross-Channel-Vertriebsstrategie. Der klassische An- und Verkauf findet unter anderem im modern designten Ladengeschäft statt, bei dem der Kunde nicht das Gefühl bekommt, in einem altbackenen Dies&Das-Laden gelandet zu sein. Das erklärte Ziel: An- und Verkauf salonfähig machen!

mySWOOOP Ladengeschäft Bremen

Beispiel: Potenzielle Verkäufer, die keine Lust haben, gebrauchte Artikel bei eBay oder auf anderen Re-Commerce-Plattformen einzustellen, erledigen das einfach unmittelbar während des Einkaufsbummels.

„Genau, bei unseren Kunden steht der Aufwand im Vordergrund. Er kommt in den Store, trinkt einen Kaffee, während wir seine Produkte analysieren und er im Anschluss Bargeld ausgezahlt bekommt.“ – Zitat Jan-Lucca Sielski (Gründer) im Interview auf gruenderszene.de.

Die vertriebenen Produkte werden in der Folge dann sowohl im stationären Ladengeschäft als auch auf der unternehmenseigenen Website vertrieben. Die Neuheit gegenüber gestandenen Re-Commerce-Portalen liegt also vor allem in der Kombination aus Offline- und Online-Angebot inklusive moderner Image-Ausrichtung. Unterstützt wird das Ganze durch gängige Service-Leistungen wie Produktfinanzierung oder Versicherungen. Außerdem verkauft mySWOOOP ebenfalls über eBay und Amazon.

Die Preissetzung erfolgt übrigens per eigener Preisbewertungssoftware, deren Algorithmus in Echtzeit verschiedene Datenquellen aus dem Netz auswertet. Somit können die An- und Verkäufer sowohl im Ladengeschäft als auch online umgehend den Preis definieren.

mySWOOOP Ladengeschäft außen

Weitere Fakten: mySWOOOP gehört seit zwei Jahren zum Großhandelsunternehmen Melchers. Außerdem konnte der mittlerweile sechsstellige Umsatz im letzten Jahr verdoppelt werden.

Fazit: Spannendes Konzept mit solidem Potenzial

mySWOOOP war uns deshalb einen Blogbeitrag wert, weil das Bremer Projekt auf wunderbare Weise zeigt, wie die digitale Welt auch andersherum funktionieren kann, wenn die Bereitschaft da ist, ganzheitlich an eine Idee – sei sie noch so alt – heranzugehen.

An- und Verkauf wurde vor gar nicht so langer Zeit erst von vier Buchstaben im Netz neudefiniert. Was war das für ein Hype um eBay und wer wollte damals nicht alles am liebsten gleich selbst zum PowerSeller werden. Nun sind die Wogen wieder deutlich geglättet und der Trend wieder zurück in die Einkaufspassagen hat mit Showrooms und Amazon Go vermutlich gerade erst begonnen. Dennoch werden klassische Einzelhändler weiter zu kämpfen haben, wenn Sie nicht am Ball bleiben. Und oft hilft es schon, Altes einfach mal neu zu verkaufen.

Bleiben Sie kreativ – und wir stellen gern das construktive Know-how dazu!

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Lesetipp: Zeit für Weihnachten im E-Commerce 2016 – es weihnachtet wieder sehr! 🙂

Quellen und Links:

Aufmerksam geworden durch Beitrag auf gruenderszene.de.

Hier finden Sie das Portal von mySWOOOP (Bilderquelle).

 
 

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