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E-Commerce: Wie man die Abbruch-Rate mit Social Logins verringert [+Infografik]

22. März 2012 in E-Commerce | 1 Kommentar

Social Login im ECommerceViele Shopbetreiber kennen das Problem: Sie haben User auf Ihre Seite geholt und denen dort eigentlich ein gutes Einkaufserlebnis möglich gemacht. Der Shop ist gut gestaltet, funktionell und vielleicht sogar schon datengestützt optimiert. Und dennoch brechen die User kurz vor der Bestellung ab und die Konversion bleibt aus. Ein häufiger Grund dafür, ist der Umstand, dass viele User nicht bereit sind, sich einen Account oder vielleicht sogar nur einen Gast-Account zuzulegen.

Eine Studie des US-Unternehmens Monetate liefert zu diesem Umstand brauchbare Zahlen, aus denen sich recht einfache Handlungsempfehlungen ableiten lassen. Der Studie zufolge werden 75% der bereits gefüllten Warenkörbe verworfen. Ein recht hoher Wert, den man etwas entschärfen kann, indem man nicht zu Ende gebrachte Einkäufe speichert, um die Warenkörbe beim nächsten Besuch wieder anzubieten. Doch dafür braucht man die Identität des Users. Und ohne Login oder Gast-Account hat der Betreiber kein verlässliches Mittel, um Kunden eindeutig identifizieren zu können.

Einen gewissen Unwillen der User, sich einen (Gast-) Account zuzulegen, vorausgesetzt, ist man als Shop-Betreiber mit einem schwer lösbaren Problem konfrontiert. Der Studie zufolge muss das aber nicht so sein. Beachten wir, dass  65% der Erwachsenen mindestens einen Account in einem der zahlreichen sozialen Plattformen angelegt haben und es ohne weiteres möglich ist, einen Login über ein soziales Profil anzubieten, eröffnen sich hier einfache und effektive Lösungsansätze.

Social Logins werden gut angenommen

Während die Bereitschaft, sich einen Gast-Account zuzulegen im letzten Jahr zurückgegangen ist, hat die Praxis, sich in Online-Shops über ein soziales Profil anzumelden, zunehmend Eingang in den Web-Alltag gefunden.  Ganze 40% der Internetnutzer ziehen es vor, sich eher über ein soziales Login anzumelden, als einen Gast-Account zu erstellen.

Bieten Sie Ihren Besuchern also ein soziales Login an. Das macht es den Nutzern nicht nur ungemein einfach, sich in Ihrem Shop anzumelden, sondern hat noch weitere angenehme Konsequenzen. Zum einen können so die Verkaufsabbrüche vermieden werden, die dem Unwillen der User, sich einen weiteren Account zuzulegen, geschuldet sind.

Darüber hinaus macht es Ihre User identifizierbar und verworfene Warenkörbe können beim nächsten Besuch eindeutig zugeordnet werden. So klappt vielleicht der Verkauf im zweiten Anlauf.

Drittens erhöhen soziale PlugIns die Verweildauer auf Ihrer Shop-Seite und regen die Besucher und Kunden dazu an, sich weiter mit den Produkten auseinander zu setzen, zu bewerten und zu empfehlen. Ein nicht unwichtiger Nebeneffekt, bedenkt man, dass der Studie zufolge 59% der User angeben, nutzergemachte Produkteinschätzungen und Empfehlungen hätten einen signifikanten Einfluss auf ihre Kaufentscheidungen.

Soziale Logins und PlugIns können Ihren Shop also voranbringen und die Verweildauer und Konversion deutlich erhöhen. Jetzt muss man aber fragen, welche Netzwerke man hierzu ins Boot holen soll. Die Studie bietet recht konkrete Zahlen über den US-Markt. Leider sind uns keine vergleichbaren Zahlen über den deutschen Markt bekannt. Man wird hier aber sicher ganz gut fahren, wenn man auf die Netzwerke zurückgreift, die sich in Deutschland auf breiter Basis etabliert haben. Facebook, Google und Twitter sind wohl die naheliegenden Kandidaten für einen Social Login. Letztlich wird das aber auch von der jeweiligen Zielgruppe abhängen. High-End Technik und Computerzubehör findet sicher viele Interessenten in den Communities von Twitter und Google plus, während Mode eher ein Facebook- und vielleicht bald vor allem ein Pinterest-Thema ist. Solange es aber keine verlässlichen Zahlen gibt, ist Ausprobieren angesagt. Bieten Sie einfach vielfältige Möglichkeiten an und sehen Sie dann, welche wirklich genutzt werden.

Fazit

Während soziale PlugIns wie „Like“ Buttons für Produkte schon seit längerem zum Standardrepertoire von Online-Shops gehören (sollten), sind soziale Login Features in deutschen Shops noch längst nicht so verbreitet. Der Monetate-Studie zufolge spricht aber Einiges dafür, dass die Integration sozialer Logins ein wichtiges Mittel ist, um die Konversion zu erhöhen und die Verweildauer auf der Shop-Seite zu steigern. Social Logins sind ein Mittel, über das Shop-Betreiber verstärkt nachdenken sollten, bekunden doch 40% der Internetnutzer, dass sie einen sozialen Login dem Anlegen eines Gast-Accounts vorziehen würden. Auf diesem Wege werden mit verhältnismäßig geringem Aufwand gleich mehrere Probleme im Rahmen von Verkaufsabbrüchen gelöst. Zum einen werden Abbrüche, bedingt durch einen Unwillen, sich einen weiteren Account zuzulegen,  vermieden. Zum Zweiten kann so der Anteil eindeutig identifizierbarer Besucher erhöht und Warenkörbe gespeichert werden, so dass Abverkäufe im zweiten Anlauf wahrscheinlicher werden. Letztlich steigt so die Verweildauer in Ihrem Shop und die Bereitschaft, Kommentare und Bewertungen für Produkte abzugeben, was letztlich kein unwichtiges Kriterium für die Kaufentscheidungen anderer ist.

Alle Fakten in der Übersicht

How Do Social Login & Sharing Affect Ecommerce?

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Kommentare

Grundsätzlich nutze ich fast immer die Möglichkeit des Social-Logins über Facebook. Es nervt allerdings das man immer darauf achten muss, dass nicht alle Daten wie Bilder etc für den Shop-Betreiber freigegeben werden.

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