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E-Commerce Studie – Zahlen zum Online-Kaufverhalten und Learnings [+Infografik]

26. April 2012 in E-Commerce | 2 Kommentare

Wie vielversprechend ist es, sich als Anbieter einen Weg in den Onlinehandel zu suchen? Gibt es genug Menschen, die online einkaufen? Warum kaufen diese Menschen online ein und was wird bevorzugt online gekauft? Diese Fragen dürfte sich jeder schon einmal gestellt haben, der sich überlegt hat, seine Waren im Internet anzubieten. Eine Studie der CreditPlus Bank AG liefert recht vielversprechende Antworten.

Am 02. April wurden über ein Online Panel 1.000 Deutsche zu ihrem Kaufverhalten befragt. Die Ergebnisse dieser Umfrage lesen sich wie ein Plädoyer für den E-Commerce.

Online-Shopping ist endgültig angekommen.

Die Zeiten, in denen sich Online-Einkäufe auf Bücher bei amazon oder gebrauchte Waren bei ebay beschränken, gehören schon seit langem der Vergangenheit an. Längst ist es so, dass nahezu jedes käufliche Produkt – selbst Lebensmittel – auch online gekauft werden kann. Da diese Möglichkeit lange besteht, darf man schließlich fragen, ob denn diese Möglichkeit auch durch die Konsumenten angenommen wird. Und tatsächlich verhält es sich der Studie zufolge so, dass 50% der Befragten angeben, lieber online als in Läden einzukaufen. Online-Shopping ist auf dem Weg, zur bevorzugten Einkaufsform!

Gründe für den Online-Einkauf.

Diese Vorliebe ist dabei durchaus begründet. Mit jeweils über 80% Zustimmung werden drei Hauptvorteile im Vergleich zum klassischen Einkauf genannt. Man schätzt die Möglichkeit des einfachen Preisvergleichs ebenso, wie eine 24/7 Erreichbarkeit und die einfache und unkomplizierte Produktsuche via Suchmaske.

Learnings:

Schon aus diesen Nennungen sind zwei wichtige Lehren für die Shopbetreiber zu ziehen. Wer diese Bedürfnisse gut bespielen will, muss seine Produkte in Preisvergleichs-Seiten einstellen und eine möglichst intelligente, intuitive und umfangreiche Suchoption in seinen Shop integrieren.

Die Vorteile des stationären Handels.

Natürlich bietet der stationäre Handel noch immer Vorteile, die sich so ohne weiteres nicht in einem Online-Shop abbilden lassen. Ganze 65% der befragten kaufen bestimmte Produkte lieber in Läden, da sie die Beratung brauchen. Immer noch 33% bevorzugen es, lokal einzukaufen, da sie das Einkaufserlebnis schätzen.

Learnings:

Um die beiden Kunden-Bedürfnisse Einkaufserlebnis und Beratung auch durch einen Online-Shop befriedigen zu können, bietet es sich zuerst einmal an, an der Produktpräsentation und Usability zu arbeiten. Viel Beratungsarbeit kann durch guten Content abgebildet werden. Informative, auf die Bedürfnisse der Zielgruppe zugeschnittene Texte, durchdachte Produktvideos, Kommentar- und Bewertungsfunktionen und aussagekräftige Produktbilder, können viel dazu beitragen, dass sich ein Kunde auch online gut beraten fühlt. Zudem lassen sich allerhand interaktive Tools integrieren, die dem Kunden dabei helfen, die für sich richtige Entscheidung zu treffen.

Ein ansprechendes, atmosphärisches Shop-Design, eine intuitive Menüführung, kurze Ladezeiten und eine an die Bedürfnisse der Kunden angepasste Funktionalität tragen dazu bei, ein authentisches Einkaufserlebnis zu schaffen. Optisch und funktionell sollte der Shop zum Produkt und damit zur Zielgruppe passen.

Was geben die Deutschen online so aus? Wofür? Und wie bezahlen sie am liebsten?

Der Studie zu Folge geben 40% der Deutschen im Monat zwischen 41€ und 100€ für Internet-Shopping aus. Ganze 11% investieren gar zwischen 101€ und 200€ im Monat für ihren Einkauf im Internet.

Bevorzugte Produkte sind dabei Bücher (68%), Schuhe/Kleidung (61%), Elektro-/Haushaltsgeräte (54%), Unterhaltungselektronik (50%) und Unterhaltungsmedien (49%). Aber auch Reisen (43%), Möbel und Wohnaccessoires (30%) und Lebensmittel (14%) finden im Internet einen wachsenden Absatzmarkt.

Die erstanden Produkte werden am liebsten per Rechnung bezahlt. 35% der Befragten geben an, diese Zahlungsform anderen vorzuziehen. Paypal (31%) und Kreditkarte (15%) sind ebenfalls beliebte Zahlungsmethoden. Ungeliebt sind hingegen Zahlungen per Vorauskasse (5%) und per Nachnahme (2%).

Learnings:

Wer eine optimale Konversion erreichen und den Wünschen seiner Kunden entgegenkommen will, sollte also die drei beliebtesten Zahlungsmethoden anbieten. Ungünstig ist hingegen, sich auf wenige oder gar die ungeliebten Zahlungsarten zu beschränken.   

Fazit

Die Studie wartet mit sehr positiven Zahlen zur Akzeptanz des Online-Shopping in Deutschland auf. Diese Einkaufsform scheint endgültig in der berühmten Mitte der Gesellschaft angekommen zu sein. Gute Nachrichten also, für alle Shopbetreiber und die, die bald in den E-Commerce einsteigen. Aus den bereitgestellten Zahlen lassen sich zudem einige recht hilfreiche Lehren ziehen, bzw. bereits Bekanntes wird durch diese Umfrage noch einmal untermauert.  Vieles von dem, was Kunden vom Einkaufen generell und vom Einkaufen im Internet erwarten, spiegelt sich in Tipps zur Optimierung der Konversions-Rate wieder.

 
 

Kommentare

[…] mehr Möglichkeiten in punkto Bequemlichkeit und Auswahl geboten werden. Gleichzeitig hat sich das Kaufverhalten der Kunden deutlich im Vergleich zum klassischen Verkauf in der “Offline-Welt” des 20. Jh. […]

[…] 2014. Das erste große Thema das Hüllemann anspricht, ist die zunehmende Internationalisierung. E-Commerce ist bekanntlich längst auch in Deutschland angekommen und hat sich gegenüber dem stationären […]

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