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Bitcoin: Aussicht auf Entwicklung in 2016?

29. Januar 2016 in E-Commerce | keine Kommentare

bitcoinSpätestens ab Ende 2013 haben die meisten Tech-Begeisterten von Kryptowährungen, insbesondere dem sagenumwobenen Bitcoin gehört. Das war die Zeit des bislang extremsten Höhenfluges der digitalen Währung. Heute ist der Bitcoin noch etwa ein Drittel des Betrages wert. Die Aussichten für einen Erfolg der Geschichte sind aber dennoch recht gut.

Wir haben uns mal wieder mit der umstrittenen Kryptowährung beschäftigt und einige interessante Perlen zum Thema zutage gefördert. Also, ran an das digitale Gold!

bitcoin

Der Bitcoin und die Entwicklung der letzten Jahre

Es ist eines der Themen, die in der Finanzwelt umgehend für Diskussionen sorgen. Der Bitcoin (BTC) hat viele Freunde und mindestens genauso viele Gegner. Nach dem großen Hype 2013/2014 und dem extremen Höhenflug des Wertes (> 1100$/BT) galt die Kryptowährung bei vielen Experten als einmaliges Phänomen, das sein baldiges Ende finden werde. Diese Annahme stellte sich bis dato als falsch heraus.

Zwar verlor der generell stark schwankende Bitcoin teils deutlich an Wert (< 180$/BT), konnte sich aber im Anschluss auch immer wieder stabilisieren. Unlängst zeigt auch die traditionelle Finanzwelt starkes Interesse an der alternativen Währung, die losgelöst ist von Parametern wie Nationalität oder Staatsvermögen. Von großem Interesse ist dabei allerdings weniger der Bitcoin als Handelsgut – auch das spielt zunehmend eine Rolle – aber vornehmlich zeigen sich Banken & Co fasziniert von der sogenannten Blogchain-Technologie.

Zu den Bitcoin-Eigenschaften zählen:bitcoin 2 Münze

  • Hohe Fälschungssicherheit
  • Geringe Transaktionskosten
  • Dezentralität
  • Irreversibilität von Transaktionen

Richtig schlechte Publicity erntete die Kryptowährung durch Hacker-Angriffe und Zusammenbrüche von Bitcoin-Börsen wie Mt.Gox. Wobei zu erwähnen ist, dass stets nur die unzureichend gesicherten Handelsplätze gehackt wurden und nicht der Bitcoin selbst. Zudem soll der Niedergang der betroffenen Börsen in miserabler Führung liegen.

Auch die massive kriminelle Verwendung der digitalen Währung, bei der Kriminelle durch die Anonymität vergleichsweise problemlos gewaltige Geldsummen von hier nach da verschieben können, tat dem Newcomer in puncto Beliebtheit nicht gut.

Stehen wir am Beginn einer Bitcoin-Ära?

Ähnlich lautet auch der Titel eines aktuellen Beitrags zum Bitcoin auf t3n. Während es immer noch viele Fachleute gibt, die der Währung einen baldigen Untergang prophezeien, wird die Zahl der „Überzeugten“ offenbar immer größer. Hierzu haben sich die Macher von Gutcher.de mal die Mühe gemacht, eine enorm umfangreiche Infografik zum Thema „33 Zeichen – dass Bitcoin auch 2016 weiter wachsen wird“.

Tatsächlich hat der Bitcoin in den letzten drei Monaten wieder deutlich an Wert gewonnen – und zwar trotz massiver, prominenter Kritik aus den eigenen Entwicklerreihen. Dazu aber dann später mehr.

Zu den „33 Anzeichen“, die den weiteren Erfolg des Bitcoins anzeigen sollen, gehören insbesondere die Folgenden:

Starkes Wachstum der größten Bitcoin-Tauschbörsen:

Bitcoin-Tauschbörsen

Tägliches Bitcoin-Transaktionsvolumen (steigend?):

Bitcoin - tägliches Transaktionsvolumen

Zunehmende Bitcoin-Akzeptanz (auch bei großen Unternehmen):

Bitcoin - Akzeptanz Einzelhändler

Es sollte erwähnt sein, dass die Infografik zwar diverse spannende Daten liefert, es sich aber in vielen Fällen nicht um unmittelbar greifbare „Anzeichen“ für eine positive Bitcoin-Entwicklung handelt. Einige Aspekte könnten durchaus auch als Gegenargumente genutzt werden. So beispielsweise die starke Nutzung der Kryptowährung in China. Stürzt die chinesische Wirtschaft weiter ab, könnte das gegebenenfalls auch negative Auswirkungen auf den Bitcoin haben. Außerdem hat das Land unlängst erklärt, eine eigene digitale Währung als Konkurrenz zum Bitcoin einzuführen. Von dieser Währung erwarten Experten, dass sie gut bei den Technik-begeisterten Chinesen angenommen werden wird.

Kritik am Bitcoin kommt auch aus den eigenen Reihen

Jüngst machte der Softwareentwickler Mike Hearn auf sich aufmerksam, als der bis dahin hauptberuflich an der Verbesserung der Kryptowährung gearbeitet hatte. Seine These salopp zusammengefasst: „Bitcoin war nur ein Projekt und es ist gescheitert“.

Sein Vorwurf richtete sich dabei vornehmlich an die Bitcoin-Community sowie die technischen Grenzen der digitalen Währung, die er unter anderem aufgrund der starken Begrenztheit von Transaktionen pro Sekunde kurz vor dem Kollaps sieht. Er selber und diverse Anhänger hatten dafür gekämpft, die Größe der Bitcoin-Blocks auf acht Megabyte zu erhöhen. Was allerdings von der Mehrheit der Community abgelehnt wurde.

Wie Wired berichtet, hat die Kontroverse um die Vergrößerung zu einer regelrechten Hatz im Netz auf die Befürworter geführt. Diese wurden von namhaften Portalen geächtet und von Unbekannten mit DDoS-Angriffen attackiert.

Bitcoin - Chart Dezember 15 - Januar 16

Der Kurs des Bitcoins ist ohnehin wankelmütig. Wenig verwunderlich also, dass kurz nach der Kritik durch Hearn am 14.01. der Kurs deutlich abfiel. Aber steht tatsächlich ein technischer Crash der Währung unmittelbar bevor? Hearn jedenfalls hat laut eigener Aussage, vorsorglich alle Bitcoins abgestoßen. Wenn die Core Maintainer nicht bald handeln, hat er wenig Hoffnung auf einen weiteren Erfolg.

Tipp: Tiefer in das Thema tauchen die Beiträge auf Wired und BTC-Echo ein (s. u.).

Vielleicht besser: Ära der Kryptowährungen?

Neben dem Bitcoin haben sich bereits diverse andere Kryptowährungen positioniert. Einige von ihnen haben bedeutende Unterstützer wie beispielsweise Microsoft. Zudem können sich immer mehr Banken sowie Technologie Unternehmen für diese Art der digitalen Zahlungssysteme begeistern.

Einige Projekte gehen bereits deutlich weiter und nutzen die technologischen Fortschritte á la Bitcoin 2.0 für weitere Strategien wie Smart Contracts (Ethereum). Auch IBM oder Samsung arbeiten laut t3n daran, die Blockchain-Technologie zum wichtigen Bestandteil für das Internet der Dinge zu machen. Ziel: Milliarden Geräte über „sichere“ Peer-to-Peer-Netzwerke miteinander zu vernetzen.

Fazit: Bitcoin wird die Welt verändern!bitcoin 2 Münze

Zugegeben, die Aussage ist etwas plakativ. Tatsächlich hat der Bitcoin, ganz gleich, ob er selber am Ende auf der Strecke bleiben wird oder nicht, die Welt bereits stark verändert. Noch spüren es die Wenigsten, aber hier sind technologische Umbrüche in Gang gesetzt worden, die viele neue Möglichkeiten bedeuten – und zwar nicht nur in finanzieller Hinsicht.

Sehr passend erscheint der Internet-Vergleich, den auch Friedemann Brenneis in seinem Beitrag auf t3n aus der Bitcoin-Community heranzieht. Demnach heißt es, dass der Bitcoin mit dem Internet vor zwanzig Jahren verglichen werden kann. Vor zwanzig Jahren hatte die breite Masse auch kaum eine Vorstellung davon, wie sehr sich die Welt durch das neue Medium verändern wird.

Man darf gespannt sein, in wieweit sich diese Aussage letzten Endes als Tatsache herausstellen wird. Die weitere Entwicklung der Jahre 2016 und 2017 dürften hierzu jedenfalls einiges an Aufschluss liefern.

Quellen und Link:

Zum Beitrag auf t3n.

Zur Infografik auf gutcher.de (Quelle der Screenshots).

Aktuelle Bitcoin-Charts gib‘s bspw. bei finanzen.net (u. a. Quelle Charts).

Zum Beitrag auf wired.de.

Zum Beitrag auf btc-echo.de.

Titelbild/BTC-Münze stammen von pixabay/gerald/gerald.

 
 

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