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Display-Werbung: Die Zahl fälschlicher Klicks soll bei Google-Ads reduziert werden

3. Juli 2015 in Display-Advertising | keine Kommentare

Google AdWords

Es ist sowohl für Nutzer als auch Werbetreibende ärgerlich, wenn ausversehen auf Werbung geklickt wird. Dem Nutzer sind unerwünschte Ads lästig, der Werber zahlt für dessen Desinteresse und macht sich ggf. mit seinem Produkt noch unbeliebt. Und ob die Website, auf der die Werbung geschaltet ist, langfristig davon profitiert sei ebenfalls dahingestellt.

Jetzt plant Google mit drei Maßnahmen, die fälschlichen Klicks auf Google-Ads zu reduzieren, um die Effektivität zu erhöhen sowie unnötige Kosten zu vermeiden.

Erfahren Sie mehr dazu im nachfolgenden Blogbeitrag!

Ärgerlich für (fast) alle Beteiligten – versehentliche Klicks auf Ads.

Ein AdBlocker ist für viele Internetsurfer die Antwort auf störende Werbung. Die Nutzerzahlen der blockierenden Browsererweiterungen stetig kontinuierlich und das ist letztlich eine logische Reaktion auf penetrante Werbeeinblendungen. Wer profitiert davon Ads zu blockieren? Neben dem Anbieter des AdBlockers hat nur der User einen vermeintlichen Vorteil – das ist klar, doch nur auf den ersten Blick. Wenn sich aber dessen favorisierte Web-Angebote nicht mehr finanzieren können oder die Qualität des Lieblingsmagazins immer schlechter wird, dann spürt auch er früher oder später die Auswirkungen des Risikos „AdBlocker“ – ein Teufelskreis, der mit richtig schlechter Werbung begonnen hat.

Zu den besonders störenden Werbeeinblendungen gehören Ads, die problemlos unabsichtlich angeklickt werden können. Manch ein Web-Master platziert Werbung – wohl um diesen Umstand wissend – eben genau deswegen an unangenehmen Stellen. Laut Google liegt die Zahl der fälschlichen Klicks auf Ads bei rund 50 Prozent. Jeder zweite Klick auf Display-Werbung erfolgt also ohne echtes Interesse und führt dementsprechend zumeist zur sofortigen genervten Rückkehr des Nutzers.

Die Folge, der Besucher überdenkt möglicherweise ebenfalls die Verwendung eines AdBlockers, dem Werbende sind ggf. unnötige Cost-per-Click-Kosten (CPC) entstanden und die besuchte Website könnte an Beliebtheit oder/und Seriosität verlieren. Im schlechtesten Fall sind auf lange Sicht alle Beteiligten Verlierer.

Googles Lösung: Schrauben drehen an den Ads – unerwünschte Klicks vermeiden!

Auch Google hat begründete Interessen (Usability, Ad-Qualität etc.), die Fehlerquote der eigenen Ad-Angebote von bis zu 50 Prozent nachhaltig zu reduzieren und hat diesezüglich drei Maßnahmen eingeleitet.

  1. Der Rand von Google-Ads soll nicht mehr anklickbar sein!

Eine recht nachvollziehbare Maßnahme: Wer in die Mitte der Werbeanzeige klickt, der wird sich sehr viel wahrscheinlicher tatsächlich für das entsprechende Angebot interessieren als bspw. jemand, der nur am Rand das X zum Wegklicken nicht richtig getroffen hat.

  1. Nur noch Call-to-Action-Buttons sollen zu App-Stores führen!

Öffnet sich auf einem mobilen Endgerät App-Werbung in einer App, dann sollen nur noch die ausgewiesenen Call-to-Action-Buttons wie „Install“, „Free“ oder „Download“ tatsächlich zum eigentlichen App-Angebot im App-Store führen. Klicks auf andere Bereiche der Ads lösen keine Reaktion mehr aus.

  1. Zeitliche Verzögerung soll Klickmöglichkeit einschränken!

Durch eine nicht näher definierte zeitliche Verzögerung sollen Google-Ads erst nach einer bestimmten Zeit anklickbar sein. Auf diese Weise bekommen die Nutzer Gelegenheit, dass jeweilige Angebot für sich selber einordnen zu können.

Google-Ads - Klick-Änderungen - trafficmaxx

Fazit: Klingt gut, aber …

Summa summarum hören sich die Änderungen bei den Google-Ads recht sinnvoll an. Mit den drei kleinen Stellschrauben könnten fälschliche Klicks nachhaltig reduziert werden. Das wiederum kommt sowohl dem Nutzer, als auch dem Werbetreibenden zugute – so Letzterer denn ein echtes Interesse daran hat, dass auch nur echte Interessierte zu seinem Angebot gelangen.

Web-Master, die kein Problem damit haben, dass ihre Besucher auf störende Werbung stoßen und lieber mit den zusätzlichen Klicks – wir erinnern uns: bis zu 50 Prozent! – mehr Geld verdienen wollen, werden die Maßnahme vielleicht maximal unschön finden.

Das Problem ist, dass die vergleichsweise unauffälligen Google-Anzeigen selten wirklich stören. Der Suchmaschinen-Riese hat bzgl. der Einbindung der Ads auch so schon Richtlinien, an die sich Web-Master halten sollten, um keine Abstrafungen zu riskieren. Große, einnehmende Banner, Layer-Ads oder Popups bringen einer Website allerdings weitaus mehr Geld ein und können deutlich störender wirken.

Ergo: Die Google-Maßnahme ist wünschenswert für (fast) alle Beteiligten. Aber bei gefragten Seiten, die eben auch andere Formate verkauft bekommen, evtl. kaum spürbar. Speziell im Mobile Web sieht die Sachlage zwar (noch) etwas anders aus als auf dem Desktop-PC, aber auch hier sind die CPC-basierten Google-Ads weit weniger gefragt als die stärkeren CPM-Einnahmequellen, bei der Website-Betreiber pro 1000 Ad Impressions (Cost-per-Mille) bezahlt werden. Das Klicken auf eine CPM-Anzeige spielt also zumindest für die Vergütung ohnehin keine Rolle.

 

Quellen und Links:

Den original Google-Beitrag finden Sie hier: „Better click quality on display ads improves the user and advertiser experience“.

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Das Titelbild stammt im Original von pixabay/ClkerFreeVectorImages.

 
 

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