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Diskurs Content-Ziele und -Strategien

17. Oktober 2016 in Content Marketing | keine Kommentare

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Vor Kurzem erreichte die Anfrage eines Whiteboard-Friday-Zuschauers Rand Fishkin: Sollte der zu generierende Content lieber perfekt auf potenzielle Kunden fokussiert oder doch eher vielseitig und breit gefächert geschrieben werden? Eigentlich ist die Antwort doch klar. Oder doch nicht? Fishkin klärt darüber auf, warum hier eigentlich nur eine Antwort infrage kommen kann.

Zunächst verweist Fishkin auf die Frage, die hinter der eigentlich gestellten Frage steckt. Nämlich: Was genau möchte ich mit meinem Content erreichen? Erst wenn Sie sich darüber Gedanken gemacht und Antworten darauf gefunden haben, kann man mit einer Contentstrategie bzw. dem Erstellen von geeignetem Content beginnen.

Content-Ziele als Basis für jede inhaltliche Strategie

Sieht man sich die Content-Ziele an, die im SEO- und Webmarketing-Bereich relevant sind, dann werden vier typische Punkte klar, die sich auch immer wieder überschneiden können.

  1. Content, um Kunden zu überzeugen, einen Service/ein Produkt zu kaufen
  2. Content für die Linkgenerierung & für weitere Erwähnungen im Web für ein besseres Ranking, um damit neues Publikum & Influencer auf die Seite zu ziehen.
  3. Content, um neue Leserschaft und potenzielle Kunden zu erreichen
  4. Content, um die eigene Marke bekannter zu machen. Auch das kann Influencer oder Zulauf zur eigenen Seite bringen und/oder für mehr Authority der Seite sorgen.

Man sieht also, wie bereits angekündigt, dass sich einige Punkte überschneiden und daher auch gemeinsam angegangen werden können. Trotz der Überlappungen ist es aber nicht sinnvoll mehr als zwei dieser vier Ziele auf einmal abzudecken. Fishkin warnt: Wer zu viel möchte, muss daran scheitern!

Warum also keinen Content nur für potenzielle Kunden?

Kehren wir nun zur eigentlichen Frage zurück: Wie sollte eine Content-Strategie für die eigene Marke aussehen? Nun sagt Fishkin, dass man sich schnell in einer riesigen Konkurrenzsituation wiederfindet, wenn man nur Content für potenzielle Kunden generieren will, wie in Punkt 1 beschrieben. Die direkte Konkurrenz hat die gleiche Zielgruppe und versucht via Content ihre Conversionrate zu steigern, heißt: ebenfalls Kunden zum Kauf zu animieren.

Wer auf Verlinkungen und vor allem mehrere Verlinkungen aus ist, der hat es mit einer großen Themenvielfalt dabei denkbar einfacher. Für ein ganz spezifisches Thema gibt es eben nur begrenzt Blogs und andere Seiten, die einen verlinken können und wollen.

Der andere wichtige Punkt, der gegen den Content-Fokus auf eine kleine Zielgruppe spricht, ist, dass man damit alle potenziellen Kunden und Influencer außerhalb dieses Themenradius gänzlich verpasst.
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Wie sollte eine Content-Strategie also aussehen?

Wie wir bereits oben sehen konnten, gehört es zu einer guten Content-Strategie, zunächst einmal die damit zu verfolgenden Ziele zu benennen (siehe Punkte 1-4).

Wenn die Ziele gesteckt sind, kann der Content in die Planungsphase gehen. Rand Fishkin rät dazu, die jeweilige Content-Art, die durch ihr Content-Ziel definiert ist, in ihrer Menge zum gesamten Kontingent der zu produzierenden Inhalte zu vergleichen. So kann beispielsweise eine Art Redaktionsplan nach der jeweiligen Menge der einzelnen Content-Arten einfach und zielführend erstellt werden.

Zudem sollen Kanäle und Promotions für die einzelnen Content-Ziele erschaffen und bereitgestellt werden. Zu guter Letzt kann man den Erfolg seiner Content-Strategie beständig anhand von Metriken und Statistiken überprüfen und im Notfall Korrekturen vornehmen.

Fishkin rät also zu einer möglichst weit gefächerten Content-Strategie. Gleichzeitig gerät bei ihm aber auch der Fokus auf die Zielgruppen nicht außer Acht. Im Prinzip verweist er auf eine gesunde Mischung, um alle notwendigen Content-Ziele zu erreichen, die erfolgsversprechend sind.

Quellen:
Whiteboard Friday

https://moz.com/blog/bad-idea-only-create-content-for-your-specific-target-audience-whiteboard-friday

 
 

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