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Content ist das neue Schwarz – Content Marketing [+ 2 Infografiken]

24. April 2012 in Content Marketing | 4 Kommentare

Um die Menschen im Netz zu erreichen, genügt es lange nicht mehr, Anzeigen zu streuen und seine Produkte so breit wie möglich anzubieten. Das Netz ist eine riesige Konversation und ein Unternehmen, das sich und seine Produkte im Internet dauerhaft platzieren möchte, muss an dieser Konversation teilnehmen. Nicht als Marktschreier sondern als gleichwertiger Gesprächspartner, der etwas Mehrwertiges beizutragen hat.

Die Menschen suchen im Netz nicht in erster Linie nach Unternehmen oder Produkten, sondern nach Inhalten. Inhalte, die sie weiterbringen, die ihnen eine Hilfe bei konkreten Problemstellungen bieten, die sie unterhalten und durch die sie bessere Entscheidungen treffen.

Was ist Content Marketing?

Marketingtechniken, durch die solche Inhalte verbreitet werden, werden als Content Marketing bezeichnet. Hier geht es nicht in erster Linie um direkte Abverkäufe, sondern darum, die Kunden auf einer anderen Ebene zu erreichen. Im Content Marketing generiert ein Unternehmen unentgeltlich Mehrwert für seine Kunden, indem es  ihm Inhalte zur Verfügung stellt, die dem Kunden einen bestimmten Nutzen bieten. Als Lohn gewinnt das Unternehmen an Vertrauen, an Loyalität und vielleicht den einen oder anderen Markenbotschafter. Als angenehmer Nebeneffekt winken dem Unternehmen noch zusätzliche SEO-Effekte, wie Backlinks oder zusätzliche Keywordoptimierung.

Wozu Content Marketing?

Wie gesagt, dient Content Marketing dazu, der Zielgruppe einen Mehrwert zu bieten, indem man sie unterhält oder aber fortbildet. Gerade letzteres kann die Reputation einer Marke oder Person deutlich steigern. Content Marketing Strategien sind nahezu unerlässlich, will man sich eine positive Online-Reputation aufbauen, durch die Vertrauen gewonnen und Loyalität etabliert werden kann. So tritt das Unternehmen schließlich in den großen Dialog als ein kompetenter Ratgeber ein, wird als Teilnehmer des Dialoges akzeptiert, positioniert sich so zu bestimmten Themen und schafft sich ein Potential, viele mögliche – für weitere Botschaften des Unternehmens offene – Kunden zu erreichen.

Content Marketing ist kurz gesagt, das geeignete Mittel, als akzeptierter Teilnehmer in einen Dialog einzutreten, durch den man viele, viele Kunden erreichen kann. Kunden, die sich über unternehmensrelevate Themen unterhalten, sich hier ein Standing aufbauen, Empfehlungen geben und die Meinung anderer erheblich beeinflussen.

Welchen Zielen dient Content Marketing?

Sie sind also in den Dialog eingetreten und haben Mehrwert geliefert. Was nun? Als Teilnehmer dieses Dialoges stehen Ihnen nun gleich mehrere Türen offen. Zum einen haben Sie nun die Möglichkeit, sich aktiv in eine Diskussion um Ihre Themen, Ihre Marke einzubringen und so zu verhindern, dass über Sie an Ihnen vorbei geredet wird.

Sie können nun eine breite Maße für bestimmte Themen und Fragestellungen sensibilisieren und mit Ihrem Unternehmen verbundene Lösungen für bestimmte Problemstellungen bekannt machen. Darüber hinaus versetzen Sie sich in die Lage, Ihre Zielgruppe zu aktivieren, Ihre Inhalte und Botschaften zu verbreiten und so eine noch größere Zahl an potentiellen Kunden zu erreichen. Im besten Fall rekrutieren sie so Markenbotschafter, die aus Überzeugung und Eigenantrieb für Ihre Marke, Ihr Unternehmen und letztlich auch für konkrete Produkte die Meinungen beeinflussen.

Wie betreibe ich Content Marketing?

Für Content Marketing Kampagnen stehen im Netz zahllose Mittel bereit. Von den sozialen Netzwerken, wie Facebook, Pinterest oder Twitter über Corporate Blogs, Online-Magazinen, Newslettern, White-Papern und Foren bis hin zu Videoplattformen und eBooks können Sie im Rahmen des Content Marketing aus der vollen Bandbreite des World Wide Web schöpfen.

Wichtig dabei ist, im Vorfeld ganz zentrale Fragen zur Zielgruppe zu klären.

–          Wen will ich erreichen?

–          Wo hält sich meine Zielgruppe auf?

–          Wie will meine Zielgruppe angesprochen werden?

–          Wer sind die Meinungsführer innerhalb meiner Zielgruppe?

–          Was erwartet meine Zielgruppe von „gutem Content“

Auch Fragen zu den Zielen der Marketingbemühungen müssen geklärt sein.

–          Welche Botschaft will ich verbreiten?

–          Zu welchem Thema will ich als Experte wahrgenommen werden?

–          Wie will ich gewonnene Reputation nutzen?

–          Wie will ich meine Produkte/mein Unternehmen innerhalb dieser Strategie platzieren?

–          Will ich zuerst Menschen oder Suchmaschinen erreichen?

Nachdem Antworten auf diese Fragen gefunden sind, hat man einiges an der Hand, um die richtigen Kanäle und die richtige Art des zu produzierenden Contents zu bestimmen. Dabei sollte man nicht außer Acht lassen, dass es so etwas wie eine immer richtige Antwort auf diese Fragen nicht gibt. Es gibt weder die eine ideale und für alle Zwecke geeignete Plattform, noch gibt es für alle Botschaften geeignete Medien.

Während sich Bildmaterial auf Pinterest gut eignen kann, um Kochrezepte und so sein Sortiment an Lebensmitteln zu platzieren, ist diese Strategie und dieser Kanal unter Umständen für einen Technologieanbieter vollkommen ungeeignet. Hier wäre etwa ein Blog, Online-Artikel und Video die bessere Wahl. Wofür man sich letztlich entscheiden sollte, muss jedoch immer im konkreten Einzelfall im Hinblick auf das Thema, das Unternehmen, die Zielgruppe und den bisherigen Diskussionsverlauf analysiert werden. In der Regel steht am Ende einer solchen Analyse eine ganze Palette miteinander zu kombinierender Kanäle und Mittel bereit, die nun noch zielgerichtet bespielt und verbreitet werden müssen.

Das ist jede Menge Arbeit.

Content Marketing kann enorm effektiv sein, gerade im Hinblick auf eine langfristige Positionierung von Marken und Personen in einem bestimmten Themengebiet. Texte müssen produziert, Videos gedreht, Bilder bearbeitet werden. Es muss an der Diskussion wirklich teilgenommen, und der Diskussionsverlauf überwacht, analysiert und zeitnah reagiert werden. Das bloße einstellen von gerne auch hochwertigem Content allein genügt nicht, um sich langfristig Vertrauen zu erarbeiten und Gehör zu verschaffen. Content ist immer auch ein Türöffner, der es Unternehmen erlaubt, in einen bereits bestehenden Dialog einzutreten. Eine offene Tür hilft aber nur dann, wenn man auch bereit und in der Lage ist, hindurch zu treten.

Fazit

Content Marketing ist nichts weniger als die Eintrittskarte eines Unternehmens in einen Dialog, dessen Verlauf für die Zukunft des Unternehmens von entscheidender Bedeutung ist. Kein Wunder also, dass die Bemühungen und Budgets in diesem Bereich immer weiter ausgebaut werden. Nur wer im Internet etwas zu bieten hat, findet auch Gehör. Dass Mehrwert für tatsächliche und potentielle Kunden geschaffen wird, ist etwas, dass im Internet mehr und mehr von den Unternehmen erwartet wird. Ein Unternehmen, das diese Erwartungen nicht erfüllt, läuft letztlich Gefahr, an einem Dialog nicht teilnehmen zu dürfen, der nicht unbeachtliche Auswirkungen auf die Zukunft des Unternehmens haben kann, denn es läuft Gefahr, irgendwann in diesem Dialog gar keine Erwähnung mehr zu finden. Guter Content hilft also allen Beteiligten: den Unternehmen und den Kunden. Durch guten Content wird man Teil den Gesprächs.

 
 

Kommentare

Ich bin überzeugt, dass die meißten Unternehmen -insbesondere Online-Shops- Content Marketing deutlich effektiver Nutzen könnten: Ich finde persönlich Online-Videos mit weiteren Produktinformationen oder Tutorials zu richtigen Nutzung oder Ideen rund um das Produkt besonders wichtig. Da können viele Shops noch aufrüsten.

Ein guter Content bleibt für immer der König, dass zum Erfolg eines jeden Onlineshops beiträgt. Jan, ich bin mit dir ganz einverstanden, echt gute Ideen. Um unter vielen Onlineshops auffallender zu erscheinen, muss man sich immer etwas Neues einfallen lassen, was auch für die Kunden entscheidend sein kann, sowie auch an Onlineshop-Usability ständig arbeiten http://zinitsolutions.com/de/blog/10-wichtigste-tipps-zur-steigerung-von-online-shop-usability

Ein sehr informativer Beitrag, danke. Bei vielen Unternehmen ist die Botschaft aber noch nicht angekommen. Mit einer eigenen Homepage und (bestenfalls) einem FB-Account glauben viele Firmen Content und Mehrwert zu liefern. Und eines ist klar: mit dem Content liefern, gehen die Unternehmen einen großen Schritt in Richtung Transparenz des Unternehmens. Und auch dass wollen nicht alle. Da ist noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten.

Danke für den Kommentar. ich denke, dass der Trend schon dahin geht, das eigene Unternehmen verstärkt über Content zu vermarkten. Dabei spielen natürlich frei Kapazitäten und Kreativpotential eine entscheidende Rolle – aber auch zum Teil der Punkt „Transparenz“. Langfristig glaube ich jedoch nicht, dass die Angst vor Transparenz eine Hinderungsgrund bleiben wird – einfach weil diese Entscheidung (für oder gegen ein Transparentes Unternehmen) nach Wikileaks (und allem, was denen folgen wird) nicht mehr wirklich in den Händen der Unternehmen oder selbst Privatpersonen liegt. Der logische Schritt ist es dann, selbst Informationen anzubieten.

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