Content Marketing – auf den Punkt gebracht

Content Marketing – auf den Punkt gebracht

150 150 Tino Schade

Die Menschen suchen im Netz nicht in erster Linie nach Unternehmen oder Produkten, sondern nach Inhalten. Inhalte, die sie weiterbringen, die ihnen eine Hilfe bei konkreten Problemstellungen bieten, die sie unterhalten und durch die sie bessere Entscheidungen treffen.

Was ist Content Marketing?

Marketingtechniken, durch die solche Inhalte verbreitet werden, werden als Content Marketing bezeichnet. Hier geht es nicht in erster Linie um direkte Abverk√§ufe, sondern darum, die Kunden auf einer anderen Ebene zu erreichen. Im Content Marketing generiert ein Unternehmen unentgeltlich Mehrwert f√ľr seine Kunden, indem es ¬†ihm Inhalte zur Verf√ľgung stellt, die dem Kunden einen bestimmten Nutzen bieten. Als Lohn gewinnt das Unternehmen an Vertrauen, an Loyalit√§t und vielleicht den einen oder anderen Markenbotschafter. Als angenehmer Nebeneffekt winken dem Unternehmen noch zus√§tzliche SEO-Effekte, wie Backlinks oder zus√§tzliche Keywordoptimierung.


Wozu Content Marketing?

Wie gesagt, dient Content Marketing dazu, der Zielgruppe einen Mehrwert zu bieten, indem man sie unterh√§lt oder aber fortbildet. Gerade letzteres kann die Reputation einer Marke oder Person deutlich steigern. Content Marketing Strategien sind nahezu unerl√§sslich, will man sich eine positive Online-Reputation aufbauen, durch die Vertrauen gewonnen und Loyalit√§t etabliert werden kann. So tritt das Unternehmen schlie√ülich in den gro√üen Dialog als ein kompetenter Ratgeber ein, wird als Teilnehmer des Dialoges akzeptiert, positioniert sich so zu bestimmten Themen und schafft sich ein Potential, viele m√∂gliche ‚Äď f√ľr weitere Botschaften des Unternehmens offene ‚Äď Kunden zu erreichen.

Content Marketing ist kurz gesagt, das geeignete Mittel, als akzeptierter Teilnehmer in einen Dialog einzutreten, durch den man viele, viele Kunden erreichen kann. Kunden, die sich √ľber unternehmensrelevate Themen unterhalten, sich hier ein Standing aufbauen, Empfehlungen geben und die Meinung anderer erheblich beeinflussen.


Welchen Zielen dient Content Marketing?

Sie sind also in den Dialog eingetreten und haben Mehrwert geliefert. Was nun? Als Teilnehmer dieses Dialoges stehen Ihnen nun gleich mehrere T√ľren offen. Zum einen haben Sie nun die M√∂glichkeit, sich aktiv in eine Diskussion um Ihre Themen, Ihre Marke einzubringen und so zu verhindern, dass √ľber Sie an Ihnen vorbei geredet wird.

Sie k√∂nnen nun eine breite Ma√üe f√ľr bestimmte Themen und Fragestellungen sensibilisieren und mit Ihrem Unternehmen verbundene L√∂sungen f√ľr bestimmte Problemstellungen bekannt machen. Dar√ľber hinaus versetzen Sie sich in die Lage, Ihre Zielgruppe zu aktivieren, Ihre Inhalte und Botschaften zu verbreiten und so eine noch gr√∂√üere Zahl an potentiellen Kunden zu erreichen. Im besten Fall rekrutieren sie so Markenbotschafter, die aus √úberzeugung und Eigenantrieb f√ľr Ihre Marke, Ihr Unternehmen und letztlich auch f√ľr konkrete Produkte die Meinungen beeinflussen.


Wie betreibe ich Content Marketing?

F√ľr Content Marketing Kampagnen stehen im Netz zahllose Mittel bereit. Von den sozialen Netzwerken, wie Facebook, Pinterest oder Twitter √ľber Corporate Blogs, Online-Magazinen, Newslettern, White-Papern und Foren bis hin zu Videoplattformen und eBooks k√∂nnen Sie im Rahmen des Content Marketing aus der vollen Bandbreite des World Wide Web sch√∂pfen.

Wichtig dabei ist, im Vorfeld ganz zentrale Fragen zur Zielgruppe zu klären.

–¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† Wen will ich erreichen?

–¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† Wo h√§lt sich meine Zielgruppe auf?

–¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† Wie will meine Zielgruppe angesprochen werden?

–¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† Wer sind die Meinungsf√ľhrer innerhalb meiner Zielgruppe?

–¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† Was erwartet meine Zielgruppe von ‚Äěgutem Content‚Äú

Auch Fragen zu den Zielen der Marketingbem√ľhungen m√ľssen gekl√§rt sein.

–¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† Welche Botschaft will ich verbreiten?

–¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† Zu welchem Thema will ich als Experte wahrgenommen werden?

–¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† Wie will ich gewonnene Reputation nutzen?

–¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† Wie will ich meine Produkte/mein Unternehmen innerhalb dieser Strategie platzieren?

–¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† Will ich zuerst Menschen oder Suchmaschinen erreichen?

Welches Content-Format ist f√ľr mich das Richtige?

Nachdem Antworten auf diese Fragen gefunden sind, hat man einiges an der Hand, um die richtigen Kan√§le und die richtige Art des zu produzierenden Contents zu bestimmen. Dabei sollte man nicht au√üer Acht lassen, dass es so etwas wie eine immer richtige Antwort auf diese Fragen nicht gibt. Es gibt weder die eine ideale und f√ľr alle Zwecke geeignete Plattform, noch gibt es f√ľr alle Botschaften geeignete Medien.

W√§hrend sich Bildmaterial auf Pinterest gut eignen kann, um Kochrezepte und so sein Sortiment an Lebensmitteln zu platzieren, ist diese Strategie und dieser Kanal unter Umst√§nden f√ľr einen Technologieanbieter vollkommen ungeeignet. Hier w√§re etwa ein Blog, Online-Artikel und Video die bessere Wahl. Wof√ľr man sich letztlich entscheiden sollte, muss jedoch immer im konkreten Einzelfall im Hinblick auf das Thema, das Unternehmen, die Zielgruppe und den bisherigen Diskussionsverlauf analysiert werden. In der Regel steht am Ende einer solchen Analyse eine ganze Palette miteinander zu kombinierender Kan√§le und Mittel bereit, die nun noch zielgerichtet bespielt und verbreitet werden m√ľssen.

Das ist jede Menge Arbeit.

Content Marketing kann enorm effektiv sein, gerade im Hinblick auf eine langfristige Positionierung von Marken und Personen in einem bestimmten Themengebiet. Texte m√ľssen produziert, Videos gedreht, Bilder bearbeitet werden. Es muss an der Diskussion wirklich teilgenommen, und der Diskussionsverlauf √ľberwacht, analysiert und zeitnah reagiert werden. Das blo√üe einstellen von gerne auch hochwertigem Content allein gen√ľgt nicht, um sich langfristig Vertrauen zu erarbeiten und Geh√∂r zu verschaffen. Content ist immer auch ein T√ľr√∂ffner, der es Unternehmen erlaubt, in einen bereits bestehenden Dialog einzutreten. Eine offene T√ľr hilft aber nur dann, wenn man auch bereit und in der Lage ist, hindurch zu treten.


Fazit

Content Marketing ist nichts weniger als die Eintrittskarte eines Unternehmens in einen Dialog, dessen Verlauf f√ľr die Zukunft des Unternehmens von entscheidender Bedeutung ist. Kein Wunder also, dass die Bem√ľhungen und Budgets in diesem Bereich immer weiter ausgebaut werden. Nur wer im Internet etwas zu bieten hat, findet auch Geh√∂r. Dass Mehrwert f√ľr tats√§chliche und potentielle Kunden geschaffen wird, ist etwas, dass im Internet mehr und mehr von den Unternehmen erwartet wird. Ein Unternehmen, das diese Erwartungen nicht erf√ľllt, l√§uft letztlich Gefahr, an einem Dialog nicht teilnehmen zu d√ľrfen, der nicht unbeachtliche Auswirkungen auf die Zukunft des Unternehmens haben kann, denn es l√§uft Gefahr, irgendwann in diesem Dialog gar keine Erw√§hnung mehr zu finden. Guter Content hilft also allen Beteiligten: den Unternehmen und den Kunden. Durch guten Content wird man Teil den Gespr√§chs.

  • Ich bin √ľberzeugt, dass die mei√üten Unternehmen -insbesondere Online-Shops- Content Marketing deutlich effektiver Nutzen k√∂nnten: Ich finde pers√∂nlich Online-Videos mit weiteren Produktinformationen oder Tutorials zu richtigen Nutzung oder Ideen rund um das Produkt besonders wichtig. Da k√∂nnen viele Shops noch aufr√ľsten.

  • Olya Kaplunyak 3. Mai 2012 um 08:21

    Ein guter Content bleibt f√ľr immer der K√∂nig, dass zum Erfolg eines jeden Onlineshops beitr√§gt. Jan, ich bin mit dir ganz einverstanden, echt gute Ideen. Um unter vielen Onlineshops auffallender zu erscheinen, muss man sich immer etwas Neues einfallen lassen, was auch f√ľr die Kunden entscheidend sein kann, sowie auch an Onlineshop-Usability st√§ndig arbeiten http://zinitsolutions.com/de/blog/10-wichtigste-tipps-zur-steigerung-von-online-shop-usability

  • Ein sehr informativer Beitrag, danke. Bei vielen Unternehmen ist die Botschaft aber noch nicht angekommen. Mit einer eigenen Homepage und (bestenfalls) einem FB-Account glauben viele Firmen Content und Mehrwert zu liefern. Und eines ist klar: mit dem Content liefern, gehen die Unternehmen einen gro√üen Schritt in Richtung Transparenz des Unternehmens. Und auch dass wollen nicht alle. Da ist noch viel Aufkl√§rungsarbeit zu leisten.

    • Danke f√ľr den Kommentar. ich denke, dass der Trend schon dahin geht, das eigene Unternehmen verst√§rkt √ľber Content zu vermarkten. Dabei spielen nat√ľrlich frei Kapazit√§ten und Kreativpotential eine entscheidende Rolle – aber auch zum Teil der Punkt „Transparenz“. Langfristig glaube ich jedoch nicht, dass die Angst vor Transparenz eine Hinderungsgrund bleiben wird – einfach weil diese Entscheidung (f√ľr oder gegen ein Transparentes Unternehmen) nach Wikileaks (und allem, was denen folgen wird) nicht mehr wirklich in den H√§nden der Unternehmen oder selbst Privatpersonen liegt. Der logische Schritt ist es dann, selbst Informationen anzubieten.

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