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App-Indexierung: Die 100 deutschen Top-Websites im Check [Studie]

10. Februar 2016 in Analyse & Controlling | keine Kommentare

App-Indexing / Studie von Searchmetrics - TitelbildWährend der PC-Markt seit Jahren schwächelt, wächst die mobile Internetnutzung kontinuierlich. Zugang zum Mobile Web sucht der User weniger über mobile Webbrowser, sondern vornehmlich per App. Grund genug für Unternehmen und Websites, über eigene Anwendungen nachzudenken und von der App-Indexierung durch Google zu profitieren.

Und genau zu diesem Thema legte Searchmetrics kürzlich eine interessante Studie vor, die wir Ihnen im nachfolgenden Beitrag gern genaue vorstellen würden. Im Fokus: die 100 deutschen Top-Domains und in wieweit diese Apps beziehungsweise Apps mit Deeplinks anbieten. Erfahren Sie jetzt mehr!

1. Reminder: Was ist die Google App-Indexierung?

Das Internet ist bekanntlich ein Netzwerk aus einzelnen Websites und Seiten, die über Links miteinander verbunden sind. Diese werden regelmäßig von Suchmaschinen wie Google durchforstet und sofern gewünscht indexiert. In der Folge stehen die enthaltenen Informationen theoretisch allen Nutzern zur Verfügung und können per gewerteter Suchfunktion abgerufen werden. Soweit so gut.

Das Ganze funktionierte solange wunderbar, bis die Nutzer im mobilen Internet Apps für sich entdeckten. Durch die Anwendungen, die gezielt auf Webangebote zugreifen, sinkt die Bedeutung von Browsern und somit auch Suchmaschinen. Um diesem Bedeutungsverlust entgegenzuwirken und die Informationen von Apps ebenfalls entsprechend anbieten zu können, führte unter anderem Google die App-Indexierung ein.

Über sogenannte App-Deeplinks können Entwickler einer App Google über die Anwendung informieren. Die gesammelten Daten und Links werden indexiert und Suchenden in den SERPs zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise ist eine erste Verbindung von App und Web hergestellt.

App-Indexing / Studie von Searchmetrics - Marktanteile mobile Betriebssysteme (Deutschland)

Die Google-Zukunftsaussichten für Apps sind rosig.

Der Suchmaschinen-Riese arbeitet darüber hinaus stetig daran, sein Angebot rund um App und Web zu verfeinern. So werden Apps beispielsweise unlängst auch unmittelbar in den Suchergebnislisten angezeigt, zum Download bei entsprechenden Suchanfragen vorgeschlagen und eine eigene App-Suchfunktion steht ebenfalls zur Verfügung – auch im Desktop-Browser.

Des Weiteren können Anwendungen möglicherweise schon bald direkt aus den SERPs heruntergeladen oder gar per App-Streaming genutzt werden. Entsprechende Tests laufen bereits seit geraumer Zeit.

Die Vorteile von App-Indexing:

Wenn Sie selber eine App mit Ihrem Unternehmen oder der eigenen Website anbieten, kann die Indexierung Ihnen dabei helfen, die Anwendung besser zu vermarkten und somit mehr App-Installationen zu erzeugen.

Das schließt entsprechend die Vorzüge von Apps ein, wie die Stärkung der Kundenbindung, höhere Trafficzahlen und Konversionen.

Auch App-Streaming und direkter SERPs-Download könnten nachhaltig dazu beitragen, dass Apps noch mehr genutzt werden, und insbesondere beim Bauen von Brücken helfen, also bei der Nutzergewinnung punkten.

App-Indexing / Studie von Searchmetrics - Titellogo 2. Zur Studie von Searchmetrics

Die Studie, die von Searchmetrics durchgeführt und vorgestellt wurde, beschäftigt sich mit der App-Indexierung der deutschen Top-100-Domains. Gemeint sind damit die stärksten Websites nach der Searchmetrics SEO Visibility. Zur Ermittlung dieser Sichtbarkeit werden Google Rankings, Suchvolumen und weitere Faktoren herangezogen.

Im Fokus der Arbeit steht die Frage, wie viele dieser Domains eine App beziehungsweise eine App mit Deeplinks anbieten. Hierzu wird die Analyse zusätzlich im Branchen-Vergleich durchgeführt.

Nach der obligatorischen Einleitung folgen glossarische Erläuterungen zu App-Deeplinks, App-Installation sowie App-Streaming. Interessant sind zudem kleine Takeaways, die mit spannenden Zahlen und Fakten zum Thema aufwarten und die Studie insgesamt bunter machen.

Darüber hinaus wird die Funktion der App-Indexierung sowohl bei Google als auch Apple erklärt und – UND das ist das besondere Sahnebonbon der Arbeit – die Implementierung von App-Indexing wird im Tutorial erklärt. Den Link zum Download der Studie finden Sie wie gehabt unten. 🙂

Im 3. Teil wird es nun um die Analyse zur App-Indexierung im Detail gehen.

3. Apps und App-Indexierung der Top-100-Domains in Deutschland

Also die entscheidende erste Frage lautet natürlich, wie viele der Top-Domains bieten überhaupt eine App an und wenn ja, sind App-Deeplinks integriert?

App-Indexing / Studie von Searchmetrics - App-Verbreitung Top100 Websites

Hier liegen Android– und iOS-App fast gleich auf. Nur rund 10 Prozent der Websites bieten keine jeweilige App an. Bei den Deeplinks sieht die Sache allerdings schon ganz anders aus. Im Vergleich besitzen gerade mal 26 Prozent der Websites eine Android-App mit Deeplink. Bei iOS sind es sogar nur 10 Prozent.

App-Indexing / Studie von Searchmetrics - App-Indexing-Verbreitung Top100 Websites

Das bedeutet, dass die meisten Top-Domains verstanden haben, dass eine App ein attraktives, zusätzliches Angebot und Marketing-Instrument sein kann. Aktuell aber macht nur eine Minderheit Gebrauch von der App-Indexierung.

Im Branchenvergleich ergeben sich wiederum interessante Unterschiede.

Hier schneiden die Bereiche „Autos“ und „Bekleidung“ gut ab. Alle Domains bieten eine Android-App an und vergleichsweise viele haben App-Deeplinks integriert.

App-Indexing / Studie von Searchmetrics - App-Nutzung Top100 Branchen-Websites Android

Bei iOS bietet sich allerdings ein etwas anderes Bild. Hier bieten zum Beispiel alle „Auto“-Domains eine App an, aber keine Website hat Deeplinking integriert. iOS schwächelt zudem in den Bereichen „Elektronik & Computer“, „Haus & Garten“ sowie „Hobby & Freizeit“.

App-Indexing / Studie von Searchmetrics - App-Nutzung Top100 Branchen-Websites iOS

And the winner is: die Bekleidungsbranche

App-Indexing / Studie von Searchmetrics - App-Nutzung Top100 Branchen-Websites Bekleidungs-BrancheJede Website im Bereich „Bekleidung“ bietet mindestens eine App an, die meisten Domains aber sowohl Android als auch iOS. Und auch beim Deeplinking sehen die Zahlen deutlich besser aus als in anderen Branchen. Insgesamt stellen 38 Prozent der bewerteten Websites in der Bekleidungsbranche eine Android-App und 24 Prozent eine iOS-App mit Deeplinks zur Verfügung.

Einen möglichen Grund für den klaren Branchensieg sieht Searchmetrics in der Kontinuität an Kaufeinscheidungen. Mit anderen Worten: Hier wird zu jeder Jahreszeit und bei jedem Preisniveau gekauft – der Kunde nutzt die App mit wahrscheinlich größerer Bereitschaft zum Kauf:

„Die Benutzerführung kann in der App stärker als auf der mobilen Seite am Conversion-Interesse ausgerichtet werden. Schließlich ist – bedingt durch den vorigen Schritt der App-Installation – bereits ein grundlegendes User-Interesse vorhanden.“

Fazit: App-Indexierung = große Baustelle für 2016

Wer eine App bereitstellt, sollte Deeplinks integrieren. Das kann den Nutzen der Anwendung selber um ein Vielfaches erhöhen. Es trägt gegebenenfalls zum Branding, höheren Download- und Nutzerzahlen sowie indirekt zur Stärkung von Traffic und Konversionen bei.

Mehr noch, durch die Anzeige in den SERPs von bereits installierten Apps, werden User direkt wieder auf passende interne Angebote aufmerksam gemacht (Stichwort: Kundenbindung). Zudem verweist Searchmetrics nochmals zurecht darauf, dass Google Rankingvorteile für die Indexierung von Apps angekündigt hat.

Also Ärmel hochkrempeln und denen „Großen“, den Top-100 zeigen, wie es richtig gemacht wird! 🙂

Quellen und Links:

Die Studie von Searchmetrics steht hier zum „kostenlosen“ Download zur Verfügung (Bilderquelle).

 
 

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